Schlagwort-Archive: Yasmin Hafedh

Welt. Museum. Slam.

Das war richtig schön! Der Themenslam zu Kopfbedeckungen. Vielen Dank an die geladenen Poet_innen: Barbara Lehner, Adina Wilcke und Memo haben wunderbare Texte zu Thema geschrieben oder schon vorher in petto gehabt. Das Team Kirmes Hanoi hat völlig korrekt darauf hingewiesen, dass ein Bademantel schließlich eine Kapuze hat! Kirmes Hanoi haben übrigens gewonnen! Aber die Punkte sind ohnehin „not the point“!

Ganz toll waren auch die Texte von Clara Felis und Stefanie Honeder, die via offene Liste zu uns gekommen sind.

Weil wir ein bisschen stolz drauf sind, hier nochmal der Veranstaltungstext! Veranstaltet wurde der Poetry Slam von textstrom, Music & Poetry Basket und dem Weltmuseum Wien! Herzlichen Dank!

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Poetry Slam ist inszenierte Literatur. Klar spielt Mode da eine große Rolle. Denn auf der Bühne kannst du alles verstecken, außer dich selbst. Und so kommt es, dass nicht nur eine Rolle spielt, was du im Kopf hast, sondern auch auf dem Kopf.
Eine Kopfbedeckung kann alles sein. Religiöses Symbol, Tracht, Hinweis auf eine Gruppenzugehörigkeit oder persönliches Markenzeichen. Pragmatischer Umgang mit den Arbeitsbedingungen: Reisepoesie und Fönfrisur gehen nicht immer harmonisch Hand in Hand. Kopfbedeckungen haben uns auch sprachlich geprägt. Wir sagen, „ich zieh den Hut“, wenn wir über Respekt reden. „Das geht mir über die Hutschnur“, weist auf eine Grenzüberschreitung hin. „Eine Mütze Schlaf“ hilft uns beim Ausruhen. Wenn wir „unter der Haube“ sind, sollten wir eher kein aktives Tinder-Profil mehr haben.

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Mein erster Slam! 18.11.2018

Mein erster Slam am 18.11.2018

Die Brunnenpassage war gefüllt mit Slamneulingen, alten Hasen und dem Laufpublikum, das manchmal auch reinschaut.
„Mein erster Slam“ ist ein ganz Neues Slam Format, das Menschen, die sich noch nicht ganz getraut haben, auf die Bühne zu gehen, dazu motivieren wollen. Die Regeln sind wie bei jedem Poetry Slam: 5 Minuten Zeit für eigene Texte, keine Requisiten, kein vorwiegender Gesang und diesmal nicht mehr als 3 Auftritte hinter sich!
Mit Ausnahme von 2 Teilnehmenden hatten alle ihren ersten Auftritt. Und das bei uns. In der Brunnenpassage. Mit Lärm. Mit 1000 Liebe. Und mit ohrenbetäubenden Applaus.

Henrik Szanto, seineszeichen Slampoet, Veranstalter, gute Seele und gerade wieder erschienener Autor („Es besteht aus 18 Buchstaben und 9 davon sind Ypsilons“, Lektora, 2018) und Yasmo führten mit viel Freude durch den Abend.

Aber die Moderation war gar nicht so wichtig und immer sehr kurz angebunden, denn es haben sich sage und schreibe 15 Starter*innen gemeldet. Und es tut schon so weh bei normalen Slams Starter*innen wegschicken zu müssen, aber beim ersten Slam?!

Also kamen alle 15 dran!

Zuvor hat Barbara Lehner noch Stimmung gemacht mit einem wunderschönen Text über ihren ersten Slam. Dass man die Punkte gar nicht so ernst nehmen soll, dass ihr erster Auftritt auch ihr letzter Auftritt war, was natürlich überhaupt nicht stimmt und wir sind froh darum!
Barbara komm immer gerne wieder!

Das Publikum war am Kochen, die Stimmung war beflügelnd und die Newcomer haben allesamt gerockt.

So manch eine Stimme meinte danach „Ich hätte nicht gedacht, dass das Niveau so hoch sein wird“ – aber wir meinen: erster Slam YEAH!
Und auch: das Niveau war mega hoch, die Starter*innen alle in ihrer Unterschiedlichkeit wertvoll und speziell und der Slam ein erfolgreicher Abend für alle die da waren!

