Schlagwort-Archive: Simon Tomaz

textstrom Kick-Off in der Brunnenpassage… #euphorie

Wir sind immer noch völlig baff davon, wie schön es in der Brunnenpassage war!

Aber der Reihe nach: Ja, Nach 12 Jahren ist textstrom Poetry Slam umgezogen. Vom rhiz, unserer bisherigen Heimat für 12 unfassbar schöne Jahre, sind es aber eh nur ein paar Schritte zur Brunnenpassage! Also, gleiche U-Bahnstation und dann zu Fuß und am Sonntag, dem 20. März haben dort schon ganz aufgeregt die beiden Slam-Urgesteine Mieze Medusa und Markus Köhle auf euch gewartet.

Also ab jetzt: textstrom Poetry monatlich im KunstSozialRaum Brunnenpassage (Brunnengasse 71/Yppenplatz,
1160 Wien)

Weg zur BrunnenpassageMieze Medusa, Markus Köhle, textstrom Poetry Slam

Was ist neu?

    Wir haben einen Fokus auf Mehrsprachigkeit. Dieses mal haben wir die Jury einen Mehrsprachigkeits-Extrapunkt vergeben lassen. Mal sehen ob das jedes Mal gleich ist, oder ob wir experimentieren.!)
    Statt bisher 12 werden ab jetzt 10 Startplätze werden vergeben, immer noch 2 Runden, jeweils 5 Minuten Zeit. Dafür gibt es jedes Monat eine_n Featured Poet. (Ja, okay, beim Kick-Off sind wir wieder weich geworden, waren es also 13 Starter_innen, ihr seid so toll!) (Ja, natürlich wird das Featuren bezahlt!)

Als Feature hatten wir Mario Tomic geladen, der ist krank geworden, aber inzwischen wieder fit. Yeah! Unser Motto ist ja immer so: Keine Probleme, nur Lösungen und wir sagen total herzlich Danke an Christopher Hütmannsberger, der eingesprungen ist und als Opferlemming und vor dem Finale wunderbare Spoken Word Texte auf Deutsch und Englisch vorgetragen hat!
textstrom Poetry Slam @ Brunnenpassage

Startnummer eins hat Peter aus der Schweiz. Der widmet dem kranken Mario Tomic eine Extrazeile in seinem Gedicht: Angina kommt vor. Mir blieb noch das Bild: Tampos sind Korken fürs Mädel.

Andyal Gyula ist natürlich perfekt besetzt für unsere Idee der Mehrsprachigkeit. Er bringt eine Text auf deutsch und dann auf ungarisch in dem schleichende Fremde Tänze tanzen, die in Palästen getanzt werden. Dann springt er in die Luft.
textstrom Poetry Slam @ Brunnenpassage

Martin Bachler erzählt uns, dass Poetry Slam für ihn wie Radfahren ist, wenn man es lange nicht macht, dann stürzt man und schlägt sich das Knie auf. Seine Mehrsprachigkeit: lateinische Einsprengsel, er zitiert Homer, und fragt: Is er jetzt home, er? Andi Pianka, der Seltenslammer, der wohl alle Slam-Locations im Umland unserer schönen Großstadt kennt, hat einen neuen Slamtext, der euch begeistert. Ab ins Finale!
Lieblingssatz aus der Erinnerung zitiert: Die Wallstreet, die Straße, an der lang niemand die Absicht hatte, eine Mauer aufzubauen…

Textstrom Kick-Off in der Brunnenpassagetextstrom Poetry Slam @ Brunnenpassage

Lisa, die wir beim Workshop des Flawless Poetry Slams schon kennengelernt haben, wohnt in Ottakring, hat ein Fake-Lächeln für den Lehrer, der sie (die Klasse) für dumm hält. Ein Fehler. Vom Lehrer natürlich!

textstrom Poetry Slam @ Brunnenpassagetextstrom Poetry Slam @ Brunnenpassage

Walter Ego erzählt von Fichtenbäumen und Police Alarms, it’s not, it appears, so simple!
378 war Flawless bei Flawless Poetry Slam. Ihr gefällt’s so gut in Wien, dass sie immer noch da ist! Wißt’s eh: „Hundewelpen: gut. Hundewelpen anzünden: schlecht.“
textstrom Poetry Slam @ Brunnenpassagetextstrom Poetry Slam @ Brunnenpassage

Hatschi Bratschi Luftballon erzählt von digital divide und dem Schweizer Taschenmessern unseres Jahrhunderts, dem Handy. Weiß er eigentlich, dass er wie ein Text von Lisa Eckhart heißt?
Es folgt Simon Tomaz der uns von interspezialer Kommunikation erzählt und Quallen das Autofahren beibringt.

textstrom Poetry Slam @ Brunnenpassagetextstrom Poetry Slam @ Brunnenpassage

Danach gönnen wir uns eine Pause, die letzten drei Slammer_innen kommen danach, plus knackiges Dreier-Finale.

Nach der Pause eröffnet Alice Reichmann, die Mehrsprachigkeit als Mehrstimmigkeit auslegt. Ihr kennt auch aus, rastet aus und seid restlos begeistert. -> Finale!

Benji disst das Mühlviertel, ohne zu wissen, das Mieze Medusa da her kommt. Es schadet ihm nicht. Er kommt dem Mikro wiedermal deutlich zu naher, soll heißen, er verbeißt sich in ihm!
Tereza Hossa lässt sich beim Kika küchentechnisch beraten, dort arbeitet ein Steinkellner, den ruft sie dann an, weil Liebeskummer.

Clara Felis kann in vielen Sprachen Danke sagen, dafür sagen wir Danke. Sie liest die Stadt, kennt grauen Alltag, ist im Auftrag des Gebens und Empfangens unterwegs.

Interlude: Christopher Hütmannsberger. Also nochmals Feature. Sehr schöner neuer Slamtext, Christopher, mögest du gut gebucht sein den Rest des Jahres.

Jetzt aber Finale!
Andi Pianka ist der Killer des Ts, der T-Quilla, der Killa des Tees, also kein Kaffee.. Außerdem kommt Zeus im Text vor, der mit einer Gazelle was macht.
Benji beginnt die Geschichte über sein Privatleben mit „mein Beruf“ um gleich darauf „meine Mutter“ zu sagen. Ist Benji also ein Familienmensch?
Alice Reichmann bringt wiedermal ihren inneren Professor Erdberg zum Sprechen, äußert sich über Barcelona, Weltpolitik und das Demonstrationsrecht. Ihr rastet wieder aus!

