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textstrom beim Kultursommer Wien 2020

#wiendrehtauf – textstrom Poetry Slam #1 & #2 im Rahmen des Kultursommer Wien

An zwei Abenden tritt textstrom Poetry Slam im Rahmen vom Kultursommer Wien auf.
Am Eröffnungsabend auf der großen Bühne in Oberlaa und ein zweites Mal vor der spektakulären Kulisse des Riesenrads.
Soviel Wienliebe!
Ein riesengroßes Dankeschön an das Team vom Kultursommerwien, wir fühlen uns gesehen und unterstützt und haben das Programm als Publikum und als Auftretende extrem genossen!

Mit dabei waren am 9.7.2020 auf der Hauptbühne in Oberlaa: Elif Duygu, Anna Hader, Henrik Szanto, Janea Hansen, Sarah Anna Fernbach und Andreas Plammer und die Moderatorin Mieze Medusa.

Markus Köhle hat auf seinem Blog einen sehr herzlichen und persönlichen Nachbericht geschrieben. Schaut euch das an!

Das zweite textstrom Special fand am 24.7.2020 auf der Kaiserwiese im Prater statt.
Das Wetter war besch*ssen, ihr ward toll und da und überhaupt: Danke für eure Texte an: Simon Tomaz, Lena Johanna Hödl, Barbara Lehner, Mike Hornyik und Fanny Famos!
Wieder hat Mieze Medusa moderiert, wieder hat Markus Köhle ein paar Fotos gemacht und erzählt, was ihm gefallen hat! -> Nachbericht!

Danke von Seiten der textstrom Slamily an den Kultursommer Wien. Es war uns Ehre und Freude und überhaupt! #wienliebe #kultursommerwien

Mein erster Slam, 22.02.2020

Im Februar hieß es wieder: Mein erster Slam in der Brunnenpassage! Eine Kooperation von Fomp und textstrom. Menschen, die bisher auf maximal drei Auftritten bei einem Slam zurückblicken konnten, waren gefragt und konnten sich vorab für diesen Abend anmelden.
Moderation: Tereza Hossa und Clara Felis.

Eröffnet wurde der Slam von unserem Feature Simon Tomaz. Er präsentiert uns eine Folge Romance TV in fünf Minuten, bzw. den Film, den es seit den 60er Jahren ununterbrochen in unterschiedlichen Besetzungen spielt. 10 Punkte.

Kriegerin im Wald eröffnet den Wettberwerb um die Gunst des Publikums. Sie ist eine von den Dichterinnen, die durch die Lande zieht und Achtsamkeit unter die Menschen bringen möchte, denn die Liebe verfliegt viel zu schnell und die Erde dreht sich trotz allem weiter.
Stichwort: Trauer Liebe Wut, 11 Punkte.

Christoph Sinorak hält ein Loblied auf die Kaffeemaschine Melita Optima Timer und erzählt davon, wie sich der Morgen dadurch zu einem unvergesslichen Ereignis gestalten lässt.
Stichwort: Göttertunk, 9 Punkte.

Annalena Schuh reimt sich quer durch die Sprachen und die Bedeutung von Karotte und ihrer Vielfalt.
Stichwort: dänisches Wurzelgemüse, 11 Punkte.

Vroni Engl erzählt von Hannelore, ihrer ständigen Lebensbegleitung, die sich in viele verschiedene Formen je nach Situation wandeln kann. Gleich einem Irrwicht, das jede Form der eigenen Ängste annehmen kann.
Stichwort: Mut, 11,5 Punkte.

Irene Kainz liest einen Text von 2004 vor. Eine aufkeimende Liebe und der Verlauf dieser Geschichte mit Schuld und Unvollkommenkeit und die Frage, wie gewachsen wird, allein und gemeinsam.
Stichwort: Fick, 11,5 Punkte.

Sophie Jakob fragt sich, was Moral bedeutet und wo Leben und Lügen beginnt und wie sich diese verändert und/oder verändern kann, je nach Perspektive und Verständnis.
Stichwort: Polyamor, 12 Punkte.

Jürgen Brandl studiert Informatik und Jus. Er hat ein Paper zum Thema Kannibalismus vorbereitet und serviert die Vor- und Nachteile der Studierenden je nach Fachgebiet. Tinder stellt er als Lieferdienst seiner Leibspeise dar.
Stichwort: Snacks, 13,5 Punkte.

Jakob Schneider macht aus zwei Gedichten ein Gedicht und sucht die Balance zwischen Totengräber und Gemeinschaft.
Stichwort: schwarzbewarzt, 12 Punkte.

Maria Steiger sucht nach Freunden fürs Leben und stellt sich die Frage, was Freunde sind und was sie bedeuten, ob sie bleiben oder doch andere Wege gehen.
Stichwort: Freunde fürs Leben, 13 Punkte.

Florian Kathan ist ein Optimist und sieht in allem nur das Gute und findet, dass es um die Welt doch besser stünde, wenn alle die Dinge mit einem positiveren Aspekt sehen würden.
Stichwort: ein super Tag, 11,5 Punkte.

Mario ist aus einem Gefängnis nach 20 Jahren ausgebrochen und beschreibt den Weg aus dem Brain Fuck zurück in die Normalität.
Stichwort: Satan, 12,5 Punkte.

FINALE:

Simon Tomaz hat einen Liebestext dabei und erzählt von Salz und Pfeffer und den verschiedenen anderen Geschmäckern und Formen des Gewürzregals.
Stichwort: Safer Sex.

Per Applaus wurden folgende Plätze gehört:

Mario möchte einfach wieder leben, wo findet sich das neue Ich, der neue Weg?
Stichwort: Pippi Langstrumpf → 3. Platz

Sophie Jakob ließ am Ende doch los, damit es jetzt gut werden ist.
Stichwort: Gift → 3. Platz

Maria Steiger begleicht eine offene Rechnung und findet zu sich.
Stichwort: zu gut →1. Platz

Jürgen Brandl sucht nicht länger nach dem Glück, denn es sitzt im Publikum.
Stichwort: lucky void parasite → 2. Platz

Gratulation an alle teilnehmenden Personen! Kommt wieder!!!

Vielen lieben Dank an alle, die teilgenommen, applaudiert und den Abend gemeinsam gestaltet haben.
Herzlichen Dank auch an das Team der Brunnenpassage.
Wir kommen bald wieder.
Danke, Clara Felis, für den feinen Nachbericht!