Am Ende wartete ein schillerendes Finale zwischen Monika Einhorn und Nora Valentina Mitterbauer. Unter Applaus und dem Strahlen aller Auftretenden klatschte das Publikum schließlich Nora Valentina zur Siegerin. Wir gratulieren zum ersten Auftritt und freuen uns auf ein Wiedersehen mit allen!

textstrom im April

Ach, die Brunnenpassage ist eine gute Location. Ich komme hin, alles bereits vorbereitet. Ach, das Textstrom Publikum ist ein gutes Publikum. Es ist Samstag und schön. Da könnte frauman auch was Anderes vorhaben. Aber zum dienstältesten Wiener Poetry Slam zu kommen ist natürlich auch immer schön. Wir freuen uns! Yasmin Hafedh und Markus Köhle moderieren, Special Guest ist Ana Ryue und auch diesmal ist wieder eine ganze Schulklasse im Publikum (und nächstes Mal dann hoffentlich einige auf der Bühne).
Unsere Featured Poetin wirft gleich zu Beginn den Herzanker aus und entführt uns in eine bilderreiche Körperwelt, daraufhin ist das Feld bestens bestellt für die Nummer 1 des Abends:
Henrik Szanto. Der hat einen weiteren Text aus seiner Ich-komme-aus-Ungarn-und-Finnland-Reihe dabei und die Wiederholungszeile lautet „Tor für Deutschland“. Das Publikum johlt.
Leonie ist die nächste. Sie trägt Meinungsvielfalt in sich, thematisiert Freiheit und Feigheit von Menschen und wettert fein gereimt und außerst rhythmisch wider die Ignoranz.
Raffael trägt ein Partnervermittlungsinstitut-Dramolett vor, in dem es mitunter tierisch zugeht. Aus dem ersten Dreier-Paket steigt Henrik ins Finale auf.

Anja weiß auf englisch zu berichten, dass some people so so so magic sind, sie hat viel Liebe in ihren Texten und das nehmen alle gerne an.
Jonas hat sich auf die vielen Wege des Fortschritts eingeschossen. Es geht um menschliche Selbstbeschränkung und darum das nix gewiss ist, aber alles Flow haben kann.
Denise Platter legt ihren Text sehr persönlich an („Biberterror in Wörgl!“), bittet, die anwesenden Schülerinnen und Schüler (IHRE!) nicht mit Zigaretten und Alkohol zu füttern und fährt das Höchstvotum ein, womit sie eine Welle erntet und ins Finale katapultiert wird.

Simon Tomaz ist Reporter auf der Friedenskonferenz der Tiere. Bei diesem weltpolitischen Aufmarsch treten unter anderem Orang Utan Donald und die Spitzmaus Sebastian auf.
Katharina Wenty flip-flop-klick-klickt sich durch besondere Augenblicke und Mohamed lässt seinen Gefühlen freien Lauf und erzählt, wie es ihm in den letzen Jahren in Österreich ergangen ist. Katharina weiter und der Name des Lucky Losers lautet: Mohamed.

Die Pause wird genutzt, um sich Bücher und Getränke zu besorgen. Dann darf Ana Ryue nochmal ran und weiß, dass es nicht um dies und das sondern um dieses und jenes geht. Mohamed hat was über Mut und Ängste zu sagen. Henrik findet 8 Jahre ein schwieriges Alter und Hunde treu. Katharina ergreift für Schmetterlingskinder das Wort: Meine Haut ist mein Käfig und Denise macht das Wien-Klima zum Thema: Entweder arschkalt oder scheißheiß. Der Abend war definitiv scheißheiß, brachte schließlich zwei Drittplatzierte (Henrik und Mohamed), eine glückliche Zweite – Denise und eine Siegerin mit dem Namen: Katharina Wenty!

Mehrsprachigkeit verleiht uns Flügel – textstrom im Jänner 2018

Wie schön ist denn bitte der Slam in der Brunnenpassage. Soviele neue Gesichter, einige davon sind schon keine neuen Gesichter mehr, weil sie wiederkommen und wieder mitmachen. Auch die etablierten Slammer und Slammerinnen fühlen sich willkommen und schmeißen ihren Namen in den Hut und hoffen auf Losglück. Weil uns das sowas von gefreut hat, haben wir alle 12 Starter_innen drangenommen, wir wollen ja niemanden wegschicken.

Moderation übernehmen Mieze Medusa & Yasmin Hafedh, ihr Slam-Team MYLF (Mothers You’d Like to Flow with). In ihrer Performance sprechen sie eine klare Anleitung für den Weltuntergang aus: „Wenn die Welt untergeht, dann zieh nach Wien, dort geht sie 50 Jahre später unter.“ Ist übrigens ein Zitat und zitieren darf man beim Slam. Arbeitsanweisung: Das Zitat googeln und in die Bücherei gehen, vom zitierten Menschen ein Buch ausleihen.

Startnummer 1: Adina Wilcke erzählt laut Eigenaussage Witze, über die selten gelacht wird. Es geht um Stille und ein Brett zwischen uns, das Brett vor dem Kopf…

Baghar reist atemlos durch die U-Bahn und trifft auf eine Frau, die den Tod sucht.

