Mehrsprachigkeit verleiht uns Flügel – textstrom im Jänner 2018

Wie schön ist denn bitte der Slam in der Brunnenpassage. Soviele neue Gesichter, einige davon sind schon keine neuen Gesichter mehr, weil sie wiederkommen und wieder mitmachen. Auch die etablierten Slammer und Slammerinnen fühlen sich willkommen und schmeißen ihren Namen in den Hut und hoffen auf Losglück. Weil uns das sowas von gefreut hat, haben wir alle 12 Starter_innen drangenommen, wir wollen ja niemanden wegschicken.

Moderation übernehmen Mieze Medusa & Yasmin Hafedh, ihr Slam-Team MYLF (Mothers You’d Like to Flow with). In ihrer Performance sprechen sie eine klare Anleitung für den Weltuntergang aus: „Wenn die Welt untergeht, dann zieh nach Wien, dort geht sie 50 Jahre später unter.“ Ist übrigens ein Zitat und zitieren darf man beim Slam. Arbeitsanweisung: Das Zitat googeln und in die Bücherei gehen, vom zitierten Menschen ein Buch ausleihen.

Startnummer 1: Adina Wilcke erzählt laut Eigenaussage Witze, über die selten gelacht wird. Es geht um Stille und ein Brett zwischen uns, das Brett vor dem Kopf…

Baghar reist atemlos durch die U-Bahn und trifft auf eine Frau, die den Tod sucht.

Maike will einmal alles, aber bitte vegan. Sie weiß, was sie will, sie will den Tellerrand entdecken und ohne Sicherung drüber fliegen.

Alina ist Elementarpädagogin und erzählt von ihrer Arbeit mit Flüchtlingskindern.

Katastrophe setzt auf die Vielsprachigkeit und erzählt auf französisch und englisch über Afrika. Stichworte: Kind, Essen, Berg

Til raucht einen Moment für sich, weil er länger nicht mehr geslamt hat und sich jetzt so freut. Dann zieht er reimend in die Schlacht, für den König, der weit weg ist. Ein Text in Computerspielästhetik.

Markus Köhle kommt zurück in die Herkunft und seine kommt darauf Ankunft ist ganz klar: Ab ins Finale.

Harlekin rockt mit einem Gedicht über die Hopi-Indianer, die keine Hobby-Indianer sind. Lord wüst ma kan Benz kaufen, übrigens auch ein Zitat. Arbeitsaufgabe: Googelt das Lied.

Fräulein Hahnkamper setzt in ihrem Text auf Körpersprache und Stimmbeherrschung. Time fly, time fly, heart speeks secret languages.

Simon Tomaz erzeugt Kollateralkichern und micht sich Sorgen um österreichische Sorgen und gratis Marihuana. Auch er zieht ins Finale ein.

Memo, denkt über das Willkommen sein nach: Schön, dass du da bist, Asel. Ein Text der Sorgen macht, was los ist in unserer Heimat, wenn ein frischgeborenes Baby beschimpft wird, nur weil die Mutter Kopftuch trägt. Ab ins Finale.

Mohammad gewinnt den (inofiziellen) Preis für die beste Einleitung: „Wo ich gehört habe, dass jeder schreiben kann, da hab ich angefangen.“ Genau darum geht’s. Im Text dann um die Liebe: „Ja ja ja, ich liebe es geliebt zu werden.“

Danach bringen MYLF noch ein Plädoyer für die Mehrsprachigkeit. Im super spannenden Finale setzt sich Markus Köhle knapp vor der zweitplatzierten Memo und dem drittplatzierten Simon Tomaz durch.

Es war ein wunderschöner Abend. Wir wollen mehr von euch allen hören und freuen uns auf dich und deine Texte beim Februar-Textstrom!
Alle Fotos gibt es übrigens direkt bei unserem Flickr-Account. Gemacht hat sie übrigens die großartige Claudia Rohrauer.

textstrom Poetry Slam Januar 2018

In textstrom Poetry Slam Wien veröffentlicht | Getaggt , , , , , , , , , , , , , , | Kommentieren

textstrom November 2017

Clara hat wiedermal einen schönen Blogeintrag geschrieben. Lest selbst!

Am 24. November war Textstrom Zeit und auch der letzte Textstrom des Jahres.

Als Feature hatten Mieze Medusa und Clara Felis den großartigen Jahson the Scientist eingeladen, der überdies noch Release Tag seiner neuesten Platte an diesem Tag feierte. Sein erster Text erklärte, warum er sich “the Scientist” nennt: there is a method of everything like science. Oder auch ein: dictionary = definitonary. Großer Applaus und Vorfreude auf seine zweite Runde.