Mehr Fotos von Florian Lichtenberger / Fomp gibt es auf der Fompschen Fb-Page!

Fabian Navarro

textstrom in Weihnachtsmood – 7.12.2019

Anfang Dezember treffen wir uns nochmal, bevor es mit dem Streß losgeht: Geschenke kaufen, Keckserl essen, das Tageslicht macht den im Wiener Kollektivvertrag vereinbarten Winterurlaub.
Danke an alle, die trotz X-Mas-Madness gekommen sind, besonders an Yasmin Hafedh, Clara Felis und die Featured Poetin Ann Air!

Den Nachbericht haben wir vor lauter Angst vorm Krampus dem Goldfisch zu fressen gegeben, aber die Fotos und die Stichwörter schaffen es ins Archiv!

ann air: Verführung. Schwester. 15

1. Xaver: blauer engel. 11
2. Simon Tomaz: oink obelix. 12
3. Theresa K: aufbrezeln. 12
4. Soheil: paris. 13
5. Fabian Navarro: whine. 15
6. Henrik Szanto: scheitern. 13
7. Markus Köhle: unwort. 13
8. Theresa: start up. 12

finale:

Ann Air: leila

Soheil: augen
Fabian Navarro: adoleszenz / rheumakissen -> gewinner!
Henrik Szanto: unterfranken
Markus Köhle: schneefräse

Es ist wirklich Winter, wenn Fabian Navarro mit dem Stichwort Rheumakissen ölig verdient sich den Sieg holt!

Danke euch allen!

Dezember 2019 - textstrom Poetry Slam

Hui, Herbst ist hot! – textstrom Poetry Slam im Oktober 2019

Wow! Stimmt schon, im Herbst geht es traditionell rum. Dennoch habt ihr unsere Erwartungen übertroffen. Obwohl wir die offene Liste von 10 auf 12 TeilnehmerInnen erweitert haben, mussten wir einige SlammerInnen ohne Auftritt heimschicken. Wie uns das immer weh tut! Wir freuen uns sehr, wenn ihr wiederkommt!

Die Moderation haben Mieze Medusa und Yasmin Hafedh übernommen.
Featured Poet Sergio Garau wärmt den Raum wunderbar auf und beweist, dass wir für ein gemeinsames Spracherlebnis keine von allen geteilte Sprache brauchen. Mut, Sprachwitz, Sound, eine mitreissende Performance und offene Ohren reichen aus.

Sergio Garau bei Textstrom Poetry Slam - Oktober 2019

Los geht’s!
Elias Hirschl und Simon Tomaz haben ein fantastisches Slam-Team. Der Name Somali Holztisch Seminar ist klug gewählt, weil er die Buchstaben von ihren eigenen Namen mixt. „Sie haben einen Slam mitgebracht und der geht über“, ist die Anmoderation. Klug in der Metaebene, lustig im Hier und Jetzt.
36 Punkte.

Somali Holztisch Seminar bei texstrom Oktober 2019

Starnummer 2: Christine tritt zum ersten Mal bei textstrom Poetry Slam auf. Sie hat ordentlich Power und erzählt von Nacht, Wut und Vielleichts.
Wer hat schon Fehler? Alle!
Du wirst wieder lachen, weinen und schreien.
Christine! Wir wollen dich wieder bei textstrom sehen.

Christine bei texstrom Oktober 2019

Startplatz 3: Nanaa ist ebenfalls zum ersten Mal bei textstrom auf der Bühne. Sie performt auf Englisch und erzählt vom Herbst: autumn, deep crimson dark green, bare, stand and stare, struck by the beauty of death.
Nanaa - texstrom Oktober 2019

Als 4. startet Leonie erzählt von einsamer Bettdecke, Nacht und Früchtetee, Paul vermisst seine Kinder… die Geschichte einer Trennung.
Leonie, erzähl uns mehr und komm gerne wieder.

Übrigens: Schauen wir beschäftigt aus im Hintergrund? Yasmin schreibt keineswegs ein SMS, sie stoppt die Auftrittszeit, Mieze Medusa macht keineswegs Notizen für den nächsten Roman, nein, sie macht Notizen für diesen kurzen Bericht!

Leonie - texstrom Oktober 2019

Die 5. auf der textstrom Bühne ist Shafia. Laut Eigenaussage hat sie den Text in der Straßenbahn geschrieben, that’s the spirit! Er handelt von Lukas, kein Datenschutz für Lukas, „weil der Name schmilzt so auf der Zunge, wie Käse in einem Raclettepfännchen“, aber vielleicht ist Lukas ja gerade deshalb erfunden, oder wenigstens der Name, oder …
37 Punkte und ab ins Finale!

Shafia - texstrom Oktober 2019

Nefeli hat die Startnummer 6. Auch sie erzählt von der Liebe, von südamerikanischen Kochkünsten, von Angst und Aufregung und dann singt sie noch, zitatweise natürlich, ein paar Zeilen Billie Eilish!
Juhui! Wir freuen uns auf deinen nächsten Auftritt!

Nefeli  bei texstrom Oktober 2019

Katharina mag Massenkonsum überhaupt nicht. Warum? Weil uns Massenkonsum anspricht, anschreit, anlockt, den wir anhimmeln und dann gleich wieder wegwerfen.
Schön! Gut performter Text mit Message! Gerne mehr!

Katharina - texstrom Oktober 2019

Startnummer 8: Laura ein Text über Vor-Teile: Das Teil vor dir und das davor, wer war davor? das Ur-Teilchen!
Das Publikum zerfällt in Einzel-ur-Teilchen, wie es die ehrenwerte Tradition bei Poetry Slams ist, und es reicht nicht ganz fürs Finale, aber wir freuen uns über einen weiteren Auftritt von Laura!

Laura - texstrom Oktober 2019

Startnummer 9 ist aus Kärnten angereist und tritt unter dem Pseudonym auf: „Monsieur F“ vergleicht etwas mit einem Hummelflug. Was? Das ist verloren gegangen im Notizbuch, vielleicht das Spazierengehen, vielleicht the falling in love, jedenfalls es geht in seinem Text darum, den Mut zusammenzunehmen und er geht im Handstand auf jemanden zu.