Maike will einmal alles, aber bitte vegan. Sie weiß, was sie will, sie will den Tellerrand entdecken und ohne Sicherung drüber fliegen.

Alina ist Elementarpädagogin und erzählt von ihrer Arbeit mit Flüchtlingskindern.

Katastrophe setzt auf die Vielsprachigkeit und erzählt auf französisch und englisch über Afrika. Stichworte: Kind, Essen, Berg

Til raucht einen Moment für sich, weil er länger nicht mehr geslamt hat und sich jetzt so freut. Dann zieht er reimend in die Schlacht, für den König, der weit weg ist. Ein Text in Computerspielästhetik.

Markus Köhle kommt zurück in die Herkunft und seine kommt darauf Ankunft ist ganz klar: Ab ins Finale.

Harlekin rockt mit einem Gedicht über die Hopi-Indianer, die keine Hobby-Indianer sind. Lord wüst ma kan Benz kaufen, übrigens auch ein Zitat. Arbeitsaufgabe: Googelt das Lied.

Fräulein Hahnkamper setzt in ihrem Text auf Körpersprache und Stimmbeherrschung. Time fly, time fly, heart speeks secret languages.

Simon Tomaz erzeugt Kollateralkichern und micht sich Sorgen um österreichische Sorgen und gratis Marihuana. Auch er zieht ins Finale ein.

Memo, denkt über das Willkommen sein nach: Schön, dass du da bist, Asel. Ein Text der Sorgen macht, was los ist in unserer Heimat, wenn ein frischgeborenes Baby beschimpft wird, nur weil die Mutter Kopftuch trägt. Ab ins Finale.

Mohammad gewinnt den (inofiziellen) Preis für die beste Einleitung: „Wo ich gehört habe, dass jeder schreiben kann, da hab ich angefangen.“ Genau darum geht’s. Im Text dann um die Liebe: „Ja ja ja, ich liebe es geliebt zu werden.“

Danach bringen MYLF noch ein Plädoyer für die Mehrsprachigkeit. Im super spannenden Finale setzt sich Markus Köhle knapp vor der zweitplatzierten Memo und dem drittplatzierten Simon Tomaz durch.

Es war ein wunderschöner Abend. Wir wollen mehr von euch allen hören und freuen uns auf dich und deine Texte beim Februar-Textstrom!
Alle Fotos gibt es übrigens direkt bei unserem Flickr-Account. Gemacht hat sie übrigens die großartige Claudia Rohrauer.

textstrom Poetry Slam Januar 2018

So flawless war der Oktober 2017

We all flawless, der feministische Poetry Slam in Wien hat sich so über eure Texte gefreut, liebe Franziska Holzheimer, Susi Schmalwieser, Ulli Hammer, Martin Fritz, Pia Semorad, Kirmes Hanoi, Clara Felis und Jelena Blatancic. Mieze Medusa und Yasmin Hafedh freuen sich auf den November-Flawless!
Gratulation, Franziska Holzheimer, du warst ein bisschen flawlesser als die anderen und hast gewonnen!

Danke ans Kosmostheater, es war wieder richtig, richtig schön!

Flawless Poetry Slam Oktober 2017

Slam Oida, Poetry Slam in Österreich

Slam, Oida!

Wir feiern Jubiläum! Wir freuen uns wie blöd! Wir haben ein Buch gemacht! Ihr könnt es ab jetzt im bestellfreudigen Buchhandel und direkt beim Lektora Verlag bestellen!

Slam, Oida!
15 Jahre Poetry Slam in Österreich
Markus Köhle, Mieze Medusa (HG.)
Lektora Verlag
ISBN 978-3-95461-098-3

Seit über 15 Jahren haben wir die Freude, Ehre und Arbeit in Österreich die Poetry Slam Szene mitzugestalten. Wir waren also von Anfang an dabei, wir sind immer noch unterwegs und wir sind unfassbar glücklich darüber, wie groß, vielfältig und funkelnd die Slamszene unseres Landes mittlerweile ist.

Slam Oida

In diesem Buch haben wir 42 Slamtexte ausgewählt, die einen bunten Querschnitt bieten. So schreiben wir: Vom Wiener Schmäh, vom Leben am Land, von der Härte der Berge und Täler, von den Abenteuern einer Winkerkrabbe, von der Liebe, von Bobo-Verhipsterung und von Fragen, die uns gestellt werden: Wo kommst du her? Wer befreit unterdrückte Rufnummern? Wo siehst du dich in fünf Jahren?
Auch im Buch: Jede Menge Slamwissen. Hier werden wichtige Fragen beantwortet: Ab wann gehöre ich dazu? Ist der Wettbewerb nicht ein bisschen unfair? Kannst du mir 10 Tipps für meinen gelungenen Auftritt geben? Ja darf man das? Ja, das darf man.