Völlig verdient heißt die Siegerin des ersten textstrom Poetry Slams in der Brunnenpassage genauso wie die Siegerin des letzten textstrom Poetry Slams im rhiz (im Jänner): ALICE REICHMANN!

textstrom Poetry Slam @ Brunnenpassage

Hier übrigens Höchstwertung mit Mehrsprachigkeitsextrapunkt!
textstrom Poetry Slam @ Brunnenpassage

textstrom Poetry Slam @ Brunnenpassagetextstrom Poetry Slam @ Brunnenpassage

textstrom Poetry Slam @ Brunnenpassage

Wir sind sehr dankbar, für diesen geglückten Ortswechsel und freuen uns auf alle weiteren textstrom Poetry Slams!

textstrom Poetry Slam @ Brunnenpassage

Ironiepathos und Superheldenvirgins mit Mumu

DSC04888Der März textstrom poetry slam zeichnete sich durch ein äußerst klatsch- und johlfreudiges Publikum aus. Das rhiz war rappelvoll, die TeilnehmerInnenliste lang, 12 wurden gezogen, vier leider nicht. Clara Felis machte das Opferlamm und rief zum Hüpfen im Sitzen auf. Schön. Yasmin Hafedh und Markus Köhle moderierten, Jimi Lend gab den DJ und steuerte auch Auftrittsjingles bei und Jon war der Mann an den Mischpultreglern.

Tom aus Graz hatte keinen Alf-Pyjama an, aber erzählte von Manfred, dem fünfbeinigen Monster unter seinem Bett. Manfred war nett und Toms Wertung 28. Simon Tomaz las aus dem Veroarschungstagebuch eines reichen Menschen, der sich Gedanken über die Slamily macht. Schön böse und auch 28 Punkte. Maximilian Humpert vermisste wen und tischte seinen Romantischfetisch auf: 29 Punkte. Andrea begab sich bei ihrem ersten Auftritt auf Sinnsuche, thematisierte Schnelllebigkeit und Zufriedenheit und erreichte dafür 25 Punkte. Sandy Gomez fuhr gen Italien und wartete mit einem Mumu-Muschi-Text auf, ihr wisst schon, über das da unten: 28.

DSC04897Fabian Navarro thematisierte seine Herkunft und stellte klar: Ich bin keine Kartoffel, ich bin eine Patata: 30. Ulli sprach über SchülerInnen-LehrerInnen-Beziehungen und die Problematik der Bewertung: 23. Rhonda offenbarte, dass Oberflächlichkeit ihr größtes Problem ist und erntet für „Ich bin was ich bin und ich ess was ich ess“ 24 Punkte. Das Team Kirmes Hanoi pustete ein Mikro aus – nein, das war wohl Momentmal-Men mit Helfer Besonnenheitsboy und der böse Dr. Trugschluss lauerte im Hasspostig-Deepweb-Keller: 29. Mriri stellte seinen talentierten Sohn Lukas vor – kann 27 Lockrufe des Eichhörnchens – und ums Papierlochen ging’s auch, aber nur am Rande: 25. Käthl fragte: Wo bleibt denn dein Herz? Sie fragte laut und ließ eine Beschimpfungskaskade vom Stapel: 29. 378 schließlich beleuchtete den point of no return und versteckte die Tu-das-nicht-se in einer Schatulle unterm Bett: 24.  Tolle Vorrunde, sehr abwechslungsreich und das Publikum zu recht bester Laune. Jimi Lend tat das seine dazu.

DSC04895Im Finale warf Käthl die Wärmemaschine Herz an: Home is where the heart is. Kirmes Hanoi deckte eine Origin-Virgin-Story auf – oh doch! Maximilian Humpert gab sich nice und holte uns aus dem Ironieversteck hervor und Fabian Navarro schließlich gab den Ritter mit Blickfick und Anpimmeln. Maximilian gewinnt den Slambeutel voller Spenden und alle FinalteilnehmerInnen werden mit Büchern aus dem Milena-Verlag (DANKE) belohnt. Danach wurde noch schön abgezappelt und Getränkegutscheine blieben auch nicht über. Freude. Jubel. Juhui!

textstrom X-Mas Slam mit Wichtelspiel

Das hat gut geklappt! Wir einfach so: Wichtelspiel! Bringt was mit, beschenkt euch selbst, wir bringen auch was mit und beschenken uns und euch auch. Die Reservewichtelgeschenke hätten wir gar nicht gebraucht, verschenkt haben wir sie trotzdem. Eh klar. Fest der Liebe und so.

Und so war es auch! Moderiert haben Clara Felis und Mieze Medusa. Clara hat außerdem das Opferlamm gemacht. Weil sie einen neuen Text unbedingt ausprobieren wollte. Finden wir gut.

Basti B kam weit angereist, ein ganzes Auto voller Slammer_innen ist aus Deutschland zu uns gekommen. Besonders schade, wenn es dann die Startnummer eins wird, aber mit Stichwort Kühe und 24,5 Punkten hat es doch schon eine erste Ladung Euphorie gegeben.

Auf Startnummer 2 Anna. #souverän #stichwortunlesbar
Auswendig vorgetragen und ich hab ihr jede Silbe geglaubt! Das Publikum wohl auch, mit 27 Punkten marschiert sie ins Finale weiter.

Basti B, textstrom Poetry Slam WienAnna, textstrom Poetry Slam Wien

Leider hat Sabine Sobotka keinen Startplatz bekommen, 12 Slammer_innen – mehr verträgt der Abend einfach nicht und das Losglück entscheidet, aber sie hat eine Freundin mitgebracht, die bei uns ihr Slamdebüt gegeben hat. Welcome to the slamily, Zita, das Stichwort ist passenderweise „mit Mut angesteckt“

Teams bekommen bei textstrom ja einen Fixstartplatz. Das Auftreten des Teams FULS (Fathers U’d Like to Snow with) war langangekündigt, sie haben sich auf den Abend mit einer 9 stündigen Zugfahrt aus Polen vorbereitet, die wurde mit Verspätung zweistellig und sie haben das rhiz mit Taxi, guter Laune und 10 Minuten vor ihrem Auftritt erreicht. Aber gerockt. Ich sag nur: Handke hat angerufen. Ab ins Finale mit 27 Punkten.
Ach ja, das Team FULS besteht aus Peter Clar und Markus Köhle.

textstrom Poetry SlamPeter Clar, Markus Köhle, textstrom Poetry Slam

Simon Tomaz, es ist uns immer eine Freude, wenn du kommst! Du kommst eigentlich auch immer ins Finale. Auch diesmal. Stichwort: #stolzdrauf

Marcus kennen wir schon lange! Diesmal aber betritt er die Bühne und bringt dafür seine ganze Familie mit. Das finden wir super! Stichwort: Liebe

Simon Tomaz, textstrom Poetry Slam, WienMarcus, textstrom Poetry Slam, Wien

Ulli ist auf vielen Slambühnen zu sehen zur Seit. Ein großes Lob dafür, überall auftreten, so oft es geht auftreten, viel Schreiben auch. Das Stichwort war „Leben“.

Nicht so häufig auf Slambühnen, das dafür schon richtig lang ist iO. Sein Text hat die Stichworte „Rauschmittel“ und „gemeinsam“ bekommen.