Monsieur F - texstrom Oktober 2019

Esma bekommt Postkarten von rotzenden Männern. Menstruation und männlicher Rotz, wer hat Gefühle? Irgendwer hat Gefühle und zwar nicht nur kurz, sondern solang, bis das Bett nach Nagellackentfernder riecht. Hach, kann sein, die Stichwortzusammenfassung verfälscht hier den Inhalt ein bisschen, aber: was für Stichworte und was für ein schhöner Auftritt! Danke, Esma, bis bald auf der Bühne!

Esma  - texstrom Oktober 2019

Teil der Kärntner und neuerdings auch der Wiener Slamszene ist Tara Meister. Ach wie schön ist Pananma, so stehts im Reiseplan des Textes, überhaupt: Orte mit P. Und auch Kardinalschnitten spielen eine wichtige Rolle!

Tara Meister - texstrom Oktober 2019

Den letzten Startplatz bekommt das Team FULS – Fathers You’d Like to Snow with. Markus Köhle und Peter Clar checken ab, ob der Text, den sie für den Ö-Slam 2019 geschrieben haben, etwas taugt. Die gute Nachricht: Es taugt euch. 2 Kugelbäuche und kleiner Kopf und Karottennase = Schneemänner = alte weiße Männer und die finden sich nach einer Pause im Finale wieder!

FULS - texstrom Oktober 2019

PAUSE

Nach der Pause gibt es einen zweiten Auftritt von Sergio Garau.

Somali Holztisch Seminar stellen fest: Poetry Slam ist Hochkultur und dann faken sie auf der Bühne ein Ö1 Interview. Einer kommt von der Straße, der andere aus der lebenswertesten Stadt der Welt.

Tara Meister startet mit anderer Energie und einem Text über eine Frau namens Rose.

Team FULS sprechen institutionell und solidarisch und stellen fest: Arbeit ist auch nur ein Anagramm von Bratei.

Shafia lobt in der Einleitung das Publikum (macht also alles richtig). Ich notiere mir: „vollkommen ganz ohne Schokolade“. Jedenfalls: Supercool!

Den Abend für sich entscheiden können die Schneemänner. Markus Köhle und Peter Clar als Team FULS haben eure Herzen erobert und den textstrom Poetry Slam im Oktober in der Brunnenpassage gewonnen!

Gratulation!

texstrom Poetry Slam / Brunnenpassage Wien / Oktober 2019

texstrom Poetry Slam / Brunnenpassage Wien / Oktober 2019

Wir sind Teenager – Saisonstart der 16. textstrom Saison

Textstrom Poetry Slam in der Wiener Brunnenpassage am 12. September 2019

Die Textstrom-Saison startet gemütlich. Entspannt treffen die Teilnehmer*innen ein, entspannt auch das Publikum. Kein Stress. Wir haben noch einen dichten Herbst vor uns und Textstrom geht in Saison Nummer 16, ist also ein richtiger Teenager. Sehr schön.

Lea featured and is just perfect, she hits like a big brother and gives us all butterflys – you should meet her!

Gerald ist zum ersten Mal dabei und grabt tief in seiner Textmappe, um ein Liebesgedicht eines 14jährigen vorzutragen und dann noch ein Spontan-Manifest, das ist doch ein süßer Kussmund-Start in den Bewerb! Es folgt: Goscherl. Goscherl auf Reisen nimmt Gerüche mit, es macht puff-zisch, und sie kommt nicht mit Selbstfindungsdurchfall zurück. Bierpunkt spricht sich für Ablenken durch Querdenken aus, es geht um Alltagsheldinnen und Mutter-Kind-Troubles. Simon Tomaz zieht eine Parallele von Game of Thrones zur Österreichischen Innenpolitik, lässt diverse Opfer zu Wort kommen und die Pferde bewaffnen. Memo wettert gegen ein System, das auffrisst und diskriminiert. Sie ist für Alltagsausbruch und weiß, Veränderung braucht Mut! Sunny hat auch Mut und gibt die Dating-Queen, sie springt über ihren Schatten und lädt den Nachbarn zum Essen ein, dass ein Risotto dafür nicht die beste Wahl ist, merken wir uns. Jedenfalls hat es nicht nur geknistert, sondern ganz schön gelodert und die Flammen sprangen aufs Publikum über. Gut das dann Pause war, zum Löschen.

Lea berichtet vorab von einem nicht ganz leichten Schwedenplatztreffen.
Das Finale beginnt mit Esoterik-Sarkasmus und HipHop-Yoga von Goscherl: „Du bist das Universum, Oida!“ Und gehst für uns durch die Hippie-Hölle. Sunny hält dem eine To-Do-Liste gegen das Verzetteln entgegen und bewahrt dabei Übersicht. Simon Tomaz salzt und pfeffert seinen Geburtstag, kümmelt sich um Sex und redet auch darüber. Memo wiederum schließt mit den Top 7 der Kopftuch-Fragen und ist der Meinung: Ohren sind überbewertet. Genaue Platzierungen sind auch überbewertet.

Goscherl gewinnt, den zweiten Platz teilen sich: Sunny, Simon Tomaz und Memo und MC Markus Köhle beschenkt alle mit Schokolade, Bier und Büchern. Ein schöner Start.

Der nächste textstrom Termin ist in Kürze:
Am Samstag, den 12.10.2019, gibt’s die nächste Gelegenheit für eure Auftritte.

textstrom Poetry Slam
Samstag, 12.10.29, Brunnenpassage Wien (Yppenplatz)
Anmeldung ab 19:30, Beginn ca. 20:00!
Eintritt: Pay as you can!