Die Erste im Wettbewerb war Kathi mit dem Stichwort “hate”. Ihr Text war auf Englisch und beschäftigte sich mit der negativen Seite, bevor sie sich auf die guten Dingen fokusiert. 33 Punkte.
Die Zweite war Sophia mit dem Stichwort “schrullig”. Sie fragt sich, wie unterschiedlich die Welten sein können, die eigene, die der Großeltern, welche Zeit ist die aktuellere und gibt es “upcycling” erst seit dem es so genannt wird? 36 Punkte.
Die Dritte war Katharina, die ein “Rezept” für die Welt hatte, wie es sich am besten gemeinsam leben lässt. 36 Punkte.
Der Vierte war Manuel Lavoriero mit dem Stichwort “Stabreimnazi” und gibt darin eine Speeddatinanleitung für den armen Poeten, der versetzt wurde und darauf hin das Zepter selbst in die Hand zu nehmen. 36 Punkte.
Der Fünfte war Loic mit “Rollator”. Sein Kampf die letzte Ubahn zu erwischen als Superheldenepos, wo die Oma mit dem Rollator nicht fehlen darf. 31 Punkte.
Die sechste war Ann Air mit “Russen”. Sie sucht nach dem Opium für das Volk auf einer Goareise ins Unbewusste zwischen Ruhe und den Konsumtempeln in Indien. 36 Punkte.
Siebter war Straßenpoet mit “Königshofnarr”. Ein Text an seine Flamme, es mutet kitschig an, ist aber der Hoffnung gewidmet. 31 Punkte.
Achte war Lena Rubey mit “Kokon”. Sie versucht sich in einem leeren Raum leer zu räumen und wartet darauf, dass der Raum gefüllt wird. 29 Punkte.
Der Neunte war Nano Miratus mit “Kaffee”. Laut meinen Aufzeichnungen gibt es eine Assoziatonskette mit den Stichworten: Golfsport als Ausgleich zur Polizei und Gravitation zieht runter. 36 Punkte.
Als Zehnte kommt Memo mit “U6”. Die nervige Frage, woher kommst du, beantwortet sie mit irgendwo zwischen Ägypten, Graz, Wien und U6. Dabei ist die Frage, wer bin ich, viel wichtiger. 33 Punkte.
Als Elfter kommt Ambrosio mit “Wischen”, denn Wischen ist wie Eislaufen auf verschiedenen Oberflächen. 33. Punkte.
Als Zwölfte kommt Janea Hansenmit “Hui”. Sie stellt sich der Frage, worin der Unterschied liegt mit Menschen, die immer präsent und im Licht sind, und jenen, die sich eher im Hintergrund halten. 40 Punkte.

Damit ist die Vorrunde beendet. Es gibt eine kurze Pause.
Im Finale featured noch mal Jahson zum Thema worlds and wonders. fill the gap.

text_D615310_1

Durch die Streichwertungen aus der Vorrunde und der Applauswertung kommen wir zu folgendem Trio:
2. Ann Air beschreibt in ihrem Text das Inventar des Zimmers ihres Sohnes.
1. Nano Miratus führt einen Monolog über die zerflossene Liebe, die keine Antwort gibt.
1. Janea Hansen stellt Claudia Neumann vor, ihres Zeichen Fussballkommentatorin.

Herzlichen Dank an alle, die kamen, sprachen und applaudierten. Es war ein Fest!

textstrom Poetry Slam, November 2017

In textstrom Poetry Slam Wien veröffentlicht | Getaggt , , , , , , , , , , , , , , | Kommentieren

textstrom Oktober 2017

Wo ist unser Kopf?
Wo sind unsere Notizen?
Es war ein großartiger Herbst, wir danken euch.

Im Oktober 2017 hatten wir bei textstrom Poetry Slam einen wunderbaren Featured Poet: Omar!
Der war ja dann auch beim Ö-Slam beim finalen Stechen! Yeah!

Markus Köhle und Mieze Medusa haben moderiert. Ich würd mich erinnern, dass der Christian Schreibmüller da war. Philipp Quell war da. Hui! Hui! Hui!

Wir tragen das nach!

textstrom Poetry Slam September 2017

In textstrom Poetry Slam Wien veröffentlicht | Getaggt , , , , | Kommentieren

So flawless war der Oktober 2017

We all flawless, der feministische Poetry Slam in Wien hat sich so über eure Texte gefreut, liebe Franziska Holzheimer, Susi Schmalwieser, Ulli Hammer, Martin Fritz, Pia Semorad, Kirmes Hanoi, Clara Felis und Jelena Blatancic. Mieze Medusa und Yasmin Hafedh freuen sich auf den November-Flawless!
Gratulation, Franziska Holzheimer, du warst ein bisschen flawlesser als die anderen und hast gewonnen!