Mit Texten von: 378, Adina Wilcke, Agnes Maier, Alice Reichmann, Andi Plammer, Anna-Lena Obermoser, Benji, Christine Teichmann, Christopher Hütmannsberger, Clara Felis, Darling, David Samhaber, David Scheid, Elias Hirschl, Florian Supé, Helene Ziegler, Henrik Szanto, Janea Hansen, Jonas Scheiner, Käthl, Klaus Lederwasch, Ksafa, Fisch, Mario Tomic, Markus Köhle, Markus Koschuh, Martin Fritz, MC Stoner, Mieze Medusa, Mona Camilla, Mriri, Rebecca Heinrich, Sara Bonetti, Sarah-Anna Fernbach, Sevi, Simon Tomaz, Stefan Abermann, Tom aus Graz, Ulli Hammer, Yannick Steinkellner, Yasmin Hafedh

Das wird gefeiert! – 15 Jahre Slam in Österreich on tour

Muss man Slam live sehen? Müssen nicht, aber es zahlt sich aus. Wir sind ohnehin immer unterwegs, wir haben „Slam, Oida!“ ohnehin ab jetzt mit dabei…
14.10.2017 – Brunnenpassage, Wien (im Rahmen von textstrom Poetry Slam)
18.10.2017 – Kultum, Graz
30.10.2017 – Wagner’sche Buchhandlung, Innsbruck
07.11.2017 – Stifterhaus, Linz
02.12.2017 – Musilhaus, Klagenfurt
Februar 2018 – Literaturhaus, Salzburg
Wir freuen uns auf euch!
 

Ausgerhizt!

Nach 12 Jahren textstrom im rhiz machen wir einen Lokalwechsel. Wir  verraten noch nicht wohin. Aber im März geht es weiter. Am Mittwoch,  den 25. Jänner 2017 allerdings fand ein würdiger letzter Poetry Slam  im rhiz statt.
14 Poetinnen und Poeten auf der Liste – Ehrensache, dass alle dran  kamen. Das Publikum war zahlreich und aufnahmebereit wie immer – Danke  an euch! Das Textstrom-Team war zu vier Fünfteln vorhanden, nur die  Gründerin des textstrom Poetry Slams Mieze Medusa musste leider das  Bett hüten. Es wurde ihr ein mitfühlendes Ohhh über den Gürtel nach  Ottakring geschickt, ein Ohhh, das gute Besserung und auf Wiedersehen  in der neuen Location hieß. Ein besonderer Slam verlangt nach einem  besonderen Opferlamm. Kirmes Hanoi – Vizemeister des Team-Ö-Slams 2016  verrieten: Geschichte wird von den Gewinnern geschrieben, Wahrheit ist  eine Meinung und Meinung eine Bitch. Das Publikum war der Meinung,  dass das ganz großartig war. Die Jury traute sich noch nicht, alles zu  geben, blieb sich dann aber über zwei Vorrundenstunden treu. LOB!  Yasmin und Markus moderierten die Vorrunde, Clara und Adina übernahmen  nach der Pause – in der, nochmal LOB, großzügig gespendet wurde.

textstrom Poetry Slam Wien Jänner 2017

Die Ehre der Nummer 1 traf Teresa Hozza. Unter dem Motto „Mehr Stoff  fürs gleiche Geld“ berichtete sie vom Schlussmachen zu Silvester, von  der Lust am Bügeln und der Süße von Kellnern im Europa beziehungsweise  Zwieback. Stefanie ließ sich vom Women-March inspirieren, hat aktuelle  Ereignisse verarbeitet und dafür eine Sprache gefunden: This is for  the people. This is called evolution!
Osama wiederum machte den  Abschied vom rhiz zum Thema. Er propagierte, dass alles kunst sei,  aber auch alles leer. Wels leer. Linz leer. Rhiz leer. Die Menschen  mochten diese Leere. Die Menschen mochten aber noch mehr, was Anna  über Rhabarbara und Maronika zu sagen hatte. Eine verzwiebelte  Angelegenheit mit Rettich in Sicht und einem Quinoaabend: Always olive  in yourselfe. Mit 32 Punkten gurkte sie damit ins Finale.
Elias  Hirschl setzte mehr auf Fleisch, auf Menschenfleisch. Er präsentierte  das Programm der Konservativ Kannibalistischen Partei KKP und  verputzte selbst Gott in Comic Sans. 33 Punkte!
Ulli Hammer wiederum hatte zwar auch einen Menschen zum Fressen gern,  dieser aber war unerreichbar. Du bist irgendwo weg, ich da, hieß es da  und: Ich bin nicht, ich war. Schön. Dann ging’s um  Hassposting-Recherche. Janea berichtete von der heteronormativen  Kackscheiße rund um den weiblichen EM-Fußballspiel-Kommentar auf ZDF.  Das Publikum wählte Penis als Stichwort und Speichermedium für den  Text. Tom aus Graz wiederum erzählte von drei Wärtern, einem  Gefangenen und einem Hirschen mit Salzlecksteinsucht, eine Geschichte  in ORF-Landkrimi-Manier. Valerie machte es kurz und Randsteine zum  Thema, es ging um Stürze, um die Härte von Beton und den Geschmack von  Kieselsteinen im Mund. Christl Meth warf eine ergreifende Oma-Ode ins  Publikum. Oma strickt Handytascherln und beschert jede Menge gute  Erinnerungsmomente.
Philipp Quell fragte sich, was denn bitteschön Moral sei und wo diese  endete. Eine synaptische Diät, mit der er es knapp nicht ins Finale  schaffte. Keine Diät ist Schmetterlinge speiben, wusste Darling. Sie  suchte einen LAP mit Potenzial für synchronen Verfall. Alice Reichmann  – die Kuchen mitgebracht hatte – Danke – gab auf bewährte Art Einblick  in ihre Wien-Welt. Da ging’s um Weed um Straßencredabilität, um das  falsch Aussprechen und Rauchenwollen von Joints und ums Zerlegen,  Mann. 35 Punkte – Höchstwertung des Abends! Theresa Wagner beschloss  die 14er Vorrunde mit einem Kapitalismus-Hochamt: Verzins uns unsere  Schulden, wie auch wir verzinsen unseren … Punktestand 32 – Finale.
Pause. Musik von Yasmin. Freude. Finale.