Moderation: Mieze Medusa & Yasmin Hafedh
Featured Poet: Sergio Garau

Hier gehts zum nächsten textstrom Poetry Slam Wien

Viele Textpremieren und ein Doppelsieg! textstrom im April 2019

Am 27. April 2019 treffen wir uns also wieder in der Brunnenpassage. Manche von uns sind ein bisschen müde, schließlich kommen wir gerade von einer wunderbaren Woche in Tirol! „Orchester meets Poetry Slam“ war so fabelhaft, Markus Köhle hat alles gegeben und einen Rekord aufgestellt: Er hat 4 Slams in 30 Stunden moderiert: Wiederlesen Slam in IMST, den Vormittags- und Abendtermin von Orchester meets Poetry Slam und danach im Foyer des Haus der Musik in Innsbruck einen wunderbaren Slam mit offener Liste, bei dem sich die lokale Szene den staunenden Konzertbesucher*innen vorgestellt hat.
Kein Wunder also: Markus ist müde und bleibt daheim. Mieze Medusa moderiert solo, wird aber unterstützt von der ausgesprochen motivierten Ines Strohmaier, die aus Vorarlberg zu uns angereist ist und beim Slam mitmacht.
Featured Poet ist Mfilinge Nyalusi. Er war in der letzten Zeit oft bei uns. Diesmal eben außerhalb des Wettbewerbs. Er trägt mehrere Gedichte vor: „Do not affirm, Take your time … to overstand“
Seine Texte gibt es übrigens auch als Buch, schaut bei seinem Profil vorbei!
Ines Strohmaier ist Schluss gemacht worden. Am Valentinstag. Per WhatsApp, … Wie soll ich sagen: Der entstandene Text wird es wertgewesen sein.
Elif Duygu mit einer Textpremiere! Sie liefert uns eine Packungsbeilage zum Verliebtsein. Verliebtsein wurde Ihnen persönlich verschrieben, lieben Sie sich selbst! Was ist das mit dieser Liebe eigentlich? „irgendwie süß, irgendwie Suizidgedanken“!
Henrik Szanto erklärt seiner Oma am Telefon wie man Anhänge per Email verschickt. Er denkt über Namen nach und befürchtet die baldige Existenz von „Oma Pepsi Cola“. Textpremiere -> solider Einzug ins Finale!
Caro bringt ebenfalls einen ganz neuen Text mit: sie denkt über Notre Dame nach und über alles andere auch. „Es geht um mehr als eine Kirche“. Textpremiere!
Phantasönlich tritt mit einem sehr traurigen Verlassungstext an (ich weiß nicht mehr, ob die Wortschöpfung „Verlassungstext“ von ihm oder von mir ist, ich denk von Phantasönlich, jedenfalls ein wunderbares Wort.) Sein verspäteter 10 Jahresbericht enthält den sehr schönen Satz: „aufs Versmaß wird geschissen“.
Simon Tomaz nennt das Publikum alt. Texttitel: „Kinder sind die besseren Erwachsenen.“ Das Publikum fühlt sich alt und rächt sich, indem es Simon nicht ins Finale voted;-)
Ben tritt zum ersten Mal bei einem Slam auf. Ich notiere mir: „der Inhalt geht flöten, wegen der Sinnlichkeit von Wörtern.“ -> Finale!
Raffael fährt gern Taxi wegen den Geschichten der Taxler. Betrunkene Fahrgäste, im Taxi übende Opernsänger, Kolleraturen bis die Windschutzscheibe knackst … -> Finale!

FINALE FINALE FINALE
Raffael startet das Finale. Stichwort: hotlove! er erzählt von den Angeboten auf einer Dating App!
Bens Gedicht ist, laut Eigenaussage, nicht amüsant und nicht wahr. Stichwörter: allein, verschwitzt, verheult, einsam im Leid…
Ines Strohmaier ist von Startplatz 1 souverän ins Finale eingezogen. Ihr Text erzählt von einem St. Martinsumzug mit den kleinen Brüdern. „früher war alles besser“
Sie beantwortete die Frage danach, was sie mal werden will, mit: „5!“
Henrik Szanto hat mal eine Dino-Bettwäsche bei einem Slam gewonnen. Im Text geht es dann aber um was anderes. Uns bleibt der schöne Satz: „der Versuch besiegt den Stillstand jeden fucking Tag!“

Wie üblich klatschen wir im Finale aus, wer gewinnt und einigen uns Doppelsieg: Gratulation an Ines Strohmaier und Henrik Szanto!

Vor lauter Alleinmoderieren hab ich tatsächlich vergessen, ein Gruppenfoto zu machen. Hui, liebe Slamily, ihr habt gut ausgesehen, aber unser Publikum hat Fantasie und kann sich das gut vorstellen!

Nächster textstrom Termin ist Samstag, 11. Mai 2019!
Wir freuen uns auf euch!
Mieze Medusa

15 Jahre und kein bisschen heiser! — textstrom Poetry Slam am 30.3.2019

Juhui! Wir haben es ja nicht so an die große Glocke gehängt, aber wir sind jetzt 15 Jahre alt!
Markus Köhle ist tourmüde, aber das merkt man ihm kaum an. Mieze Medusa ist erholt und gut gelaunt, aber das merkt man ihr kaum an. Wir wollen damit sagen: Wir sind in Form, wir haben Lust, wir sind richtig froh, dass ihr da seid!

Johannes Fleur ist in der Stadt. Das nützen wir und wir laden ihn als Featured Poet. Er macht ein, zwei Kürzesttexte als Intro, dann legt er los. Wir freuen uns und machen auch zur Aufgabe: Tippt seinen Namen in die Suchmaschine eures Vertrauens, schaut Videos, kauft sein „Buch“ (Lektora Verlag).

Tereza Hossa macht sich Gedanken über den Perfect Day, Hölle Hölle Hölle, Distanzen, die man mit der U-Bahn überbrücken kann, das Publikum liefert einen ganzen Satz als Stichwort, wir verkürzen auf „Scheibenerde“… Viele Punkte, aber fürs Finale zu wenig.

Mike Hornyik denkt nach über das Künstlersein, er stellt die Frage nach der Geringfügigkeitsgrenze von Beliebtheitswettbewerben und was da alles über uns sagt…. Dem Publikum taugts, der Jury schließt sich dem nicht so an, uns hat’s gefallen!

Henrik Szanto hat einen neuen Slamtext, mit ganz schon viel Wut zwischen den Zeilen und Buchstaben und in der Bauchgegend. Seinen RAnt gegen behauptete „Unnatürlichkeit“ hat er auf „gepresstes Baumfilet“ geschrieben, das ist auch das Stichwort. Kollektive Begeisterung und ab ins Finale!

