Hui, Herbst ist hot! – textstrom Poetry Slam im Oktober 2019

Wow! Stimmt schon, im Herbst geht es traditionell rum. Dennoch habt ihr unsere Erwartungen übertroffen. Obwohl wir die offene Liste von 10 auf 12 TeilnehmerInnen erweitert haben, mussten wir einige SlammerInnen ohne Auftritt heimschicken. Wie uns das immer weh tut! Wir freuen uns sehr, wenn ihr wiederkommt!

Die Moderation haben Mieze Medusa und Yasmin Hafedh übernommen.
Featured Poet Sergio Garau wärmt den Raum wunderbar auf und beweist, dass wir für ein gemeinsames Spracherlebnis keine von allen geteilte Sprache brauchen. Mut, Sprachwitz, Sound, eine mitreissende Performance und offene Ohren reichen aus.

Sergio Garau bei Textstrom Poetry Slam - Oktober 2019

Los geht’s!
Elias Hirschl und Simon Tomaz haben ein fantastisches Slam-Team. Der Name Somali Holztisch Seminar ist klug gewählt, weil er die Buchstaben von ihren eigenen Namen mixt. „Sie haben einen Slam mitgebracht und der geht über“, ist die Anmoderation. Klug in der Metaebene, lustig im Hier und Jetzt.
36 Punkte.

Somali Holztisch Seminar bei texstrom Oktober 2019

Starnummer 2: Christine tritt zum ersten Mal bei textstrom Poetry Slam auf. Sie hat ordentlich Power und erzählt von Nacht, Wut und Vielleichts.
Wer hat schon Fehler? Alle!
Du wirst wieder lachen, weinen und schreien.
Christine! Wir wollen dich wieder bei textstrom sehen.

Christine bei texstrom Oktober 2019

Startplatz 3: Nanaa ist ebenfalls zum ersten Mal bei textstrom auf der Bühne. Sie performt auf Englisch und erzählt vom Herbst: autumn, deep crimson dark green, bare, stand and stare, struck by the beauty of death.
Nanaa - texstrom Oktober 2019

Als 4. startet Leonie erzählt von einsamer Bettdecke, Nacht und Früchtetee, Paul vermisst seine Kinder… die Geschichte einer Trennung.
Leonie, erzähl uns mehr und komm gerne wieder.

Übrigens: Schauen wir beschäftigt aus im Hintergrund? Yasmin schreibt keineswegs ein SMS, sie stoppt die Auftrittszeit, Mieze Medusa macht keineswegs Notizen für den nächsten Roman, nein, sie macht Notizen für diesen kurzen Bericht!

Leonie - texstrom Oktober 2019

Die 5. auf der textstrom Bühne ist Shafia. Laut Eigenaussage hat sie den Text in der Straßenbahn geschrieben, that’s the spirit! Er handelt von Lukas, kein Datenschutz für Lukas, „weil der Name schmilzt so auf der Zunge, wie Käse in einem Raclettepfännchen“, aber vielleicht ist Lukas ja gerade deshalb erfunden, oder wenigstens der Name, oder …
37 Punkte und ab ins Finale!

Shafia - texstrom Oktober 2019

Nefeli hat die Startnummer 6. Auch sie erzählt von der Liebe, von südamerikanischen Kochkünsten, von Angst und Aufregung und dann singt sie noch, zitatweise natürlich, ein paar Zeilen Billie Eilish!
Juhui! Wir freuen uns auf deinen nächsten Auftritt!

Nefeli  bei texstrom Oktober 2019

Katharina mag Massenkonsum überhaupt nicht. Warum? Weil uns Massenkonsum anspricht, anschreit, anlockt, den wir anhimmeln und dann gleich wieder wegwerfen.
Schön! Gut performter Text mit Message! Gerne mehr!

Katharina - texstrom Oktober 2019

Startnummer 8: Laura ein Text über Vor-Teile: Das Teil vor dir und das davor, wer war davor? das Ur-Teilchen!
Das Publikum zerfällt in Einzel-ur-Teilchen, wie es die ehrenwerte Tradition bei Poetry Slams ist, und es reicht nicht ganz fürs Finale, aber wir freuen uns über einen weiteren Auftritt von Laura!