Clara macht einen neun Jahre alten Text – nicht der allererste, aber  fast. Adina ist halb so lang dabei. Yasmin feiert 10jähriges  textstrom-Jubiläum. Ja, Jubiläen statt Abschied. Machen wir es kurz.  Theresa stellte fest: Ich bin jetzt Establishment. Anna demonstrierte  anhand von Grenaggen die Kraft des Pinzgauer Dialekts. Elias  präsentierte die verschrobenen Arbeiten des Literaturwissenschaftlers  Nowak, Stichwort: Egger ist das Schwechater unter den Bieren. Und  Alice schließlich führte vor, was man sich unter einem Bad Boy  vorzustellen hat. Brainfuckbrakedown total! Alice Reichmann gewinnt  den letzten textstrom Poetry Slam im rhiz, alle anderen auf Platz  zwei. Dann legte Yasmin auf, bis wir (sanft) rausgeschmissen wurden.  Es wurde getanzt, getrunken, gelacht. Wir sagten zum Abschied laut:  Po-po-po-Poetry Slam!

So fast Papa-Slam Markus Köhle den letzten textstrom im rhiz zusammen!

letzter Textstrom im Rhiz

Ironiepathos und Superheldenvirgins mit Mumu

DSC04888Der März textstrom poetry slam zeichnete sich durch ein äußerst klatsch- und johlfreudiges Publikum aus. Das rhiz war rappelvoll, die TeilnehmerInnenliste lang, 12 wurden gezogen, vier leider nicht. Clara Felis machte das Opferlamm und rief zum Hüpfen im Sitzen auf. Schön. Yasmin Hafedh und Markus Köhle moderierten, Jimi Lend gab den DJ und steuerte auch Auftrittsjingles bei und Jon war der Mann an den Mischpultreglern.

Tom aus Graz hatte keinen Alf-Pyjama an, aber erzählte von Manfred, dem fünfbeinigen Monster unter seinem Bett. Manfred war nett und Toms Wertung 28. Simon Tomaz las aus dem Veroarschungstagebuch eines reichen Menschen, der sich Gedanken über die Slamily macht. Schön böse und auch 28 Punkte. Maximilian Humpert vermisste wen und tischte seinen Romantischfetisch auf: 29 Punkte. Andrea begab sich bei ihrem ersten Auftritt auf Sinnsuche, thematisierte Schnelllebigkeit und Zufriedenheit und erreichte dafür 25 Punkte. Sandy Gomez fuhr gen Italien und wartete mit einem Mumu-Muschi-Text auf, ihr wisst schon, über das da unten: 28.

DSC04897Fabian Navarro thematisierte seine Herkunft und stellte klar: Ich bin keine Kartoffel, ich bin eine Patata: 30. Ulli sprach über SchülerInnen-LehrerInnen-Beziehungen und die Problematik der Bewertung: 23. Rhonda offenbarte, dass Oberflächlichkeit ihr größtes Problem ist und erntet für „Ich bin was ich bin und ich ess was ich ess“ 24 Punkte. Das Team Kirmes Hanoi pustete ein Mikro aus – nein, das war wohl Momentmal-Men mit Helfer Besonnenheitsboy und der böse Dr. Trugschluss lauerte im Hasspostig-Deepweb-Keller: 29. Mriri stellte seinen talentierten Sohn Lukas vor – kann 27 Lockrufe des Eichhörnchens – und ums Papierlochen ging’s auch, aber nur am Rande: 25. Käthl fragte: Wo bleibt denn dein Herz? Sie fragte laut und ließ eine Beschimpfungskaskade vom Stapel: 29. 378 schließlich beleuchtete den point of no return und versteckte die Tu-das-nicht-se in einer Schatulle unterm Bett: 24.  Tolle Vorrunde, sehr abwechslungsreich und das Publikum zu recht bester Laune. Jimi Lend tat das seine dazu.