Ulli, textstrom Poetry Slam, WienIO, textstrom Poetry Slam, Wien

Auch Anni He hat sich von Deutschland aus, auf die Reise gemacht. Die Stichworte waren „nachdenklich“ und „schön, dass du da bist“ und ja, da schließen wir uns einfach an!

Lollo, auch sie aus dem Deutschland-Auto, schafft es mit 26 Punkten gut ins Finale. Ihre Stichworte „welcome refugees“, „Flüchtling“ und „Liebe das Leben“ treffen den Nerv und die Herzen. Gratulation!

Anni He, textstrom Poetry Slam, WienLollo, textstrom Poetry Slam, Wien

Ach ja, da ist uns wohl ein Fehlerteufelchen über den Weg gelaufen, irgendwo haben wir uns verzählt, jedenfalls freuen wir uns noch über 3 Starter_innen, insgesamt treten also 13 Poet_innen an. Benedikt bringt euch zu den Stichwörtern „gelebte Gedichte“, Michi erinnert euch an die Wichtigkeit der „Träume“ und zu Fräulein Hahnenkamper fällt euch das Stichwort „Ludmilla“ ein.

Benedikt, textstrom Poetry Slam, WienMichi, Poetry Slam, Wien, textstromFräulein Hahnenkamper, textstrom Poetry Slam, WienSabine Sobotka, textstrom Poetry Slam, Wien

Vor dem Finale laden wir Sabine Sobotka ein, nochmal was Opferlammfrommes darzubringen, hat sie doch extra für den Abend einen Text geschrieben, Vielen Dank, dafür!

Im Finale:
Lollo, Anna, Simon Tomaz und Team FULS. Die beiden Schneemänner Markus Köhle und Peter Clar gewinnen den Abend und teilen das Publikum in die, die lachen, und die, die bei Germanistikpointen lachen. Was für ein wunderbarer Abend! Bis ganz ganz bald, wenn am vierten Mittwoch im Monat im rhiz geslammt wird.

Ihr kennt unseren Slogan: Komm vorbei, dein Text kommt an!

Lollo, textstrom Poetry Slam, Wientextstrom, Poetry Slam, WienFULS, Peter Clar, Markus Köhle, textstrom Poetry Slam, WienSieger_innenfoto, textstrom Poetry Slam, Wien

textstrom Poetry Slam Wien

textstrom im Juni – Christoph Simon, wir verstehen dich…

… wenn du uns ein paar Dialektschritte entgegen kommst!

Christoph Simon bei textstrom, Poetry Slam Wien

Was für eine Ehre! Christoph Simon, schon das zweite Jahr Schweizer Meister in Sachen Poetry Slam und überhaupt endtoll, beehrt uns!

Moderiert haben Adina und Clara Felis…

Wir haben die Stichwörter verschmissen, aber wir haben ein Fazit: Der letzte Slam vor der Sommerpause war toll!

Mitgemacht haben:

Felix Kaden -Opferlamm und DJ, Yvonne , der aus Innsbruck angereiste Phil Marie, unser guter Freund aus dem Nicht-EU-Ausland Christoph Simon, Henrik Szanto, Teresa Hossa, Ulli, Bence Solymár und natürlich, ach jössas, wo sind meine Notizen, wie heißt nochmal das großartige Team von Elias Hirschl und Simon Tomaz, jedenfalls, die haben hier ihr Debut gegeben! Das freut uns und macht uns stolz. Mehr Teams, bitte!
Pascal Optional war auch mit dabei. Dann brauch ich Hilfe! Hier fehlen mir zwei Namen, bevor ich mich bei Martin Bachler wieder einpendle.

Danke für eure Texte und eure gute Laune und danke, Martin, für das Miami Vice T-Shirt. Christoph Simon, wenn du wiederkommen könntest, es wäre uns Freude und Ehre!

Sturm auf den Turm Slam #10 – Februarwetter und gute Laune

Okay, das ist jetzt schon lang her. Das Archiv haben wir ein wenig nachlässig betrieben, aber wir versuchen uns an einer Rekonstruktion! Über Namedropping werden wir kaum hinauskommen, danke für eure Texte, danke für euer Kommen, danke an Sabine Pichler für die Photos!

Sturm auf den Turm#10_77

Opferlamm: Andreas Plammer

Startnummer 1: Jonas Scheiner
Startnummer 2: Simon Tomaz
Startnummer 3: Teresa Hossa
Startnummer 4: Giga Ritsch
Startnummer 5: Pascal Optional
Startnummer 6: David Friedrich
Startnummer 7: Rebecca Heinrich
Startnummer 8: Käthl

Gerockt wurde! Ins Finale gekommen wurde von Käthl, Teresa Hossa, Pascal Optional und David Friedrich. Gewonnen wurde vom wunderbaren David Friedrich, der hat inzwischen das DUM-ABO schon ein paar mal zugeschickt bekommen!

Das dynamische Moderationsduo Mieze Medusa & Yasmin Hafedh sagt Danke!

Yasmin Hafedh & Mieze Medusa - Foto von Sabine Pichler

Und hier noch die Fotos, danke Sabine Pichler!


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Slam Bingo - so ein Spaß!

Poetry Slam Bingo: #supergut!

Neulich hab ich (darf ich vorstellen? Mieze Medusa) eine Idee gehabt. Warum nicht mal Bingo spielen auf der Slambühne. Also wie Bullshit-Bingo, nur statt mit Bullshit mit Bühnenpoesie. Die Bingokarten sind natürlich selbst gebastelt: Markus Köhle und ich haben nach Begriffen gesucht, Yasmin Hafedh war ein wunderbarer Telefonjoker. Bingo-Schlagwörter hatten ungefähr folgende Qualität: „Slammer_in erklärt eigene Pointe“, „Slammer_in trägt eine lustige Kopfbedeckung oder Bart“, „Bier“, „hashtag“, „facebook“ oder „Akademikerball“…
Zu gewinnen gab es allerhand Bücher, CDs, Literaturzeitschriften und Spaß!

Poetry Slam Bingo - textstrom Poetry Slam WienPoetry Slam Bingo - textstrom Poetry Slam Wien

Dann begann das Warten: Wer kommt zum Poetry Slam Bingo? Mit welchen Texten? Kann sich das irgendwie ausgehen?
Antwort: Ja. Das geht sich aus. Definitiv. Poetry Slam Bingo hat gerockt!

Startnummer 1: Franz, ein Poetry Slam Neuling, hat gleichmal die Ehre zu eröffnen. Etwas ungewohnt, das Publikum hört konzentriert zu, vermeidet aber den Blickkontakt: Bloß nicht die Bingokarte aus den Augen lassen!
Stichwort: Buchotter & schwimmen. 22 Punkte.