Danke ans Kosmostheater, es war wieder richtig, richtig schön!

Flawless Poetry Slam Oktober 2017

In Flawless Poetry Slam veröffentlicht | Getaggt , , , , , , , , , | Kommentieren

Wir starten die 13. Saison in der Brunnenpassage!

Saison Nummer 13. Textstrom in der Brunnenpassage. Es ist September und Samstag. Die Leute freuen sich, dass der Sommer vorbei ist und endlich wieder geslammt wird.

2017-09-23 21.57.34

12 Teilnehmer_innen und Fabian Navarro sorgt als Featured Poet für beste Stimmung. Er ist angekommen in Österreich, sein Herz endlich paniert.

Philipp trifft die Nummer ein, sein Text geht an Berthold, er gebärdet sich als Meinungsmetzger.
Jennifer Tough & Frankoz nimmt das Stichwort Regen an und entführt in die Spiegelgasse.
Gyula spricht von Froschprinzen, Tanzgeiger und Bad Boys, er selbst ist natürlich letzteres. Henrik Szanto wiederum ist halb Ungar, halb Finne und er übersetzt für uns finnische Sprichwörter – nicht „hinter Gotts Rücken“ sondern vor entzücktem Publikum.
Osama wandelt sein distanziertes Liebesgedicht in handfeste Gesellschaftskritik und versetzt alle in Herbststimmung.
Lisa hat einiges über die Relativität und Kälte der Ordnung zu sagen.
Veronika punktet mit einem Fernbeziehungstext, in dem sie sich neidisch auf Tante Jutta outet.
Tom aus Graz hat sich ganz den Palindromen verschrieben: Legovogel, Amokoma und Gnutötung!
Susanne will irgendwas Neues und frei sein. Basti School zieht Parallelen zwischen Christian Lindener und Sebastian Kurz und Darling schlüpft in die Rolle eines Totgeburt-Geschwisters. Das waren nur 11. Stimmt. Maiki war dann doch nicht da.

textstrom Poetry Slam September 2017

Es ging um drei Finalplätze, es ging um eine Flasche „Nannerl“, es ging für alle in die verdiente Pause.
Fabian Navarro wärmte das Publikum erneut bestens auf und so hatten die Final-Teilnehmer_innen beste Bedingungen: Darling beginnt und lässt sich aus über Rollenbilder, Kompromisse und Selbstbestimmung. Das kommt an. Tom aus Graz hat eine monovokale Geschichte von Lilli & Philipp vorbereitet. Das Schickimickiimbissschiff fährt auch ab. Henrik Szanto schließlich gab erneut den ertragenden Finnen und erleuterte die tiefere Bedeutung des Brustschwimmens beziehungsweise langfristige Schäden, die Tempusreihen anrichten.

Es wird kräftig applaudiert. Darling und Henrik im Stechen. Knapper Sieg für Darling und eine schöner Abend für alle. Nächster textstrom in der Brunnenpassage – gleichzeitig die „Slam, Oida!“-Präsentation: Samstag, 14. Oktober.
Wir freuen uns auf euch!

Slam Oida, Poetry Slam in Österreich

Moderiert und die Zusammenfassung geschrieben hat übrigens: Markus Köhle!

In textstrom Poetry Slam Wien veröffentlicht | Getaggt , , , , , , , , , , , | Kommentieren

Textstromtafeln beim Straßenfest Josefstadt

Poetry Slam im öffentlichen Raum! Immer eine Herausforderung. Am 15. September 2017 war es wieder soweit. Wir haben zweimal geslammt.
Immer mit dabei waren: Mieze Medusa, Markus Köhle, Andreas Plammer, Alice Reichmann und Henrik Szanto. Am Abend haben Veronika und Caro ihr Slamdebüt gegeben! Wir freuen uns darauf, dass ihr ganz oft wiederkommt!
Und danach gings ins Cafe Anno, auf einen Drink, einen Slam und auf ein &Radieschen!

Textstromtafel / Straßenfest Josefstadt

In textstrom goes ... veröffentlicht | Getaggt , , , , , , | Kommentieren

Letzter Slam vor der Sommerpause!

Trotz Hitze volles Haus gestern, Danke! 10 Poet_innen, einige davon neu, einige uns gut bekannt und ans Herz gewachsen.
Angetreten sind Omar, Christoph Wenzel, Philip Quell, Tom aus Graz, Ann Air, Book Woon, Sandy Gomez und Clara Felis!
Ex Aequo Sieg von Omar und Philip Quell!
Moderation von Mieze Medusa & Adina Wilcke
Brunnenpassage, wir freuen uns jetzt schon auf der nach der Sommerpause!