Ria macht eine mehrsprachige Einleitung, im Text findet sich ein „mühlviertlerisches“ Wort, das Mühlviertel ist eine schöne Gegend, findet die Moderatorin, die ja selbst aus dem Mühlviertel kommt, der Text dreht sich um dieses LOVE, von dem so viele reden… „Die anderen, die sind das Problem“…

Tomas war jetzt schon ein paarmal dabei, wieder slamt er auf Englisch, er macht sich Gedanken zum Format Poetry Slam und liefert eine semi ernste Poetry Slam Analysis… euch hat es gefallen und wir freuen uns, wenn Tomas wiederkommt!

Mohamad steht ebenfalls nicht zum ersten Mal auf der textstrom-Bühne. Souverän liest er mehrere kurze Gedichte vom Handy ab. „Neue Liebe, neues Gedicht, Neues Land, neue Sicht“ und „Die Revolution ist Liebe“ … Entspannter Einzug ins Finale!

Stephan nützt seine 5 Minuten ebenfalls für mehrere kurze Gedichte: // Edit: Im Kommentar unten zeigt er sich mit der Zusammenfassung von uns nicht zufrieden. Wir danken für die Richtigstellung und laden euch ein seine eigene Interpretation im Kommentarfeld zu lesen. Nichts für ungut 🙂 //

Balqiz hat uns schon mal bei textstrom mit ihrem Text bezaubert. Dieses Mal erzählt sie uns von Animes, Japan, Synapsen und lächelnden, lügenden Menschen und langweiligen Normmenschen, zu denen wir werden, wenn wir nichf aufpassen! Viel Applaus und viel Liebe von der Jury.

Simon Tomaz erklärt uns die politischen Kategorien zur Zeit: „Blöd oder böse“… die Tagespolitik als Gulasch: Allerhand Arges wird gesagt, der Kanzler „widerspricht“ mit seinem Schweigen und löffelt brav: 1 Löffel für Russia Today, ein super Gulasch war das heut wieder

Kaddles reist aus Linz an und trägt ein berührendes Gedicht über ihre Oma vor. Deutsch, Englisch, Französisch, was hilft gegen das Abschiednehmen? Ich erinnere mich … Einzug ins Finale mit der Höchstpunkten!

Mfilinge performt charismatisch zum Thema Colours. Rainbows. Das Publikum wird ganz still beim Zuhören und schnippst innerlich mit den Fingern.

AchSoJaWurst: Das Team aus Tirol! Wir teilen alles, das Gewissen macht sich davon, Immerzu Rollenbilder, ein Pärchentext, bei dem sie dann sagt: Ich will auch mal Fussballschauen, ich will auch mal einen Orgasmus. Ums Bügeln geht’s auch 🙂

textstrom Poetry Slam März 2019

FINALE/FINALE/FINALE

Weil ja zwölf Poet_innen starten konnten, ist das Finale kurz. Drei Poet_innen haben sich klar an die Spitze gesetzt.

Henrik Szanto hat noch einen zweiten Slamtext. Was bleibt? Eine Familiengeschichte, Flucht, Identität, heimisch werden, wo kommen wir her, was bleibt?

Mohamad: wieder mit mehreren Gedichten, eins davon hat er schnell in der Pause geschrieben. Ein Gedicht auf arabisch. Ich atme dich gerne. Jesus fragte mich … ein politischer Text, der fragt, wie das heute so wären, wenn Jesus um Herberge fragte.

Kaddles erzählt von ihren Reisen und einer Begegnung. Sexarbeit, Beschneidung, Unrecht, … ein gutes Ende ist nicht in Sicht, aber das Erinnern und Geschichten erzählen… kann das helfen?

Danach alle auf die Bühne! Tosender Applaus, große Freude bei allen, wir lassen die Applauswertung im Finale ein paar Mal hin und her gehen, dann ist klar: Gewonnen hat den textstrom im März 2019 der wunderbare Henrik Szanto!
Er hat übrigens gerade einen weiteren Preis bekommen, er hat nämlich ein Buch und das hat einen sehr raffinierten Titel: Es hat 18 Buchstaben und 9 davon sind Ypsilons. (Lektora Verlag).
So wir ihr applaudiert habt, geht ihr euch das jetzt alle kaufen!

Wir freuen uns auf euch beim nächsten Textstrom Poetry Slam! Der ist im April! Und zwar am 27. April, natürlich in der Brunnenpassage!

Genau so! – textstrom am 13.10.2018

Wow. Genauso stellen wir uns Poetry Slam vor. Vielfältig, mehrsprachig und gut gelaunt. Gestern freuten sich Markus Köhle und Mieze Medusa über alles: Als wir ankamen war bei der Brunnenpassage alles schon vorbereitet, die Bühne schaute schön aus und drie motivierte Menschen mit Slamtexten haben schon auf uns gewartet: Elif Duygu, unsere Featured Poet heute abend, Simon Tomaz, gern gesehener Gast bei textstrom Poetry Slam und Topoke, den wir schon ewig aus der HipHop-Szene kennen. 6 weitere Slammer und Slammerinnen melden sich noch an, das Publikum kommt zahlreich… Los geht’s!

Nach dem üblichen Prozedere (Jury finden, Mehrsprachigkeitspunkt erklären, Respect the poets, innere Funkyness beim Fingerschnippen bei Gänsehautmomenten channeln) geht es los mit Elif Duygu. Sie erzählt von einem Liebestrank, von Harry Potter und Herzgasse, von Erdbeermarmelade, Sex und Geld, Bushaltestellen und Kaffee. „Wie riecht Liebe für dich?“