Startnummer 2: Der versierte Simon Tomaz lässt uns nicht im Stich und sorgt mit den Stichwörtern „Pröll und Merkel“ dafür, dass die Bingokarten gleich mal voller werden. 32,5 Punkte und ab ins Finale.

Franz - Poetry Slam Wien - textstromSimon Tomaz - Poetry Slam Wien - textstrom Poetry Slam

Startnummer 3: Freude, Aña schaut wiedermal vorbei, mit ihrem Text voller Sehnsucht evoziert sie die Stichwörter „Mondgericht“ und „Tomatensauce“ und schafft es mit 29 Punkten ebenfalls ins Finale.
Ana - Poetry Slam Wien - textstrom Poetry Slam

Startnummer 4, Alice Reichmann, hat überhaupt gleich einen Text über einen Bingo-Abend der besonderen Art gebracht. Es ist immer beeindruckend, welche Stimmen Alice zum Leben erwecken kann. Das Stichwort ist, wenig überraschend, „Bingo!“, mit 33,5 Punkten zieht Alice als Stimmenstärkste ins Finale ein.

Mit der Neuwortschöpfung Bienen-I bringt uns Startnummer 5, Robin „Mriri“ Reithmayr verlässlich zum Lachen, möglicherweise ist er der Slammer, an den wir gedacht haben, als wir das Bingo-Stichwort „Slammer_in erklärt eigene Pointe“ gedacht haben, sehr sehr schön, dass er gekommen ist auf jeden Fall! 30 Punkte und ab ins Finale…

Ehrensache: Das Bingo-Stichwort „Mieze Medusa verrechnet sich“ ist natürlich auch schon eingelöst!

Alice Reichmann - textstrom Poetry Slam - WienRobin Mriri Reithmayr - textstrom Poetry Slam Wien

Zwei Slammerinnen fehlen noch vor der Pause. Offene Ohren also und natürlich 5 Minuten Zeit für Johanna, die euch zum Stichwort „Porno“ inspiriert. Danach Katharina mit dem Stichwort „Identität“.
Johanna - textstrom Poetry Slam, WienPoetry Slam Bingo - textstrom Poetry Slam WienKatharina - textstrom Poetry Slam - WienPoetry Slam Bingo Karten - textstrom Poetry Slam Wien

In der Pausen wurden die ersten ausgefüllten Poetry Slam Bingo Karten gegen Sachpreise eingetauscht. Die Getränkevorräte aufgefüllt und der Musik gelauscht. Übrigens: Wenn auf der Bühne Bier getrunken wird, reicht das noch nicht für die Bingo-Karte. Denn das wäre ja ein Requisit. Das Bier muss schon im Text vorkommen!

Markus Köhle - textstrom Poetry Slam Wien

Im Finale dann also Aña, Mriri, Simon Tomaz und Alice Reichmann! Gratulation! Wir sind gespannt!
Aña bringt das Stichwort „Küssen“ in einem politischen Text unter, ja! Endlich! „Küssen im Prückl“ musste in diesem Monat unbedingt auf die Slambühne gebracht werden! Das sind 32,5 Punkte!

Mriri lässt sich – wie immer – nicht so einfach auf eine konkrete Aussage festlegen! Die Stichworte „weird“, „kaffee“ und „xtra“ haben sicher einen Zusammenhang. Sicher! Sonst nennen wir es einfach Lyrik und fertig! Mit Extrapunkt vom Publikum zieht er gleichauf mit Aña. 32,5 Punkte.

Ana - textstrom Poetry Slam WienMriri - textstrom Poetry Slam Wientextstrom Poetry Slam Wien

Simon Tomaz rockt schon wieder! Und bringt euch dazu, eines der nützlichsten Wörter der deutschen Sprache auf die Stichwortliste zu kreischen: „aber“. 37 Punkte, was viel ist und zwar der Platz 2!

Aber an diesem Abend ist Queen Alice Reichmann nicht zu schlagen. Mit ordentlich Stimmarbeit und super Texten wird sie die Siegerin des ersten Poetry Slam Bingos wenn nicht weltweit, so doch in Österreich! 39 Punkte!

Simon Tomaz - textstrom Poetry Slam WienAlice Reichmann - textstrom Poetry Slam WienPoetry Slam Bingo Siegerinnenfoto - textstrom Poetry Slam Wien

Ein Nachsatz in Sachen Poetry Slam Bingo: Es ist sich super ausgegangen! Jede Karte wurde letztendlich aufgelöst, und das, obwohl wir nicht wussten, welche SlammerInnen mit welchen Texten antreten werden. Aber wir kennen euch jetzt doch schon ein bisschen, gell?

Vielen Dank für das viele Lob, dass ich fürs Poetry Slam Bingo bekommen hab. Wir werden das wieder machen. Das hat soviel Spaß gemacht!

Eure Bingobeglückte Mieze Medusa

Sturm auf den Turm Poetry Slam

Es s/türmt wieder los!

Wie haben wir uns gefreut auf den Saisonbeginn. Der Termin war ideal: Einen Tag vor dem Ö-Slam hatten so die SlammerInnen, so sie wollten, die Gelegenheit, ein letztes Mal ihre Texte zu testen! Interessant: Für die offene Liste meldeten sich dann aber eigentlich fast nur SlammerInnen, die beim Ö-Slam nicht dabei waren. Großartige SlammerInnen, wohlgemerkt. Nächstes Jahr müssen die unbedingt mit dabei sein!

Jedenfalls: Seither ist schon einige Zeit vergangen, am Wochenende des Ö-Slams haben wir dann doch keine Zeit gefunden, den Eintrag zu machen. Deshalb erfreuen wir uns einfach der Fotos. Danke, Michael Fellner, das Copyright liegt ganz bei dir!

Mit dabei waren Alex Burkhard, Alice Reichmann, Janea, Jahson The Scientist, Denis Plattner, Robin „Mriri“ Reithmayr, Simon Tomaz und Christopher Hütmannsberger.

Wir gratulieren dem Sieger Alex Burkhard! Der bekommt abgesehen vom tosenden Applaus natürlich auch ein Jahresabo für das DUM – Das Ultimative Magazin! Herzlichen Dank!


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textstrom poetry slam wien

Die Herbstmüdigkeit liebevoll aus dem Schlaf gekitzelt

Nachbericht vom wunderfeinen Textstrom am 22. Oktober 14

Andi Plammer – unser Opferlamm wäre gern Politiker. Sein Englisch wurde von den Popcharts geformt. He doesn’t come easy in the ring of fire. He will rock you, if you lead your head on.

Concerto Crystal schweigt uns unangenehm an. Schirch. Mit der Stille kannst mich jagen. CC ist ein Stereotypenquerschläger und rechnet mit jedem Klische mindestens einmal ab. S’GOTT Wird halt nix gred, deswegen red ma.