Hier ein paar Impressionen!
textstrom Poetry Slam Juni 2017

In textstrom Poetry Slam Wien veröffentlicht | Getaggt , , , , , , , , , , , , | Kommentieren

Im Mai 17 war textstrom auf der Straße!

Hier noch ein kleiner Nachbericht vom StraßenKunstFest und von Clara Felis, wo wir zwei Mal einen 5-Personen-Slam ausrichten durften:
Danke vorab an: Brunnenpassage, Fanny Famos, Tom aus Graz, Katharina Laimer aka Darling, Philipp Quell, Philipp Schwarzer, Angyal Gyula, Mario Tomic, Benjamin S. Ulysses
Wir waren mal wieder draußen
Poetry Slam im öffentlichen Raum zu präsentieren hat in Wien beinahe Tradition und Textstrom durfte diese Tradition wieder aufnehmen. Beim StraßenKunstFest am Yppenplatz gab es zwei Poetry Slam Slots, die jeweils mit einem in sich geschlossenen Slam die Interaktion mit dem Publikum suchte. Das diese Interaktion gerade im öffentlichen Raum nicht immer so einfach zu finden ist, ist bekannt, wir versuchten es trotzdem und haben ein lautes Publikum als Belohnung bekommen. Das wurde sogar so ausgeweitet, dass das Finale der fünf Poetinnen und Poeten ausgeklatscht wurde. Manchmal in mehreren Runden. Weil es so schön ist.
Es waren zwei Runden á fünf Poeten/Poetinnen.
Die erste Runde begann gefeatured mit Fanny Famos, die ihren Text „i bin a hur’“ zum Besten gab. Tom aus Graz eröffnete den Reigen mit seinem Text das „Monster“ unter meinem Bett ist nett. Darling folgte darauf mit ihrem Text „Hengstin“, der die Selbstbestimmtheit der Frau in den Vordergrund legt. Philipp Schwarzer hatte einiges zum Sommer, zu „Zwiebelbranntwein“ und Liebe ist die Währung zu sagen. Philipp Quell nahm die Thematik der Liebe auf, das Stichwort war „Furz“ und es geht hier um Liebe. Mario Tomic beendete die erste Runde mit dem „Philo-man“. Zum Sieg geklatscht wurde Mario Tomic.
Vor dem der zweiten Runde gab es ein Konzert mit Esmeraldas Taxi.
Es folgte die zweite Runde. Diesmal eröffnet von mir, der Moderatorin Clara Felis. An erster Stelle folgte Fanny Famos, die den Mitmachtext „das ist Mutternatur“ zum Besten gab. Philipp Schwarzer erklärte anhand der Altersunterschiede von Früchten verschiedene Arten der Leidenschaft mit dem Stichwort „Kiwi mit Schale“. Memo hatte zwei kleinere Texte dabei, zunächst ging es darum zur Ruhe zu kommen. Und im zweiten ging es um die „Sonne“ statt Stress. Puszta Cowboy übersetzte sein Gedicht zunächst selbst ins Deutsche um es dann im Ungarischen noch ein Mal vorzutragen. Stichwort „Katakomben“. Benij ließ die Liebe braun werden mit dem Stichwort „Bertram“. Das Publikum kürte für Fanny Famos zur Siegerin.
Es war wieder ein Fest und eine Freude im öffentlichen Raum moderieren zu dürfen. Ich freue mich schon auf das nächste Mal, dann wieder drinnen und zwar am 15. Juni in der Brunnenpassage!

In textstrom Poetry Slam Wien veröffentlicht | Getaggt , , , , , , , , , | Kommentieren

Slam, Oida!

Wir feiern Jubiläum! Wir freuen uns wie blöd! Wir haben ein Buch gemacht! Ihr könnt es ab jetzt im bestellfreudigen Buchhandel und direkt beim Lektora Verlag bestellen!

Slam, Oida!
15 Jahre Poetry Slam in Österreich
Markus Köhle, Mieze Medusa (HG.)
Lektora Verlag
ISBN 978-3-95461-098-3

Seit über 15 Jahren haben wir die Freude, Ehre und Arbeit in Österreich die Poetry Slam Szene mitzugestalten. Wir waren also von Anfang an dabei, wir sind immer noch unterwegs und wir sind unfassbar glücklich darüber, wie groß, vielfältig und funkelnd die Slamszene unseres Landes mittlerweile ist.