Das Losglück hat entschieden, dass sich die Slam-Newbies auf den frühen Startplätzen tummeln. Das Publikum ist aber ohnehin gut aufgewärmt und liebevoll, deshalb passt das!
Nora hat sich spontan entschieden, lieber mitzumachen als Jury zu sein. Gut! Ihr Text erzählt vom Zuhause, wo alles zusammenfällt, von Auslandssemester und Home Sweet Home. Das Publikum mag’s, die Jury vergibt 31 Punkte.
Gulli heißt in echt anders. Sein Text handelt von unterschiedlichen Varianten der -samkeit: Von Grausamkeit und Achtsamkeit. Als er eindrücklich vom finnischen Weihnachtsfeierschweigen erzählt, fährt vor der Tür ein Kehrwagen mit ordentlich Krach vorbei. Auch das ist Slam! 34 Punkte.
Mirvat kennen wir vom „Wir schreiben uns ein“ Projekt. Sie erzählt von der Flucht ihrer Familie aus Syrien, von Schmerzvermeidungsmethode, dem Versuch die schönen Dinge zu sehen, von der Bootsfahrt bei Nacht und davon, dass es gelingen kann, sich von der Angst mit der Frage abzulenken, ob jetzt ein salziger oder ein süßer Snack helfen könnte. Eindrucksvoll und super vorgetragen. Es gibt 39 Punkte und Standing Ovations.
Lena kennen wir vom Poetry Slam in Melk und auch vom September-textstrom. Neuer Text, der mit aus der Mathematik entlehnten Sprachbildern von Freundschaft, Ehrlichkeit und Essstörungen erzählt. „Du sagst, wie gut es dir nicht geht.“ „Ich bin Sorgenexpertin.“ „Du bist wie der Börsenkurs, du stürzt manchmal ab.“ 37 Punkte & Fingerschnipsen die Menge.
Topoke ist in Sachen Mehrsprachigkeit ein Highlight. Er flowt entspannt über Heimat, Frankreich und Kongo, musikalisch und performancestark. 39 Punkte!
Andreas Plammer, &radieschen-Herausgeber, Chef des Cafe-Anno-Literaturmovements ist endlich wiedermal auf der textstrom Poetry Slam Bühne zu sehen! Ein Kickl-Western im Prater. Kickls Pferd ist auch braun, aber es kann nichts dafür, es gibt viele Cameo-Auftritte von Alt- und Aktuell-Politikern. „Wir brauchen berittene Pferde!“ 39 Punkte
Simon Tomaz ist seit 1 1/2 Monaten Neo-Lehrer. „Ich kann so nicht arbeiten“, sagt er, er verteilt Zuckerln im Schulkulturkampf, er erstellt eine Topographie der Wiener Bezirke anhand der Fotos des Bundespräsidenten. Wer hängt in deinem Klassenzimmer: Noch der Fischer, schon der Van der Bellen oder hat sich fälschlicherweise ein Hofer-Konterfei reinverirrt? 40 Punkte -> Finale
Ann Air hat wahrscheinlich als einzige Topokes Text vollständig verstanden und ist lieb zu mir und meinem Schulfranzösisch: sie wiederholt die französischen Sätze auf deutsch. Ein wunderbarer Text über Leila, die Nacht und die Heimat. Das Kreuz des Südens hinter dir gelassen. Tempelhüpfen unterm Mangobaum. In Wiener Gassen, durch die der Winterwind bläst. 42 Punkte -> Finale

Fotos gibts auch!
textstrom Oktober 2018

Wir hören nochmal einen Text von Elif Duygu. Wieder geht es um die Liebe. „Lass sie reden und lass deinen Gefühlen freien Lauf!“ -> Liebe Slamszene, ladet Elif überall hin ein. Super war’s!

Wir entscheiden uns für ein Zweierfinale. Denn auf Platz drei gibt’s dreimal Gleichstand und bei 8 StarterInnen ein Fünferfinale zu machen, das geht ja nicht.
Simon Tomaz mag nicht mehr alle Buchstaben verwenden und lässt die Vokale a, e, i und u weg. Bleibt das O. Otto kokst, der Text hat natürlich einen Prolog, ein Troll kommt vor, Sowie ein Vollmond… you get the drift.
Ann Air reimt alles auf AR und erzählt vom Zimmer ausräumen, als ihr Sohn auszieht. Der Sohn sitzt im Publikum und widerspricht nicht.

Im Applausbattle stellt sich raus, was wir den ganzen Abend schon wissen: Ihr seid gut gelaunt und höflich und begeistert… -> Doppelsieg für Simon Tomaz und Ann Air!

Bleibt uns zu sagen: Danke fürs Kommen, empfehlt uns weiter und kommt am Donnerstag zu Slam im Wasserglas in den ersten Bezirk in die ÖGL!

Der nächste Slam in der Brunnenpassage ist ein Sonderformat:
Mein erster Slam riechtet sich besonders an Leute, mit wenig Slamerfahrung. Wir kooperieren mit dem Verein FOMP. Wie das am 18.11. aussieht, könnt ihr hier rausfinden!

Der nächste reguläre textstrom in der Brunnenpassage steigt am 9. Dezember 2018!

Herzlich, Mieze Medusa & Markus Köhle

textstrom im April

Ach, die Brunnenpassage ist eine gute Location. Ich komme hin, alles bereits vorbereitet. Ach, das Textstrom Publikum ist ein gutes Publikum. Es ist Samstag und schön. Da könnte frauman auch was Anderes vorhaben. Aber zum dienstältesten Wiener Poetry Slam zu kommen ist natürlich auch immer schön. Wir freuen uns! Yasmin Hafedh und Markus Köhle moderieren, Special Guest ist Ana Ryue und auch diesmal ist wieder eine ganze Schulklasse im Publikum (und nächstes Mal dann hoffentlich einige auf der Bühne).
Unsere Featured Poetin wirft gleich zu Beginn den Herzanker aus und entführt uns in eine bilderreiche Körperwelt, daraufhin ist das Feld bestens bestellt für die Nummer 1 des Abends:
Henrik Szanto. Der hat einen weiteren Text aus seiner Ich-komme-aus-Ungarn-und-Finnland-Reihe dabei und die Wiederholungszeile lautet „Tor für Deutschland“. Das Publikum johlt.
Leonie ist die nächste. Sie trägt Meinungsvielfalt in sich, thematisiert Freiheit und Feigheit von Menschen und wettert fein gereimt und außerst rhythmisch wider die Ignoranz.
Raffael trägt ein Partnervermittlungsinstitut-Dramolett vor, in dem es mitunter tierisch zugeht. Aus dem ersten Dreier-Paket steigt Henrik ins Finale auf.

Anja weiß auf englisch zu berichten, dass some people so so so magic sind, sie hat viel Liebe in ihren Texten und das nehmen alle gerne an.
Jonas hat sich auf die vielen Wege des Fortschritts eingeschossen. Es geht um menschliche Selbstbeschränkung und darum das nix gewiss ist, aber alles Flow haben kann.
Denise Platter legt ihren Text sehr persönlich an („Biberterror in Wörgl!“), bittet, die anwesenden Schülerinnen und Schüler (IHRE!) nicht mit Zigaretten und Alkohol zu füttern und fährt das Höchstvotum ein, womit sie eine Welle erntet und ins Finale katapultiert wird.