Simon Tomaz – 400 Gartenzwerge verschwunden ein österreichischer Politkrimi. Die Ermittlungen leiten Tom Turbo und sein treuer Gefährte Kommissar Rex. Trick „Böser Hund“ wird angewedet man vermutet Kidnapping. Tatort: Arlberg Motiv: Fragwürdig. Selbst Wolf Haas kann bei Herrn Tomaz noch was lernen.

Daniel – Lügen haben kurze Köpfe. Es gäbe kein Regen so empörte der König. Zwischen ä,ö,ü tanzt Daniel durchs Mittelalter entlockt lyrische Lacher und lässt den Mob lächeln. Die Ballade von der Dame singt ein humorvolles Lied über die versteckten Elstereigenschaften einer Zollbeamtin.

Chris, das zweite Mal auf unserer Bühne. Sie tischt uns Titel auf, der Ton macht’s doch. Doch macht uns der Titel zu einem besseren Menschen? Chris hinterfragt reimend die Gehobenen betitelten unsres Landes.

Jonas Scheiner – Es wird niemals so wie früher. Franzi will Tom wie früher. Früher war alles besser, trotz gebesserter Umstände hat uns die Zeit entfremdet. Doch Rot und Grün können nur miteinander. Jonas schießt Metaphern des Vergangen, des Gegenwärtigen und des Zukünftigen in verbalen Wortbomben nach uns und trifft.

Michaela aus Graz – „Zivilcourage Olé“ Otto Normalverbraucher ist echt ein netter Kerl. Seit ich denken kann wurde mir geholfen. Jeder hatte das Bedürfnis eine gute Tat an mir zu vollziehen. Gehbehinderung – mit skurrilen klugen Humor bestickt und auf den Punkt gebracht. Eine Geschichte die zum Lachen und Denken provoziert.

Martin Bachler ungt ins Mikro. „ABC vom schwarzen Loch“ Er rappt sich durch das Alphabet und bringt die Massen zum Erröten. Liebesspiel im rhythmischen Rausch des Reigens. Da stand nichts mehr still…

Bence Solymair – Eines Tages übernehmen die Idioten die Weltherrschaft. Eine famose Dystopie in der Literatur zur Mangelware wird. Suchst du Goethe, Schiller, Goethe? Wenn du beim Zitieren erwischt wirst du hast es nicht von mir.

Gigartisch – Liebesgeschichte in Zahlen. Dialektbeschwingte Reise durch die Lust gefolgt von einem gerappten Therapietext wo nichts stehen bleibt alles geht und deswegen!

Pascal Optional achtet auf Details bei der FastFoodKassa und fragt sich warum man Essen nicht abheben kann. Sparmenü für 9,20 – überall Soße! Wo ist der Schlankomat? Und gibt sich ein Humorhighfive.

Osama – die zweite Ode des Abends, diesmal an die Billakassiererin in der Taborstraße. „Ich bin eine Maschine, ich muss funktionieren.“ Die Schlange an der Kassa kann tödlich sein. PIDIM DISCH Ja, ich will ein Prozess. Neee heute schreib ich kein Gedicht.

Franz – Zettel es geht um den Zettel (und hier ist nicht Zettel aus dem Sommernachtstraum gemeint). Ich erzähl euch was am Zettel steht. Den Beipackzettel kriegst nimma mehr in die Verpackung rein. Antibiotikum ist gegen das Leben gerichtet, zieht Franz das Fazit.

Mriri – Viele kleine Liebesgedichte, denn er ist heute noch verabredet, zum Magicspielen und bringt Anstößiges für Schreibi. Frauenköpfe verstecken sich vor ihm und sein Genick bricht. Sein Kehlkopf geräuscht und seine Kehle ist seine Seele. Er lässt sich Grillenzirpend in den Kopf schießen.

Christopher Hüttmannsberger – Es wurden Grenzen gezogen von A nach B und zurück zum Anfang. Lässt Stimmen aus Wut entspringen und Grenzen sprengen. Menschen haben sich erhoben und den heißen Stein in den Regen getragen.

Im Finale beehrten uns Martin Bachler, Bence Solymair, Christopher Hüttmannsberger, Jonas Scheiner – ein grandioses Hoodquartett!

Martin Bachler eröffnet swingend und dreschend. Er will seine Brust aufreißen und rappt uns ins „Ich will“ seiner Phantasie. Ich zerfetz die Fetzen, Schmutz benetzen Schutzwesten. Seine Urschreie durchbrechen die Herbstmüdigkeit des Publikums.

Bence Solymair – Was wisst ihr schon über Umgang? Ein Ungar rechnet mit uns Österreichern ab. Ich sehe in Schönbrunn ein Schild „Bitte nicht aufs Gras treten“. Eure Kaiser haben uns unterdrückt und wir dürfen nicht auf euer Gras treten?

Christopher Hüttmannsberger – Wann ist ein Mann ein Mann? Und du sagst ich soll ein Mann sein? Doch ich weiß nicht was das heißt! Anführungsstriche echter Mann Anführungsstriche.

Jonas Scheiner – nimmt uns mit auf eine nicht so lustige Seefahrt. Ein Kinderlied mit bitteren politischen Beigeschmack und genau das räumt ihm in Rhiz auch das (Herbst)Gold des Abends ein.


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Nachtrag 2: Der Sturm auf den Turm Slam im Mai 2014

Der letzte Aufruf zum Wecken von schlafenden Hunden, zum Rocken vom geneigten Publikum, zum Stürmen von diversen Türmen! Schön war es wieder mit euch!
Mieze Medusa und Yasmin Hafedh haben zum Sturm auf den Turm Slam geladen und dem Ruf gefolgt sind – in Reihenfolge des Auftretens – Simon Tomaz, Jule Weber, Christine Teichmann, Jahson the Scientist, Clara Felis, Concerto Crystal, Robin ‚Mriri‘ Reithmayr und Elias Hirschl.

Im Finale dürfen wir dann nochmal Texte von Mriri, Elias Hirschl, Simon Tomaz und Concerto Crystal!

Sturm auf den Turm Slam Mai 2014 - Poetry Slam in Wien Das Jahres-Abo DUM – Das Ultimative Magazin und die Anthologie „Radfahren schön trinken“ (Markus Köhle & Vanessa Wieser HG, Milena Verlag) gehen an den Sieger Simon Tomaz! Gratulation!

Die wundervollen Fotos hat Sabine Pichler bereitgestellt! Und bei ihr liegt auch das Copyright!

Wir freuen uns auf euch bei den nächsten textstrom und Sturm auf den Turm Slams!
Freude, Mieze Medusa


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Klappe: Auf! Poetry: Slam!