Slam Oida

In diesem Buch haben wir 42 Slamtexte ausgewählt, die einen bunten Querschnitt bieten. So schreiben wir: Vom Wiener Schmäh, vom Leben am Land, von der Härte der Berge und Täler, von den Abenteuern einer Winkerkrabbe, von der Liebe, von Bobo-Verhipsterung und von Fragen, die uns gestellt werden: Wo kommst du her? Wer befreit unterdrückte Rufnummern? Wo siehst du dich in fünf Jahren?
Auch im Buch: Jede Menge Slamwissen. Hier werden wichtige Fragen beantwortet: Ab wann gehöre ich dazu? Ist der Wettbewerb nicht ein bisschen unfair? Kannst du mir 10 Tipps für meinen gelungenen Auftritt geben? Ja darf man das? Ja, das darf man.

Mit Texten von: 378, Adina Wilcke, Agnes Maier, Alice Reichmann, Andi Plammer, Anna-Lena Obermoser, Benji, Christine Teichmann, Christopher Hütmannsberger, Clara Felis, Darling, David Samhaber, David Scheid, Elias Hirschl, Florian Supé, Helene Ziegler, Henrik Szanto, Janea Hansen, Jonas Scheiner, Käthl, Klaus Lederwasch, Ksafa, Fisch, Mario Tomic, Markus Köhle, Markus Koschuh, Martin Fritz, MC Stoner, Mieze Medusa, Mona Camilla, Mriri, Rebecca Heinrich, Sara Bonetti, Sarah-Anna Fernbach, Sevi, Simon Tomaz, Stefan Abermann, Tom aus Graz, Ulli Hammer, Yannick Steinkellner, Yasmin Hafedh

Das wird gefeiert! – 15 Jahre Slam in Österreich on tour

Muss man Slam live sehen? Müssen nicht, aber es zahlt sich aus. Wir sind ohnehin immer unterwegs, wir haben “Slam, Oida!” ohnehin ab jetzt mit dabei…
14.10.2017 – Brunnenpassage, Wien (im Rahmen von textstrom Poetry Slam)
18.10.2017 – Kultum, Graz
30.10.2017 – Wagner’sche Buchhandlung, Innsbruck
07.11.2017 – Stifterhaus, Linz
02.12.2017 – Musilhaus, Klagenfurt
Februar 2018 – Literaturhaus, Salzburg
Wir freuen uns auf euch!
 

In textstrom Poetry Slam Wien veröffentlicht | Getaggt , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Kommentieren

Tschif, RIP!

Liebe alle!

Es geistert durch unsere Köpfe, Herzen und Facebookseiten.

Tschif Windisch, Slammaster, Dialektfan, Betreiber von Wos host gsogt Dialektslam und unzähligen anderen Slams in der Steiermark und in Österreich, ist nach kurzer, heftiger Krankheit verstorben. Wir sind alle sehr traurig, ich bin ehrlich gesagt zu betroffen für einen Nachruf.

Aber hört doch Markus zu, wenn er den Tschif ehrt. Tschif kommt auch zu Wort, natürlich! Als könnte man den Tschif stoppen!

Ich möchte sagen: Er war nicht allein. Petra, die wir alle ja jetzt auch schon oft Slams getroffen haben und die ja auch bei den letzten Meisterschaften war, hat uns allen noch soviel ermöglicht, weil sie für den Tschif und auch für uns da war, sie hat uns mit Infos versorgt, vom Bahnhof abgeholt, als wir ihn besucht haben, es war sehr viel los im Tschif-Zimmer. Nicht nur von der Slamszene, aus allen möglichen Bereichen kam der Besuch, es wurde Schmäh gführt, wie sich das gehört, in Gegenwart des Tschifs. Ich kann nur den Hut ziehen. Und vom Tschif lernen: wenn das Leben mal richtig blöd tut, sagen: “Jo, wos willst machen.” und das Lächeln behalten. In diesem Sinne, danke dem Tschif, danke der Petra. Der Familie und der Petra mein Beileid von Herzen.

Es wird im Laufe des Jahres viele Abende geben, an denen wir an ihn denken. Manche offiziell, die meisten inoffiziell. Wenn ihr ihn ehren wollt, dann wohl am besten damit, dass ihr immer wieder mal einen Dialekttext schreibt. Oder ein Gösser Bier auf ihn trinkt.

Beim Denken an ihn in den letzten Wochen ist mir besonders aufgefallen, was Tschifs Superkraft war: Immer aktiv sein, sich immer für andere freuen. Überhaupt: Sich lieber freuen als ärgern. Und: Er hat nicht schlecht über andere geredet, aber man hat immer gewußt, woran man bei ihm ist. Das will ich mir von ihm abschauen.