DSC04895Im Finale warf Käthl die Wärmemaschine Herz an: Home is where the heart is. Kirmes Hanoi deckte eine Origin-Virgin-Story auf – oh doch! Maximilian Humpert gab sich nice und holte uns aus dem Ironieversteck hervor und Fabian Navarro schließlich gab den Ritter mit Blickfick und Anpimmeln. Maximilian gewinnt den Slambeutel voller Spenden und alle FinalteilnehmerInnen werden mit Büchern aus dem Milena-Verlag (DANKE) belohnt. Danach wurde noch schön abgezappelt und Getränkegutscheine blieben auch nicht über. Freude. Jubel. Juhui!

S/Turm Slam #14 – ein würdiger Kehraus!

Mieze Medusa & Yasmin Hafedh - Sturm auf den Turm SlamMit Herbst 2015 hat das Volkstheater eine neue Intendanz bekommen, was gleichzeitig bedeutet, dass das Volkstheater Hundsturm in seiner jetzigen Form nicht mehr bestehen bleibt. Deshalb gönnt sich der Sturm auf den Turm Slam eine Auszeit (unterbrochen von Gastspielen, z.B. dem Flawless Slam im Kosmostheater am 15.3.2016). Aber keine Sorge, wir werden weiterhin ambitionierte Poetry Slams in Wien und anderswo veranstalten!

Am Tag nach dem großartigen Team Poetry Slam steigen wir gleich wieder gemeinsam in den Ring. Das Siegerteam von gestern ist am Start, verkürzen wir die Spannung, sie gewinnen gleich wieder!

Opferlamm: Team MYLF, Stichwort: Backpulver (oh mein Gott, das ist der Text mit Vin Diesel in der Hauptrolle, das Publikum, bless you, reagiert verständnisvoll), 32 Punkte

#1) Yuria Knoll: Stichwort Identität, 31 Punkte plus Extrapunkt -> ab ins Finale
Yuria ist übrigens eine der Slammerinnen, die über den S/Turm-Workshop zu uns gefunden haben

#2) Andi Valent: Stichwort Eichhörnchen, 33 Punkte plus Extrapunkt -> ab ins Finale

#3) Harry & Jakob: Stichwort Extrapunkt, mehr muss ich dazu wohl nicht sagen. 39 Punkte und Extrapunkt -> ab in sFinale

#4) Klaus Lederwasch: Stichwort Frouusch, ich erinner mich dran, dass das Publikum den Text gefeiert hat, die Jury eher nicht: 27 Punkte und ein gebrüllter Extrapunkt

#5) Markus Köhle: Stichwort Dutteln, wenn das nicht Danie & Danone ist, dann weiß ich auch nicht. 35 Punkte und Extrapunkt -> ab ins Finale

#6) Fisch: Sticwort echt, 29 Punkte und Extrapunkt.
Fisch ist übrigens aus Linz angereist für die offene Liste, danke dafür. beim Ö-Slam im Herbst wird er eine supergute Figur gemacht haben

#7) Judith: Stichwort handinhandinhand, 29 Punkte und Extrapunkt
Judith wurde eigentlich gar nicht gezogen, für die offene Liste, sie ist trotzdem gekommen und hatte Texte mit. Zum ersten Mal in der Geschichte des S/Turms ist nämlich ein anderer Slammer nicht aufgetaucht, sie hat die Chance sofort genützt. Richtig so.

#8) Alain Waffelmann: Stichwort S-age, 22 Punkte und ein Extrapunkt
Alain, der Schweizer, der eigentlich auch ein bisschen in Wien lebt, wie schön dass du beim vorerst letzten S/Turm-Slam auch mit dabeiwarst.

Finale:

Yuria Knoll, Stichwort Kunst, 29 Punkte und ein Extrapunkt

Andi Valent, Stichwort Eichhörnchen, 35 Punkte und ein Extrapunkt

Markus Köhle, Stichwort Kredit (Wow, Hausbaun, Markus großartiger Häuslbau-Performancetext, hab ich lang nicht mehr gehört, wie schön!) 33 Punkte und Extrapunkt

Harry & Jakob: Stichwort Pubärtät, wieder unfassbare 40 Punkte und Extrapunkt…. klarer 81 Punkte Gesamtsieg

Wir sagen danke für 14 wunderbare Abende mit euch und freuen uns auf Fortsetzung anderswo!