Das Lokativ im 2. Bezirk ist slam affin und so war der Raum gefüllt mit Menschen, die für den 2. Klappe auf! Poetry Slam am 28.11. kamen. Dieses Mal mit dem Motto „a room of one’s own“. Virginia Woolfs Essay zum selbstbestimmten Raum um kreativ zu sein und seine Position als Frau zu reflektieren. Es kamen 7 Slammerinnen und ein Slammer, die einen tollen Abend formten, gemeinsam mit den vielen vielen Menschen, die den Worten lauschten. Der Rahmen für diesen Slam waren die 16 Tage gegen Gewalt an Frauen, vom 25.11.-10.12. Der Slam wurde von Klappe auf! organisiert, da viele frauenpolitische Organisationen Klappe auf! bilden, hatte sich jede Organisation kurz vorgestellt.

Als Opferlamm sprang die Moderation von der Bühne und wieder hinauf. Sie berichtet über den Wunsch einer Prinzessin Hofnarr zu werden und sich selbst das eigene Gewand auszuwählen. 10 Punkte.
Hannah war zum ersten Mal bei einem Poetry Slam und berichtete in ihrem Text von der Vielschicht Frau zu sein und kommt zu dem Schluss, dass es manchmal ganz schön anstrengend ist. 15 Punkte.
Simon formte die Rotkäppchen Geschichte auf Woolfs Essay, in dem die Wölfin den Raum im Wald zum Rückzug sucht. 9 Punkte.
Jedefrau erzählte von verschiedenen Altersstufen und Übergriffen mit dem Wissen, dass die jungen Burschen es doch besser wissen sollten. 11 Punkte.
Alice spielte mit Stimme und Sprache, um verschiedenen Perspektiven eines Hauses darzustellen. 14 Punkte.
Adinas Rahmenhandlung waren die Nachrichten. Dazwischen ging es um das Verhältnis einer Mutter und Tochter und die Schwierigkeit, sich nach 15 Jahren wiederzusehen, da die Mutter im Gefängnis war. 10 Punkte.
Lore brachte kleiner Stücke und Gedanken, die von Narben auf Seele und seelische Prügel handelte und der eigenen Befreiung nach 32 Jahren. 13 Punkte.
Lina spricht dich und dich und dich an und fordert mehr Respekt und Toleranz, da der Mensch viel mehr als nur ein Körper ist. 15 Punkte.
Helga ruft dazu auf, dass „a room of her own is not enough“ und die politische Partizipation für alle machbar sein sollte. 10 Punkte.
Besonders hervorzuheben ist die Stimmung im Lokativ und die wohlwollende Atmosphäre, samt den vielen beflügelnden Appläusen für die jeweiligen Poetinnen und Poet.

Das Finale:
Lore möchte auf die Gefühle hören oder nicht. 10 Punkte.
Alice erzählte von ihrer Zwangseinweisung. 14 Punkte.
Lina stellte ihre vielen verschiedenen Ich-Perspektiven vor. 15 Punkte. Und damit SIEGERIN des Klappe Auf Poetry Slam. Herzlichen Glückwunsch!
Hannah spielte mit dem Second und First Life. Analog vs Online. 10 Punkte.

Herzlichen Dank an alle teilnehmenden und interagierenden Personen! Es war ein Fest und ich freu mich auf das nächste Mal!
clara felis

Nachbericht samt Videos auf dieStandard. Danke für die Aufzeichnung und den Bericht.

Termin für den Dezember:
12.12. Slammer.Dichter.Weiter um 19 Uhr @ Alte Schmiede.
Diesmal moderiert Mieze Medusa und lädt Wolf Hogekamp und Markus Köhle ein, sich mit zeitgenössischen schon verstorbenen österreichischen Dichter_innen auseinander zu setzen.

Die Saison ist eröffnet!

textstrom01

Die Slamsommerpause winkt dem Ende entgegen.

Es ist an der Zeit wieder die Mikrofone zu verwenden und dem Publikum Möglichkeiten zum applaudieren zu geben. Gesagt getan! Gabs in der zuvorigen Woche noch den Radkult Poetry Slam, war es gestern im Rhiz soweit die neue Slamsaison einzuleiten. In diesem Jahr durfte dies Yasmin Hafedh und Clara Felis die Bühne eröffnen und die Poetinnen und Poeten wurden mit Jingles vom DJ DWD auf die Bühne gespielt.
Es gab 18 Anmeldungen, von denen 13 Poet_innen um das Spendensackerl sprachen/texteten/schrien/flüsterten…

Doch halt, zunächst eroberte Etta Streicher als featured Poet die Bühne. Ihr Text handelte vom Hotel Mama, vom einatmen, vom ausatmen, vom Paradies im noch schwangeren Bauch und vom Abnabeln. Punkte: 28,5.

Das Losglück zum ersten Starter der neuen Saison ging an Simon Tomaz. Er berichtete von baldigen Wahlen, allen voran Fayman! Und seinem tapferen Gehilfen Spindigonzales und dem Überltäter Stracherson, der die Bürgerunmut anstacheln wollte. Doch AustriaCity erwacht in ruhigem Glanz nach vollzogenen Heldentaten. Stichwort: Stahlbürste. Punkte: 26.
Zweiter auf der Bühne war Dapach, der seit einigen Monaten in Wien weilt und so seine Probleme hat, als Comedian ernst genommen zu werden, vor allem inmitten der Freundlichkeit in Wien. Stichwort: beautiful eyes. Punkte: 24.
Klaus Lederwasch erzählte kurz von den verschiedenen Hausarten verschiedener Tiere, um dann sein Drehbuch von Crabby der Winkerkrabbe vorzustellen. Die tragische Geschichte, wie Crabby seinen Vater beim Tanzen verliert und sich dann auf die Suche nach ihm macht. Stichwort: Daaaaad! Punkte: 29,5.
Der Postmaturatext von Lina Madita beschäftigt sich mit dem ich, dem du, dem wir, von dem Problem, wenn die Füsse am Boden verhaftet sind und der Kopf in den Wolken fliegt. Doch es gibt immer Entscheidungen zu treffen und Dinge zu tun. Stichwort: nichts. Punkte: 26.
Vom Erwachsenwerden handelt auch Adinas Text. Mit fünf spielt sie Superwoman, die vor ihrer Mutter aka Lex Luther fliehen will. Mit zehn erklärt der Vater ihr das Kapital. Und mit 25 kann sie immer noch mit einem Augen schielen und sich manch Mal daneben benehmen. Stichwort: schielen. Punkte: 28,5.
Ahna spricht vom verändern und der Schwierigkeit, dass Hoffnung gleich Beton ist. Auch die Politik verändert sich nicht. Es fehlt schlicht an Engagement. Stichwort: Tränengastränen. Punkte: 30.
Darauf folgte Simon Asch, der sich für die Altersführsorge interessiert und sich in Clotilde verliebt. Sie hat Demenz und er erklärt ihr immer wieder, dass er ihr Enkel ist. Mit seinem Arbeitslosengeld und ihrer Pension lässt es sich allerdings gut leben. Stichwort: Clotilde. Punkte: 26.
Die Runde vor der Pause beendete Chrisi mit ihren Gedanken zum Thema Schubladen und wie damit umgegangen wird und dass viele Menschen schön tanzen. Stichwort: Mond. Punkte 27.