Simon Tomaz ist Reporter auf der Friedenskonferenz der Tiere. Bei diesem weltpolitischen Aufmarsch treten unter anderem Orang Utan Donald und die Spitzmaus Sebastian auf.
Katharina Wenty flip-flop-klick-klickt sich durch besondere Augenblicke und Mohamed lässt seinen Gefühlen freien Lauf und erzählt, wie es ihm in den letzen Jahren in Österreich ergangen ist. Katharina weiter und der Name des Lucky Losers lautet: Mohamed.

Die Pause wird genutzt, um sich Bücher und Getränke zu besorgen. Dann darf Ana Ryue nochmal ran und weiß, dass es nicht um dies und das sondern um dieses und jenes geht. Mohamed hat was über Mut und Ängste zu sagen. Henrik findet 8 Jahre ein schwieriges Alter und Hunde treu. Katharina ergreift für Schmetterlingskinder das Wort: Meine Haut ist mein Käfig und Denise macht das Wien-Klima zum Thema: Entweder arschkalt oder scheißheiß. Der Abend war definitiv scheißheiß, brachte schließlich zwei Drittplatzierte (Henrik und Mohamed), eine glückliche Zweite – Denise und eine Siegerin mit dem Namen: Katharina Wenty!

Textstrom am 24.02.2018!

Es war wieder Textstromzeit in der Brunnenpassage! Ein Poetry Slam im Zeichen der Mehrsprachigkeit und einer offenen Bühne für all jene, die sich berufen fühlen etwas vorzutragen. Trotz der Minusgrade füllten sich die Reihen und schufen einen Raum für Freude und einen Abend für und mit FreundInnen. Durch den Abend führten Adina Wilcke und Clara Felis.

Als featured Artist hatten wir Precious aus Graz zu Gast. In ihrem ersten Text pendelte sie zwischen Englisch und Deutsch, zwischen „that is…“ und „das ist…“. Ein Text über das Vergessen und der Erinnerung und die Aufzählung von Veränderung.
Erste Poetin des Abends war Mieze Medusa, die darüber berichtete eine Sprache geheiratet zu haben, darüber was Worte (nicht) sagen und den Sprachbarrieren zwischen zuviel und zuwenig.
Zweiter Poet des Abends war Florian Supé. Er suchte sich im Text in Russland und schaut wie er sich dort zurecht findet, zwischen Vorurteilen, Stereotypen und Sommersprossen.
Ann Air war die dritte Poetin und beschrieb die Schwierigkeit türkische Zahlen zu lernen und den Weg in Istanbul Simit zu kaufen und zu die Antwort zu verstehen.
Vierter Poet war Simon Tomaz. Es folgte ein Bericht über eine berittene Autobahnpolizei. Auch Pferde können eine posttraumatische Störung haben, zB Heribert Wickl mit seinem Pferd Blitzkrieg. Achtung Satire 🙂
Henrik Szanto entführte uns zu seiner Oma nach Finnland, die statt Cola und Korn, nur den selbstgebrannten Korn zur Verfügung hatte und gern der Jugend etwas über den Krieg erzählt.
Sechster Poet war Simo ben Houmane, der sich frug, was sein Wert ist, was Licht von Schatten unterscheidet. Schließlich ist es kompliziert mit der Nähe und Ferne zum eigenen Ich.
Als achter Poet kam Sebastian. Er hatte eine Text zu Freundschaft und Erinnerung und das Blut dicker als Wasser sei und vom Tränenregen nicht so leicht verwischt wird.
Neunter Poet war Mike Hornyik. Er möchte etwas sagen, aber weiß nicht was. Deshalb spricht von Nichts, weil nichts ist schließlich immer am besten und an nichts schuld.
Mohamad Alsalm beschloss den Abend mit einem Text zum Warten. Er wartet auf dich und wartet. Und die AMS-Beraterin ist dir ähnlich. Und er wartet. Und hat eine Wunderlampe in der Schultasche.

In der Pause wurde fleißig Tee getrunken und sich über den Alltag ausgetauscht.
Nach der Pause durften wir noch mal Precious lauschen. Sie erzählte von ihrer Tante Mila, die 18 jährig ist und sich darauf vorbereitet Hausfrau zu werden, die aber dann von einem Laster angefahren wird. Nach einem zweijährigen Koma erwacht sie und alles ist anders.
Simon Tomaz ist der erste Finalist und liest den Praktikumsbericht der 13-jährigen Laura aus dem Innenministerium vor. Sie wurde sehr liebevoll herumgereicht und es gab Torte und Champagner zum Frühstück.
Mike Hornyik kotzt als zweiter Finalist sich über die Welt aus, vor allem über dich, dabei weiß er nicht so recht, wer du ist. Wahrscheinlich er selbst, denn nur mensch selbst ist seines Glückes Schmied.
Henrik Szanto beendet das Finale mit einem Text zu Katholizismus und Wien und wie eine Nonne als Kindermädchen seine Welt geprägt hat, sowie dass das Konzept von Treuepunkten ein katholisches ist.
Per Applaus wurde Henrik Szanto zum Sieg bejubelt, knapp vor Mike Hornyik und Simon Tomaz.

Wir bedanken uns fürs Kommen und diesen schönen Abend und freuen uns schon auf den nächsten Textstrom Poetry Slam in der Brunnenpassage am 17.03.!

Mehrsprachigkeit verleiht uns Flügel – textstrom im Jänner 2018

Wie schön ist denn bitte der Slam in der Brunnenpassage. Soviele neue Gesichter, einige davon sind schon keine neuen Gesichter mehr, weil sie wiederkommen und wieder mitmachen. Auch die etablierten Slammer und Slammerinnen fühlen sich willkommen und schmeißen ihren Namen in den Hut und hoffen auf Losglück. Weil uns das sowas von gefreut hat, haben wir alle 12 Starter_innen drangenommen, wir wollen ja niemanden wegschicken.