Laura - texstrom Oktober 2019

Startnummer 9 ist aus Kärnten angereist und tritt unter dem Pseudonym auf: „Monsieur F“ vergleicht etwas mit einem Hummelflug. Was? Das ist verloren gegangen im Notizbuch, vielleicht das Spazierengehen, vielleicht the falling in love, jedenfalls es geht in seinem Text darum, den Mut zusammenzunehmen und er geht im Handstand auf jemanden zu.

Monsieur F - texstrom Oktober 2019

Esma bekommt Postkarten von rotzenden Männern. Menstruation und männlicher Rotz, wer hat Gefühle? Irgendwer hat Gefühle und zwar nicht nur kurz, sondern solang, bis das Bett nach Nagellackentfernder riecht. Hach, kann sein, die Stichwortzusammenfassung verfälscht hier den Inhalt ein bisschen, aber: was für Stichworte und was für ein schhöner Auftritt! Danke, Esma, bis bald auf der Bühne!

Esma  - texstrom Oktober 2019

Teil der Kärntner und neuerdings auch der Wiener Slamszene ist Tara Meister. Ach wie schön ist Pananma, so stehts im Reiseplan des Textes, überhaupt: Orte mit P. Und auch Kardinalschnitten spielen eine wichtige Rolle!

Tara Meister - texstrom Oktober 2019

Den letzten Startplatz bekommt das Team FULS – Fathers You’d Like to Snow with. Markus Köhle und Peter Clar checken ab, ob der Text, den sie für den Ö-Slam 2019 geschrieben haben, etwas taugt. Die gute Nachricht: Es taugt euch. 2 Kugelbäuche und kleiner Kopf und Karottennase = Schneemänner = alte weiße Männer und die finden sich nach einer Pause im Finale wieder!

FULS - texstrom Oktober 2019

PAUSE

Nach der Pause gibt es einen zweiten Auftritt von Sergio Garau.

Somali Holztisch Seminar stellen fest: Poetry Slam ist Hochkultur und dann faken sie auf der Bühne ein Ö1 Interview. Einer kommt von der Straße, der andere aus der lebenswertesten Stadt der Welt.

Tara Meister startet mit anderer Energie und einem Text über eine Frau namens Rose.

Team FULS sprechen institutionell und solidarisch und stellen fest: Arbeit ist auch nur ein Anagramm von Bratei.

Shafia lobt in der Einleitung das Publikum (macht also alles richtig). Ich notiere mir: „vollkommen ganz ohne Schokolade“. Jedenfalls: Supercool!

Den Abend für sich entscheiden können die Schneemänner. Markus Köhle und Peter Clar als Team FULS haben eure Herzen erobert und den textstrom Poetry Slam im Oktober in der Brunnenpassage gewonnen!

Gratulation!

texstrom Poetry Slam / Brunnenpassage Wien / Oktober 2019

texstrom Poetry Slam / Brunnenpassage Wien / Oktober 2019

Wir sind Teenager – Saisonstart der 16. textstrom Saison

Textstrom Poetry Slam in der Wiener Brunnenpassage am 12. September 2019

Die Textstrom-Saison startet gemütlich. Entspannt treffen die Teilnehmer*innen ein, entspannt auch das Publikum. Kein Stress. Wir haben noch einen dichten Herbst vor uns und Textstrom geht in Saison Nummer 16, ist also ein richtiger Teenager. Sehr schön.

Lea featured and is just perfect, she hits like a big brother and gives us all butterflys – you should meet her!

Gerald ist zum ersten Mal dabei und grabt tief in seiner Textmappe, um ein Liebesgedicht eines 14jährigen vorzutragen und dann noch ein Spontan-Manifest, das ist doch ein süßer Kussmund-Start in den Bewerb! Es folgt: Goscherl. Goscherl auf Reisen nimmt Gerüche mit, es macht puff-zisch, und sie kommt nicht mit Selbstfindungsdurchfall zurück. Bierpunkt spricht sich für Ablenken durch Querdenken aus, es geht um Alltagsheldinnen und Mutter-Kind-Troubles. Simon Tomaz zieht eine Parallele von Game of Thrones zur Österreichischen Innenpolitik, lässt diverse Opfer zu Wort kommen und die Pferde bewaffnen. Memo wettert gegen ein System, das auffrisst und diskriminiert. Sie ist für Alltagsausbruch und weiß, Veränderung braucht Mut! Sunny hat auch Mut und gibt die Dating-Queen, sie springt über ihren Schatten und lädt den Nachbarn zum Essen ein, dass ein Risotto dafür nicht die beste Wahl ist, merken wir uns. Jedenfalls hat es nicht nur geknistert, sondern ganz schön gelodert und die Flammen sprangen aufs Publikum über. Gut das dann Pause war, zum Löschen.