In der Pause wurde mit Kleingeld geklimpert und DWD aka Concerto Crystal legte auf. Auf Grund der baldigen Wahl brachte Concerto Crystal einen Text als Zwischenfeature seine Gedanken zum Thema: wählen oder nicht wählen.
Alice wechselte nach der Pause den Zuschauerraum mit der Bühne und in ihrem Text allerlei andere Perspektiven. Sie tanzt sich nicht immer durchs Leben, sondern verschanzt sich auch manchmal dahinter. Stichwort: Tanzsaal. Punkte: 25.
Ein Einblick in das Nachleben brachte Lola, die von einer Begegnung mit Karl berichtete. Die verschwommenen Biergedanken machten das eine oder andere erträglicher. Stichwort: Schokoladenkrapfen. Punkte: 26,5.
Wie nach einer durchzechten Nacht erwacht Thomas Mayer halbseitig gelähmt und führt Überlegungen weiter fort, wie es so ist mit der Selbstzerstörung und dem Raubbau am Körper, durch diverse Lebensstile. Aber er lässt sich nicht so schnell runterkriegen. Sticherwort: Selbstzerstörung. Punkte: 23.
Mriri aka Robin warf mit vielen kleinen Gedankensprüngen um sich und war froh darüber, das Niveau zu senken. Er spielte mit der Sprache, mit dem um und mit den Wüstenrennmäusen. Stichwort: tot 8. Punkte: 30,5.
Die Vorrunde wurde mit Osama geschlossen. Er nahm sich das Thema Kuchen und Konsumzwang her, um darauf aufbauend die Köpfe der Menschen wieder selbstbestimmt werden zu lassen. Stichwort: Kuchenkonsum. Punkte: 32,5.

Etta Streicher gab in ihrem zweiten Text ein Kondom über das Mikrofon und überlegte sich allerlei rund um die Haut, das Organ Haut und die Hautreibung.
Das Finale wurde von Klaus Lederwasch, Ahna, Mriri und Osama bestritten. Per Jurywertung ergab sich folgende Reihung:textstrom02

Klaus Lederwasch ließ einen Quastenflossenfisch und einen Hai aufeinander treffen. Punkte: 34. 1. Platz!
Osama machte darauf aufmerksam, dass du anders bist und kreativ sein sollst, anstatt immer zu kopieren. Punkte: 33. 2. Platz! (höhere Streichwertung)
Ahna zog eine Bilanz ihrer Generation, der verlorenen Jugend. Punkte: 33. 3. Platz!
Mriri gab Miniaturen u.a. zu seinem Großvater, der Metzger war, und einen Mitmachtext, der mit der vielschicht von Wortbedeutungen spielte. Punkte: 31. 4. Platz!

Herzlichen Dank an alle, die da waren und allen, die nicht da waren, erzählen, dass sie da waren und hoffentlich die anderen nächstes Mal mitnehmen!

Im Oktober wird wieder geslammt und zwar:
Textstrom @rhiz am 23.10.2013
Moderation: Mieze Medusa
DJ: Mr. Wisdom
Anmeldung ab 19.30 Uhr.

Dazwischen:
Der Ö-Slam 2013: am 4./5.10.2013 in Salzburg!!!

Poetry Jam Session beim ParisVienneFestival am 10./11.10.2013 im Ost-Klub!!!
Zum Festival.
Informationen zur Poetry Jam Session.

Freude auf die Vorfreude des nächsten Zusammentreffens!
clara felis

Die zweiten werden die ersten sein … wer fährt nach Bielefeld?

Der Junitermin ist traditionell ein wenig schwierig: Das rhiz hat einen Gastgarten, da sitzt man bei 30 Grad im Dunkeln auch ganz gern. Aber es ging gestern um was, das Wetter hatte ein Einsehen und lies auf dem Weg vom BusBimSlamFinale ins rhiz einfach mal 20 Grad unter den Tisch fallen… Die SlammerInnen und das werte Publikum konnten also nicht genug von der Hitze des Gefechts bekommen und gingen immer nur mal kurz zum Rauchen nach draußen. Jetzt ist aber Saisonabschluss, das heißt es ist wieder Sommer, liebes Wetter, da steht etwas zwischen den Zeilen lesen Sie es nach!

textstrom Poetry Slam Wientextstrom Poetry Slam

Slamhunger am Saisonende
17 SlammerInnen haben sich angemeldet, eigentlich 18, denn ein Team war darunter. Für 4 Fixstarter ist es um etwas gegangen: Concerto Crystal, Clara Felis, Christopher Hütmannsberger und Yasmin Hafedh ritterten um einen der wenigen österreichischen Startplätze für Bielefeld, also für die deutschsprachigen Meisterschaften in Sachen Poetry Slam.
Lospech hat das Team „Die Goblins aus dem Moos“ bestehend aus Pascal Optional und Mrimri, die melden sich als Opferlamm. Außerdem Osama, Io und Wolf Morrison, die bekommen einen Fixplatz im September, wenn es wieder losgeht.

Schwani, Simon Tomaz, Marlene Prinz & Yasmin Hafedh

Und schon geht es los. Startnummer eins hat Schwani, der diese Saison so richtig slaminfiziert wurde. Er machte 2 Texte, Prosa und Lyrik, über Lärm und dessen Gegenteil, die Ruhe -> 26 Punkte.

Simon Tomaz, ebenfalls treuer Slammer in dieser Saison und sehr BusBimSlam-affin brachte auf Startnummer 2 gleich einen der Sager des Abends: der Mann mit dem schwierigen Oberlippenbart und seine Fähigkeit zum Verkaufsankurbeln im moderenen Konsumverhalten… -> 23 Punkte

Schwani, textstrom Poetry Slam WienSimon Tomaz, textstrom Poetry Slam Wien

Marlene Prinz und ihr Kampf gegen Kopfgrenzen und für meinen Block stößt auf viel Gegenliebe, die ersten 9er werden gezückt und Marlene marschiert souverän ins Finale durch. -> 32 Punkte

Yasmin Hafedh ist Wienerin, was sie so beweist: „Ich kann 3 Melange tragen und grantig schauen“… Ihr glaubt ihr aufs Wort und belohnt sie mit 35 Punkten, das Höchstvoting der Vorrunde und damit natürlich Finale.