Moderation übernehmen Mieze Medusa & Yasmin Hafedh, ihr Slam-Team MYLF (Mothers You’d Like to Flow with). In ihrer Performance sprechen sie eine klare Anleitung für den Weltuntergang aus: „Wenn die Welt untergeht, dann zieh nach Wien, dort geht sie 50 Jahre später unter.“ Ist übrigens ein Zitat und zitieren darf man beim Slam. Arbeitsanweisung: Das Zitat googeln und in die Bücherei gehen, vom zitierten Menschen ein Buch ausleihen.

Startnummer 1: Adina Wilcke erzählt laut Eigenaussage Witze, über die selten gelacht wird. Es geht um Stille und ein Brett zwischen uns, das Brett vor dem Kopf…

Baghar reist atemlos durch die U-Bahn und trifft auf eine Frau, die den Tod sucht.

Maike will einmal alles, aber bitte vegan. Sie weiß, was sie will, sie will den Tellerrand entdecken und ohne Sicherung drüber fliegen.

Alina ist Elementarpädagogin und erzählt von ihrer Arbeit mit Flüchtlingskindern.

Katastrophe setzt auf die Vielsprachigkeit und erzählt auf französisch und englisch über Afrika. Stichworte: Kind, Essen, Berg

Til raucht einen Moment für sich, weil er länger nicht mehr geslamt hat und sich jetzt so freut. Dann zieht er reimend in die Schlacht, für den König, der weit weg ist. Ein Text in Computerspielästhetik.

Markus Köhle kommt zurück in die Herkunft und seine kommt darauf Ankunft ist ganz klar: Ab ins Finale.

Harlekin rockt mit einem Gedicht über die Hopi-Indianer, die keine Hobby-Indianer sind. Lord wüst ma kan Benz kaufen, übrigens auch ein Zitat. Arbeitsaufgabe: Googelt das Lied.

Fräulein Hahnkamper setzt in ihrem Text auf Körpersprache und Stimmbeherrschung. Time fly, time fly, heart speeks secret languages.

Simon Tomaz erzeugt Kollateralkichern und micht sich Sorgen um österreichische Sorgen und gratis Marihuana. Auch er zieht ins Finale ein.

Memo, denkt über das Willkommen sein nach: Schön, dass du da bist, Asel. Ein Text der Sorgen macht, was los ist in unserer Heimat, wenn ein frischgeborenes Baby beschimpft wird, nur weil die Mutter Kopftuch trägt. Ab ins Finale.

Mohammad gewinnt den (inofiziellen) Preis für die beste Einleitung: „Wo ich gehört habe, dass jeder schreiben kann, da hab ich angefangen.“ Genau darum geht’s. Im Text dann um die Liebe: „Ja ja ja, ich liebe es geliebt zu werden.“

Danach bringen MYLF noch ein Plädoyer für die Mehrsprachigkeit. Im super spannenden Finale setzt sich Markus Köhle knapp vor der zweitplatzierten Memo und dem drittplatzierten Simon Tomaz durch.

Es war ein wunderschöner Abend. Wir wollen mehr von euch allen hören und freuen uns auf dich und deine Texte beim Februar-Textstrom!
Alle Fotos gibt es übrigens direkt bei unserem Flickr-Account. Gemacht hat sie übrigens die großartige Claudia Rohrauer.

textstrom Poetry Slam Januar 2018

Slam Oida, Poetry Slam in Österreich

Slam, Oida!

Wir feiern Jubiläum! Wir freuen uns wie blöd! Wir haben ein Buch gemacht! Ihr könnt es ab jetzt im bestellfreudigen Buchhandel und direkt beim Lektora Verlag bestellen!

Slam, Oida!
15 Jahre Poetry Slam in Österreich
Markus Köhle, Mieze Medusa (HG.)
Lektora Verlag
ISBN 978-3-95461-098-3

Seit über 15 Jahren haben wir die Freude, Ehre und Arbeit in Österreich die Poetry Slam Szene mitzugestalten. Wir waren also von Anfang an dabei, wir sind immer noch unterwegs und wir sind unfassbar glücklich darüber, wie groß, vielfältig und funkelnd die Slamszene unseres Landes mittlerweile ist.

Slam Oida

In diesem Buch haben wir 42 Slamtexte ausgewählt, die einen bunten Querschnitt bieten. So schreiben wir: Vom Wiener Schmäh, vom Leben am Land, von der Härte der Berge und Täler, von den Abenteuern einer Winkerkrabbe, von der Liebe, von Bobo-Verhipsterung und von Fragen, die uns gestellt werden: Wo kommst du her? Wer befreit unterdrückte Rufnummern? Wo siehst du dich in fünf Jahren?
Auch im Buch: Jede Menge Slamwissen. Hier werden wichtige Fragen beantwortet: Ab wann gehöre ich dazu? Ist der Wettbewerb nicht ein bisschen unfair? Kannst du mir 10 Tipps für meinen gelungenen Auftritt geben? Ja darf man das? Ja, das darf man.

Mit Texten von: 378, Adina Wilcke, Agnes Maier, Alice Reichmann, Andi Plammer, Anna-Lena Obermoser, Benji, Christine Teichmann, Christopher Hütmannsberger, Clara Felis, Darling, David Samhaber, David Scheid, Elias Hirschl, Florian Supé, Helene Ziegler, Henrik Szanto, Janea Hansen, Jonas Scheiner, Käthl, Klaus Lederwasch, Ksafa, Fisch, Mario Tomic, Markus Köhle, Markus Koschuh, Martin Fritz, MC Stoner, Mieze Medusa, Mona Camilla, Mriri, Rebecca Heinrich, Sara Bonetti, Sarah-Anna Fernbach, Sevi, Simon Tomaz, Stefan Abermann, Tom aus Graz, Ulli Hammer, Yannick Steinkellner, Yasmin Hafedh

Das wird gefeiert! – 15 Jahre Slam in Österreich on tour

Muss man Slam live sehen? Müssen nicht, aber es zahlt sich aus. Wir sind ohnehin immer unterwegs, wir haben „Slam, Oida!“ ohnehin ab jetzt mit dabei…
14.10.2017 – Brunnenpassage, Wien (im Rahmen von textstrom Poetry Slam)
18.10.2017 – Kultum, Graz
30.10.2017 – Wagner’sche Buchhandlung, Innsbruck
07.11.2017 – Stifterhaus, Linz
02.12.2017 – Musilhaus, Klagenfurt
Februar 2018 – Literaturhaus, Salzburg
Wir freuen uns auf euch!