Danke also, Tschif, für deine Arbeit und für deine Freundschaft und euch fürs Lesen!
Du fehlst uns jetzt schon wie blöd.

Ich grüße euch alle herzlich,
Mieze Medusa

In textstrom Poetry Slam Wien veröffentlicht | Getaggt | 2 Antworten

textstrom Kick-Off in der Brunnenpassage… #euphorie

Wir sind immer noch völlig baff davon, wie schön es in der Brunnenpassage war!

Aber der Reihe nach: Ja, Nach 12 Jahren ist textstrom Poetry Slam umgezogen. Vom rhiz, unserer bisherigen Heimat für 12 unfassbar schöne Jahre, sind es aber eh nur ein paar Schritte zur Brunnenpassage! Also, gleiche U-Bahnstation und dann zu Fuß und am Sonntag, dem 20. März haben dort schon ganz aufgeregt die beiden Slam-Urgesteine Mieze Medusa und Markus Köhle auf euch gewartet.

Also ab jetzt: textstrom Poetry monatlich im KunstSozialRaum Brunnenpassage (Brunnengasse 71/Yppenplatz,
1160 Wien)

Weg zur BrunnenpassageMieze Medusa, Markus Köhle, textstrom Poetry Slam

Was ist neu?

    Wir haben einen Fokus auf Mehrsprachigkeit. Dieses mal haben wir die Jury einen Mehrsprachigkeits-Extrapunkt vergeben lassen. Mal sehen ob das jedes Mal gleich ist, oder ob wir experimentieren.!)
    Statt bisher 12 werden ab jetzt 10 Startplätze werden vergeben, immer noch 2 Runden, jeweils 5 Minuten Zeit. Dafür gibt es jedes Monat eine_n Featured Poet. (Ja, okay, beim Kick-Off sind wir wieder weich geworden, waren es also 13 Starter_innen, ihr seid so toll!) (Ja, natürlich wird das Featuren bezahlt!)

Als Feature hatten wir Mario Tomic geladen, der ist krank geworden, aber inzwischen wieder fit. Yeah! Unser Motto ist ja immer so: Keine Probleme, nur Lösungen und wir sagen total herzlich Danke an Christopher Hütmannsberger, der eingesprungen ist und als Opferlemming und vor dem Finale wunderbare Spoken Word Texte auf Deutsch und Englisch vorgetragen hat!
textstrom Poetry Slam @ Brunnenpassage

Startnummer eins hat Peter aus der Schweiz. Der widmet dem kranken Mario Tomic eine Extrazeile in seinem Gedicht: Angina kommt vor. Mir blieb noch das Bild: Tampos sind Korken fürs Mädel.

Andyal Gyula ist natürlich perfekt besetzt für unsere Idee der Mehrsprachigkeit. Er bringt eine Text auf deutsch und dann auf ungarisch in dem schleichende Fremde Tänze tanzen, die in Palästen getanzt werden. Dann springt er in die Luft.
textstrom Poetry Slam @ Brunnenpassage

Martin Bachler erzählt uns, dass Poetry Slam für ihn wie Radfahren ist, wenn man es lange nicht macht, dann stürzt man und schlägt sich das Knie auf. Seine Mehrsprachigkeit: lateinische Einsprengsel, er zitiert Homer, und fragt: Is er jetzt home, er? Andi Pianka, der Seltenslammer, der wohl alle Slam-Locations im Umland unserer schönen Großstadt kennt, hat einen neuen Slamtext, der euch begeistert. Ab ins Finale!
Lieblingssatz aus der Erinnerung zitiert: Die Wallstreet, die Straße, an der lang niemand die Absicht hatte, eine Mauer aufzubauen…

Textstrom Kick-Off in der Brunnenpassagetextstrom Poetry Slam @ Brunnenpassage

Lisa, die wir beim Workshop des Flawless Poetry Slams schon kennengelernt haben, wohnt in Ottakring, hat ein Fake-Lächeln für den Lehrer, der sie (die Klasse) für dumm hält. Ein Fehler. Vom Lehrer natürlich!

textstrom Poetry Slam @ Brunnenpassagetextstrom Poetry Slam @ Brunnenpassage

Walter Ego erzählt von Fichtenbäumen und Police Alarms, it’s not, it appears, so simple!
378 war Flawless bei Flawless Poetry Slam. Ihr gefällt’s so gut in Wien, dass sie immer noch da ist! Wißt’s eh: “Hundewelpen: gut. Hundewelpen anzünden: schlecht.”
textstrom Poetry Slam @ Brunnenpassagetextstrom Poetry Slam @ Brunnenpassage

Hatschi Bratschi Luftballon erzählt von digital divide und dem Schweizer Taschenmessern unseres Jahrhunderts, dem Handy. Weiß er eigentlich, dass er wie ein Text von Lisa Eckhart heißt?
Es folgt Simon Tomaz der uns von interspezialer Kommunikation erzählt und Quallen das Autofahren beibringt.

textstrom Poetry Slam @ Brunnenpassagetextstrom Poetry Slam @ Brunnenpassage

Danach gönnen wir uns eine Pause, die letzten drei Slammer_innen kommen danach, plus knackiges Dreier-Finale.