Wie immer ein Dankeschön an die großartigen Fotos von Sabine Pichler!

Wiens erster internationaler Team Poetry Slam

S/Turm Slam #13 – Wiens 1. internationaler Team Slam!

Ein Herzenswunsch geht in Erfüllung! Wir veranstalten im Mai ein Poetry Slam Festival: 2 Tage S/Turm-Slam und einer davon ist was ganz ganz besonderes! Wiens erster internationaler Team Poetry Slam geht über die Bühne. Bei jeder Meisterschaft wieder stellen wir fest: Der Team Slam ist die König_innen-Disziplin!

Ein internationaler Team Poetry Slam ist immer ein Kraftakt: die Fahrtkosten multiplizieren sich, die private Schlafcouch kann man unmöglich dreifach belegen. Deshalb haben wir uns ein besonderes System überlegt: Es gehen drei Teams an den Start. Jedes Team muss mindestens zwei Teamtexte präsentieren, zwei weitere Runden können die Teams wählen ob sie mit einem Teamtext oder mit einem Einzeltext antreten.

Das superbombastische Line-Up:
TEAM SCHELLER – Dalibor Markovic und Dominique Macri sind nicht nur Solo unfassbar großartige Poetry Slammer_innen, sie haben beim SLAM 2015 die Herzen im Sturm(!) erobert und sind die amtierenden deutschsprachigen Meister in der Kategorie TEAM!!!

Team Scheller - Dalibor Markovic - Team Poetry Slam WienDominique Macri, Team Scheller, Team Poetry Slam, WienTeam Scheller, Dominque Macri, Dalibor Markovic, Team Poetry Slam, WienTeam Scheller, Team Poetry Slam, Wien, Sturm auf den Turm Slam

HARRY & JAKOB – Harry Kienzler und Jakob Nacken, ebenfalls als Solokünstler Fixsterne am Slamfirmament, sind ein Slam-Team mit langen Jahren Erfahrung, einem großartigen Textpool und treten auch auf Kleinkunstbühnen miteinander auf! Endlich in Wien zu sehen!

Harry & Jakob, Harry Kienzler, Team Poetry Slam WienHarry & Jakob, Harry Kienzler, Jakob Nacken, Team Poetry Slam, WienJakob Nacken, Harry & Jakob, Team Poetry Slam, WienHarry & Jakob, Jakob Nacken, Harry Kienzler, Team Poetry Slam, Wien

TEAM MYLF – Mieze Medusa & Yasmin Hafedh geben das Moderationsmikro ab und freuen sich darauf als Slam-Team ins Battle zu ziehen!

Team MYLF - Mieze Medusa & Yasmin Hafedh - Team Poetry Slam, WienTeam Poetry Slam Wien - Yasmin HafedhTeam Mylf, Mieze Medusa & Yasmin Hafedh - Team Poetry SlamTeam Mylf, Mieze Medusa, Yasmin Hafedh, Team Poetry Slam

DAnke an Jonas Scheiner und Henzrik Szanto, die in großer Slamfreundschaft die Moderation übernommen haben!

Jonas Scheiner, Henrik Szanto, Team Poetry Slam, WienJonas Scheiner, Henrik Szanto, Sturm auf den Turm Slam, Poetry Slam Wien

Verraten wir ein Geheimnis: Das großartige Team Harry & Jakob, das mit vier Teamtexten angetreten ist, hat souverän gewonnen! Wenn die Erinnerung nicht täuscht, jede einzelne Runde und den Gesamtwettbewerb sowieso! Urgut war das! Hoffentlich bald wieder!

Wiens erster internationaler Team Poetry Slam

Österreich liest hat den Abend genützt um ein Video aufzuzeichnen, viel Spaß mit Team MYLF „Das Leben ist eine Baushtell!“

Mieze Medusa - Yasmin Hafedh - Sturm auf den Turm Slam - (C) Sabine Pichler

Sturm auf den Turm Slam #9 – Wir sind ein Jahr!

Der Jubiläums-S/Turm! Seit einem Jahr stürmen wir, was das Zeug hält. Und wir sind mit dem Konzept zufrieden: Wir laden 5 PoetInnen, eineN aus dem Ausland, eineN aus dem Inland, 3 aus Wien. Es gibt einen gratis Poetry Slam Workshop am Nachmittag in Sachen Vernetzung und Weiterbildung. Uns gefällt das so. Wir machen so weiter im 2. Jahr des Sturm auf den Turm Slams! Ein besonderes Schmankerl im Mai gibt es übrigens auch. Und der nächste S/Turm-Slam ist am 19.02.2015 wird das 10. Weil uns das so ausgesprochen freut, hat Yasmin einen Videotrailer gebastelt!