Lea berichtet vorab von einem nicht ganz leichten Schwedenplatztreffen.
Das Finale beginnt mit Esoterik-Sarkasmus und HipHop-Yoga von Goscherl: „Du bist das Universum, Oida!“ Und gehst für uns durch die Hippie-Hölle. Sunny hält dem eine To-Do-Liste gegen das Verzetteln entgegen und bewahrt dabei Übersicht. Simon Tomaz salzt und pfeffert seinen Geburtstag, kümmelt sich um Sex und redet auch darüber. Memo wiederum schließt mit den Top 7 der Kopftuch-Fragen und ist der Meinung: Ohren sind überbewertet. Genaue Platzierungen sind auch überbewertet.

Goscherl gewinnt, den zweiten Platz teilen sich: Sunny, Simon Tomaz und Memo und MC Markus Köhle beschenkt alle mit Schokolade, Bier und Büchern. Ein schöner Start.

Der nächste textstrom Termin ist in Kürze:
Am Samstag, den 12.10.2019, gibt’s die nächste Gelegenheit für eure Auftritte.

textstrom Poetry Slam
Samstag, 12.10.29, Brunnenpassage Wien (Yppenplatz)
Anmeldung ab 19:30, Beginn ca. 20:00!
Eintritt: Pay as you can!

Moderation: Mieze Medusa & Yasmin Hafedh
Featured Poet: Sergio Garau

Hier gehts zum nächsten textstrom Poetry Slam Wien

Viele Textpremieren und ein Doppelsieg! textstrom im April 2019

Am 27. April 2019 treffen wir uns also wieder in der Brunnenpassage. Manche von uns sind ein bisschen müde, schließlich kommen wir gerade von einer wunderbaren Woche in Tirol! „Orchester meets Poetry Slam“ war so fabelhaft, Markus Köhle hat alles gegeben und einen Rekord aufgestellt: Er hat 4 Slams in 30 Stunden moderiert: Wiederlesen Slam in IMST, den Vormittags- und Abendtermin von Orchester meets Poetry Slam und danach im Foyer des Haus der Musik in Innsbruck einen wunderbaren Slam mit offener Liste, bei dem sich die lokale Szene den staunenden Konzertbesucher*innen vorgestellt hat.
Kein Wunder also: Markus ist müde und bleibt daheim. Mieze Medusa moderiert solo, wird aber unterstützt von der ausgesprochen motivierten Ines Strohmaier, die aus Vorarlberg zu uns angereist ist und beim Slam mitmacht.
Featured Poet ist Mfilinge Nyalusi. Er war in der letzten Zeit oft bei uns. Diesmal eben außerhalb des Wettbewerbs. Er trägt mehrere Gedichte vor: „Do not affirm, Take your time … to overstand“
Seine Texte gibt es übrigens auch als Buch, schaut bei seinem Profil vorbei!
Ines Strohmaier ist Schluss gemacht worden. Am Valentinstag. Per WhatsApp, … Wie soll ich sagen: Der entstandene Text wird es wertgewesen sein.
Elif Duygu mit einer Textpremiere! Sie liefert uns eine Packungsbeilage zum Verliebtsein. Verliebtsein wurde Ihnen persönlich verschrieben, lieben Sie sich selbst! Was ist das mit dieser Liebe eigentlich? „irgendwie süß, irgendwie Suizidgedanken“!
Henrik Szanto erklärt seiner Oma am Telefon wie man Anhänge per Email verschickt. Er denkt über Namen nach und befürchtet die baldige Existenz von „Oma Pepsi Cola“. Textpremiere -> solider Einzug ins Finale!
Caro bringt ebenfalls einen ganz neuen Text mit: sie denkt über Notre Dame nach und über alles andere auch. „Es geht um mehr als eine Kirche“. Textpremiere!
Phantasönlich tritt mit einem sehr traurigen Verlassungstext an (ich weiß nicht mehr, ob die Wortschöpfung „Verlassungstext“ von ihm oder von mir ist, ich denk von Phantasönlich, jedenfalls ein wunderbares Wort.) Sein verspäteter 10 Jahresbericht enthält den sehr schönen Satz: „aufs Versmaß wird geschissen“.
Simon Tomaz nennt das Publikum alt. Texttitel: „Kinder sind die besseren Erwachsenen.“ Das Publikum fühlt sich alt und rächt sich, indem es Simon nicht ins Finale voted;-)
Ben tritt zum ersten Mal bei einem Slam auf. Ich notiere mir: „der Inhalt geht flöten, wegen der Sinnlichkeit von Wörtern.“ -> Finale!
Raffael fährt gern Taxi wegen den Geschichten der Taxler. Betrunkene Fahrgäste, im Taxi übende Opernsänger, Kolleraturen bis die Windschutzscheibe knackst … -> Finale!