Nach der Pause eröffnet Alice Reichmann, die Mehrsprachigkeit als Mehrstimmigkeit auslegt. Ihr kennt auch aus, rastet aus und seid restlos begeistert. -> Finale!

Benji disst das Mühlviertel, ohne zu wissen, das Mieze Medusa da her kommt. Es schadet ihm nicht. Er kommt dem Mikro wiedermal deutlich zu naher, soll heißen, er verbeißt sich in ihm!
Tereza Hossa lässt sich beim Kika küchentechnisch beraten, dort arbeitet ein Steinkellner, den ruft sie dann an, weil Liebeskummer.

Clara Felis kann in vielen Sprachen Danke sagen, dafür sagen wir Danke. Sie liest die Stadt, kennt grauen Alltag, ist im Auftrag des Gebens und Empfangens unterwegs.

Interlude: Christopher Hütmannsberger. Also nochmals Feature. Sehr schöner neuer Slamtext, Christopher, mögest du gut gebucht sein den Rest des Jahres.

Jetzt aber Finale!
Andi Pianka ist der Killer des Ts, der T-Quilla, der Killa des Tees, also kein Kaffee.. Außerdem kommt Zeus im Text vor, der mit einer Gazelle was macht.
Benji beginnt die Geschichte über sein Privatleben mit “mein Beruf” um gleich darauf “meine Mutter” zu sagen. Ist Benji also ein Familienmensch?
Alice Reichmann bringt wiedermal ihren inneren Professor Erdberg zum Sprechen, äußert sich über Barcelona, Weltpolitik und das Demonstrationsrecht. Ihr rastet wieder aus!

Völlig verdient heißt die Siegerin des ersten textstrom Poetry Slams in der Brunnenpassage genauso wie die Siegerin des letzten textstrom Poetry Slams im rhiz (im Jänner): ALICE REICHMANN!

textstrom Poetry Slam @ Brunnenpassage

Hier übrigens Höchstwertung mit Mehrsprachigkeitsextrapunkt!
textstrom Poetry Slam @ Brunnenpassage

textstrom Poetry Slam @ Brunnenpassagetextstrom Poetry Slam @ Brunnenpassage

textstrom Poetry Slam @ Brunnenpassage

Wir sind sehr dankbar, für diesen geglückten Ortswechsel und freuen uns auf alle weiteren textstrom Poetry Slams!

textstrom Poetry Slam @ Brunnenpassage

In textstrom Poetry Slam Wien veröffentlicht | Getaggt , , , , , , , , , , , , , , , | Kommentieren

Ausgerhizt!

Nach 12 Jahren textstrom im rhiz machen wir einen Lokalwechsel. Wir  verraten noch nicht wohin. Aber im März geht es weiter. Am Mittwoch,  den 25. Jänner 2017 allerdings fand ein würdiger letzter Poetry Slam  im rhiz statt.
14 Poetinnen und Poeten auf der Liste – Ehrensache, dass alle dran  kamen. Das Publikum war zahlreich und aufnahmebereit wie immer – Danke  an euch! Das Textstrom-Team war zu vier Fünfteln vorhanden, nur die  Gründerin des textstrom Poetry Slams Mieze Medusa musste leider das  Bett hüten. Es wurde ihr ein mitfühlendes Ohhh über den Gürtel nach  Ottakring geschickt, ein Ohhh, das gute Besserung und auf Wiedersehen  in der neuen Location hieß. Ein besonderer Slam verlangt nach einem  besonderen Opferlamm. Kirmes Hanoi – Vizemeister des Team-Ö-Slams 2016  verrieten: Geschichte wird von den Gewinnern geschrieben, Wahrheit ist  eine Meinung und Meinung eine Bitch. Das Publikum war der Meinung,  dass das ganz großartig war. Die Jury traute sich noch nicht, alles zu  geben, blieb sich dann aber über zwei Vorrundenstunden treu. LOB!  Yasmin und Markus moderierten die Vorrunde, Clara und Adina übernahmen  nach der Pause – in der, nochmal LOB, großzügig gespendet wurde.