Aber zum Jännerjubeljubiläumsslam…
Eröffnet hat Mriri, wie wir ihn kennen und lieben. Mit Kürzesttexten und Pointen, die er uns erklärt! Das Stichwort war „Pilz“, das Publikum war angetan: 28 Punkte
Andi Petö war von den Socken und hat sich das Dings mit dem Pärchendasein nochmal überlegt und uns davon erzählt: 27 Punkte
Mit viel Schweiß und Spucke, zumindest in der metaphorischen Variante, hat Martin Bachler auf sich aufmerksam gemacht. Er war zum ersten Mal beim S/Turm-Slam, hatte viel Uran in der Wortwahl und rockte sich ins Finale. 34 Punkte
Die vierte im Bunde war Janea. Sie sinniert über Mützen und Bärte und verfehlt mit 33 Punkten nur knapp das Finale.

Mriri beim Sturm auf den Turm Slam in WienAndi Petö - Sturm auf den Turm Slam - Poetry Slam in WienMartin Bachler - Poetry Slam - Sturm auf den Turm SlamJanea - Poetry Slam - Wien - Sturm auf den Turm

Sevi erzählt von seinem Nacht- und Liebesleben, das Resultat ist eine Würstlstandromantik, die man am besten in expressionistischem Schwarzweiß verfilmt. Wenn man denn will. Mehr hören will man auf jeden Fall. 34 Punkte und ab ins Finale
Sara Buchner findet zum ersten Mal zu uns auf die S/Turm-Bühne, eventuell zum ersten Mal auf eine Slambühne. Gut gemacht und wiederkommen. Stichwort Nachthimmelkuss. 26 Punkte.
Aus Innsbruck angereist und mit Losglück auf die offene Liste, was super passt, den Käthl war vor genau einem Jahr geladener Gast beim Eröffnungs S/Turm. Stichwort: Tanz und damit fix im Finale. 36 Punkte
Zuletzt startet der Gast aus dem befreundeten Ausland. Fatima Moumouni sorgt mit ihrem Text über vegane Tofu Opfer für Begeisterungsstürme, ja! Wortspiel! Sie hat auch in der Streichwertung nur 10er! 40 Punkte und sowieso Finale

Sevi - Sturm auf den Turm - Poetry Slam WienSara Buchner - Poetry Slam WienKäthl - Poetry Slam - Sturm auf den Turm SlamFatima Moumouni - Poetry Slam - Wien - Sturm auf den Turm Slam

Im Finale besticht Martin Bachler mit Adrenalin, Sevi mit einem Truthahnmesser, Käthl mit einem Berührtstab und Fatima mit ihrem Zauberland! Am Ergebnis wird nicht mehr gerüttelt, dafür probieren die Moderatorinnen Mieze Medusa und Yasmin Hafedh den Zeitlupengang aus! Schampus und Dum-Abo für die großartige Fatima Moumouni!
1000 Liebe für alle, wie Kollegin Hafedh sagen würd!

Mieze Medusa - Yasmin Hafedh - Sturm auf den Turm Slam - Poetry Slam WienPoetry Slam Wien

Die Fotos sind wieder von Sabine Pichler! Wunderschön sind sie und vielen Dank für die gute Arbeit!

Sturm auf den Turm Slam - Poetry Slam Wien - (C) Sabine Pichler

Weihnachtssturm!

Vielleicht sagen wir es nicht oft genug: Wir lieben euch! Alle! Wären wir ein Weihnachtsbaum, ihr wärt die Geschenke darunter! Und wir hätten inzwischen schon ordentlich Nadeln gelassen…

Und eben: Trotz 18. Dezember und alle müssen noch Geschenke kaufen und alle 5 Minuten steigt eine Weihnachtsfeier, wart ihr bei uns und habt euch eingelassen auf dieses Spiel mit Sprache, Sexappeal, Bier-statt-Wasserglas-Attitüde, Schaumschlägereien und Sonst noch viel von dem, ohne das wir halt nicht leben können!

Und wisst ihr was? Die Presse war auch da! Es gibt einen sehr schönen Nachbericht im wunderbaren VielfaltfindetStadtMagazin „Wiener Vielfalt

Wer war mit dabei, beim 8. S/Turm-Slam?
Toni, Florian Supe, Teresa Hossa, Jonas Scheiner, Elias Hirschl, Samuel Kramer, Julian Heun und El Awadalla!

Gratulation an Julian Heun und Jonas Scheiner zum Doppelsieg und viel Spaß mit Schampus und dem DUM-Abo.

Die Fotos sind wieder von der wunderbaren Sabine Pichler. Respect the copyrights, love the poets and adore the hosts!


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