Marlene Prinz, textstrom Poetry Slam WienYasmin Hafedh, textstrom Poetry Slam Wien

Juzee M, Schreibi, Adina & Concerto Crystal

Juzee M hat, so glaube ich, über den BusBimSlam zum Poetry Slam gefunden, jedenfalls erhält seine einleitende Zielgruppenabfrage „Wer von euch fährt täglich mit den Öffis?“ viel Zustimmung -> 24 Punkte

Christian Schreibi Schreibmüller will seine einleitenden Worte „Scheiße“ gleich zum Thema machen und gibt eine gereimte Assoziationskette zum Besten: Herrgott, Saurier, Hannibal, Haider -> 27,5 Punkte

Juzee M, textstrom Poetry SlamChristian Schreibi Schreibmüller, textstrom Poetry Slam

Adina, die sich den Beinahmen „Adrenalin“ im Juni bei fast täglichen BusBimSlam-Auftritten redlich verdient hat, bringt einen Text, der Jon, unseren wunderbaren Tontechniker, zu dem Kommentar: „Ah, es ist also doch Frühling“ verleitet hat: „Du, komm her! Pick dich an mich!“ -> 29 Punkte

Concerto Crystal sucht und findet Sympathisanten für sein Liebesgedicht an Wien: jede Menge Beton und Romantik im Gemeindebau und mei Oide -> 32,5 Punkte und ab ins Finale

Adina, textstrom Poetry Slam Wien Concerto Crystal

Thomas Mayer, Christopher Hütmannsberger, Jasmin & Andi Plammer

Thomas Mayer debütiert im rhiz. Er ärgert sich über Peter, der kommt gern zu spät und während er wartet, dichtet er, also Thomas, nicht der Peter, der erst später kommt, ein Hassgedicht auf ebendiesen, also den Peter -> 21 Punkte

Christopher Hütmannsberger bringt neue Texte mit ins rhiz: „es ist besser so …“ und „einfach nur machen, aber…“ -> 31 Punkte, das würde eigentlich um einen halben Punkt nicht fürs Finale reichen, aber ihr trefft bei unserer Nachfrage die richtige Entscheidung und wollt ein 6er-Finale. Das ist gut so, wir haben in der Vorrunde kein Foto gemacht 🙂

Jasmin hat unglaublich viel BusBimSlam-Erfahrung gesammelt und präsentiert ein Liebesgedicht auf die Slamily.. Außerdem befindet sie sich im Selbstkrieg, eines der richtig schönen Wörter des gestrigen Abends.

Thomas Mayr, textstrom Poetry Slam Wienjasmin, textstrom Poetry Slam Wien

Andi Plammer, unser aller &radieschen Sponsor kommt mit Rehbock und Rehnate, einem instant Classic der österreichischen Slamtextgeschichte. -> 33,5 Punkte, aber sowas von Finale und jetzt schon mal Danke fürs Büchertischbetreuen in der Pause

Andi PlammerPoetry Slam, Slam Poetry

Aber vor der Pause kommen noch 2: El Awadalla & Clara Felis

El Awadalla weiß unglaublich viele Worte über etwas, über das manche sich sehr schwer tun überhaupt zu sprechen: ein Stehhapperl machen, teifleiniteiflausseteifln, und und und -> 27 Punkte

Clara Felis spricht das Wort Amore dagegen überhaupt nicht aus und trotzdem summt es jeder im Kopf mit: dieses hihihihihihihiiii -> 31,5 Punkte und damit im Finale

El Awadalla, textstrom Poetry SlamEl Awadalla, textstrom Poetry Slam

Nach der Pause, in derBacchus und Aligator man unglaublich fein aufgelegt haben, einigen wir uns fast einstimmig auf ein 6er Finale. Auftrittsreihenfolge: die mit den meisten Punkte am Ende…

Christopher Hütmannsberger geht es ums „offen sein“ und um „blutverschmierte Kupfermünzen“. Er ist der „Rabe aus Linz“, was mich dazu bringt, mich auf den nächsten Slammer.Dichter.Weiter. Abend in der Alten Schmiede zu freuen, Eingeweihte wissen warum. Stichwort: 180 Grad im Kreis, 30,5 Punkte

Christopher Hütmannsberger, textstrom Poetry Slamtextstrom Poetry Slam Wien

Clara Felis lässt ihr Fahrrad sing-sing-singen und das Rad der Zeit rauschen, Stichwort: Freiheit, 31,5 Punkte

Marlene Prinz hat im Dunkeln manchmal keinen Spaß, weil alles schiach ist, eine Bierfahne hat oder sonst Probleme, Stichwort: Bierfahne, 32,5 Punkte

Clara Felis, textstrom Poetry Slam Wien Marlene Prinz

Concerto Crystal wettert gegen die Medien, den Herbert, wahrscheinlich auch gegen den Hausverstand und warum das alles? Bloß so und weil Männer es wert sind. Stichwort: Herr der Uhr, 34 Punkte

Andi Plammer schickt das Kind ohne Nachtisch aufs Klos. Ein Text mit Gänsehautstimmung und ohne einen einzigen Lacher, Stichwort: Gefahr vorüber, 33 Punkte

Concerto Crystal, textstrom Poetry SlamAndi Plammer, textstrom Poetry Slam Wien

Yasmin Hafedh weckt mit ihrem Schönheitsidealkritischen Text bei mir vor allem die Sehnsucht nach einem Schaumbad und einer Gurkenmaske, es war, after all, eine lange Saison und: das hat man als Poetin eben nicht: Die Kontrolle darüber, was bei wem ankommt. Kontrolle darüber, ob der eigene Text ankommt, hat man dagegen schon, wenn man was kann und sich Mühe gibt. Stichwort: superduper, 37 Punkte und die niedrigste Streichwertung war die 9! Und wer jetzt meint, das geht sich rechnerisch nicht aus: Es gab doch den Extrapunkt von euch, nicht nur für Yasmin… Euren Applaus für alle Slammerinnen und Slammer des Abends gab es obendrauf.

Yasmin Hafedh, textstrom Poetry Slam Wien textstrom Poetry Slam Wien

Und jetzt also Bielefeld: Das größte Slamfestival der Welt, der Szenetreff, das Ticket dafür, also der Jackpot für jedeN SlammerIn! Das hat Yasmin Hafedh sich redlich verdient, nur hat sie halt leider keine Zeit! Damit schenkt sie ihren Startplatz weiter an den Zweitplatzierten: Concerto Crystal fährt nach Bielefeld! Drücken wir ihm die Daumen und wünschen wir ihm viel Spaß!

Was bleibt mir noch zu sagen:
Pazit Sarit Schraga lädt wieder zum hochkarätigen Slam ins Wiener Lustspielhaus:
Am 27. Juli treffen Markus Köhle, Torsten Sträter, Mieze Medusa, Klaus Lederwasch, Laurin Buser, Moritz Kienemann, Theresa Hahl und Dalibor Markovic aufeinander. Willi Landl wird ein paar Songs beisteuern und es wird ein Abend mit Gänsehaut und viel Liebe werden! Infos und Tickets gibt es hier!

Genießt die Sommerpause und googelt, wann der Pankahyttn Slam stattfindet!!!

Danke euch, für eine schöne Saison sagen Mama und Papa Slam,
Markus Köhle & yours truely Mieze Medusa