textstrom Poetry Slam Wien Jänner 2017

Die Ehre der Nummer 1 traf Teresa Hozza. Unter dem Motto „Mehr Stoff  fürs gleiche Geld“ berichtete sie vom Schlussmachen zu Silvester, von  der Lust am Bügeln und der Süße von Kellnern im Europa beziehungsweise  Zwieback. Stefanie ließ sich vom Women-March inspirieren, hat aktuelle  Ereignisse verarbeitet und dafür eine Sprache gefunden: This is for  the people. This is called evolution!
Osama wiederum machte den  Abschied vom rhiz zum Thema. Er propagierte, dass alles kunst sei,  aber auch alles leer. Wels leer. Linz leer. Rhiz leer. Die Menschen  mochten diese Leere. Die Menschen mochten aber noch mehr, was Anna  über Rhabarbara und Maronika zu sagen hatte. Eine verzwiebelte  Angelegenheit mit Rettich in Sicht und einem Quinoaabend: Always olive  in yourselfe. Mit 32 Punkten gurkte sie damit ins Finale.
Elias  Hirschl setzte mehr auf Fleisch, auf Menschenfleisch. Er präsentierte  das Programm der Konservativ Kannibalistischen Partei KKP und  verputzte selbst Gott in Comic Sans. 33 Punkte!
Ulli Hammer wiederum hatte zwar auch einen Menschen zum Fressen gern,  dieser aber war unerreichbar. Du bist irgendwo weg, ich da, hieß es da  und: Ich bin nicht, ich war. Schön. Dann ging’s um  Hassposting-Recherche. Janea berichtete von der heteronormativen  Kackscheiße rund um den weiblichen EM-Fußballspiel-Kommentar auf ZDF.  Das Publikum wählte Penis als Stichwort und Speichermedium für den  Text. Tom aus Graz wiederum erzählte von drei Wärtern, einem  Gefangenen und einem Hirschen mit Salzlecksteinsucht, eine Geschichte  in ORF-Landkrimi-Manier. Valerie machte es kurz und Randsteine zum  Thema, es ging um Stürze, um die Härte von Beton und den Geschmack von  Kieselsteinen im Mund. Christl Meth warf eine ergreifende Oma-Ode ins  Publikum. Oma strickt Handytascherln und beschert jede Menge gute  Erinnerungsmomente.
Philipp Quell fragte sich, was denn bitteschön Moral sei und wo diese  endete. Eine synaptische Diät, mit der er es knapp nicht ins Finale  schaffte. Keine Diät ist Schmetterlinge speiben, wusste Darling. Sie  suchte einen LAP mit Potenzial für synchronen Verfall. Alice Reichmann  – die Kuchen mitgebracht hatte – Danke – gab auf bewährte Art Einblick  in ihre Wien-Welt. Da ging’s um Weed um Straßencredabilität, um das  falsch Aussprechen und Rauchenwollen von Joints und ums Zerlegen,  Mann. 35 Punkte – Höchstwertung des Abends! Theresa Wagner beschloss  die 14er Vorrunde mit einem Kapitalismus-Hochamt: Verzins uns unsere  Schulden, wie auch wir verzinsen unseren … Punktestand 32 – Finale.
Pause. Musik von Yasmin. Freude. Finale.

Clara macht einen neun Jahre alten Text – nicht der allererste, aber  fast. Adina ist halb so lang dabei. Yasmin feiert 10jähriges  textstrom-Jubiläum. Ja, Jubiläen statt Abschied. Machen wir es kurz.  Theresa stellte fest: Ich bin jetzt Establishment. Anna demonstrierte  anhand von Grenaggen die Kraft des Pinzgauer Dialekts. Elias  präsentierte die verschrobenen Arbeiten des Literaturwissenschaftlers  Nowak, Stichwort: Egger ist das Schwechater unter den Bieren. Und  Alice schließlich führte vor, was man sich unter einem Bad Boy  vorzustellen hat. Brainfuckbrakedown total! Alice Reichmann gewinnt  den letzten textstrom Poetry Slam im rhiz, alle anderen auf Platz  zwei. Dann legte Yasmin auf, bis wir (sanft) rausgeschmissen wurden.  Es wurde getanzt, getrunken, gelacht. Wir sagten zum Abschied laut:  Po-po-po-Poetry Slam!

So fast Papa-Slam Markus Köhle den letzten textstrom im rhiz zusammen!

letzter Textstrom im Rhiz

In textstrom Poetry Slam Wien veröffentlicht | Getaggt , , , , , , , , , , , , , | Kommentieren