FINALE FINALE FINALE
Raffael startet das Finale. Stichwort: hotlove! er erzählt von den Angeboten auf einer Dating App!
Bens Gedicht ist, laut Eigenaussage, nicht amüsant und nicht wahr. Stichwörter: allein, verschwitzt, verheult, einsam im Leid…
Ines Strohmaier ist von Startplatz 1 souverän ins Finale eingezogen. Ihr Text erzählt von einem St. Martinsumzug mit den kleinen Brüdern. „früher war alles besser“
Sie beantwortete die Frage danach, was sie mal werden will, mit: „5!“
Henrik Szanto hat mal eine Dino-Bettwäsche bei einem Slam gewonnen. Im Text geht es dann aber um was anderes. Uns bleibt der schöne Satz: „der Versuch besiegt den Stillstand jeden fucking Tag!“

Wie üblich klatschen wir im Finale aus, wer gewinnt und einigen uns Doppelsieg: Gratulation an Ines Strohmaier und Henrik Szanto!

Vor lauter Alleinmoderieren hab ich tatsächlich vergessen, ein Gruppenfoto zu machen. Hui, liebe Slamily, ihr habt gut ausgesehen, aber unser Publikum hat Fantasie und kann sich das gut vorstellen!

Nächster textstrom Termin ist Samstag, 11. Mai 2019!
Wir freuen uns auf euch!
Mieze Medusa

15 Jahre und kein bisschen heiser! — textstrom Poetry Slam am 30.3.2019

Juhui! Wir haben es ja nicht so an die große Glocke gehängt, aber wir sind jetzt 15 Jahre alt!
Markus Köhle ist tourmüde, aber das merkt man ihm kaum an. Mieze Medusa ist erholt und gut gelaunt, aber das merkt man ihr kaum an. Wir wollen damit sagen: Wir sind in Form, wir haben Lust, wir sind richtig froh, dass ihr da seid!

Johannes Fleur ist in der Stadt. Das nützen wir und wir laden ihn als Featured Poet. Er macht ein, zwei Kürzesttexte als Intro, dann legt er los. Wir freuen uns und machen auch zur Aufgabe: Tippt seinen Namen in die Suchmaschine eures Vertrauens, schaut Videos, kauft sein „Buch“ (Lektora Verlag).

Tereza Hossa macht sich Gedanken über den Perfect Day, Hölle Hölle Hölle, Distanzen, die man mit der U-Bahn überbrücken kann, das Publikum liefert einen ganzen Satz als Stichwort, wir verkürzen auf „Scheibenerde“… Viele Punkte, aber fürs Finale zu wenig.

Mike Hornyik denkt nach über das Künstlersein, er stellt die Frage nach der Geringfügigkeitsgrenze von Beliebtheitswettbewerben und was da alles über uns sagt…. Dem Publikum taugts, der Jury schließt sich dem nicht so an, uns hat’s gefallen!

Henrik Szanto hat einen neuen Slamtext, mit ganz schon viel Wut zwischen den Zeilen und Buchstaben und in der Bauchgegend. Seinen RAnt gegen behauptete „Unnatürlichkeit“ hat er auf „gepresstes Baumfilet“ geschrieben, das ist auch das Stichwort. Kollektive Begeisterung und ab ins Finale!

Ria macht eine mehrsprachige Einleitung, im Text findet sich ein „mühlviertlerisches“ Wort, das Mühlviertel ist eine schöne Gegend, findet die Moderatorin, die ja selbst aus dem Mühlviertel kommt, der Text dreht sich um dieses LOVE, von dem so viele reden… „Die anderen, die sind das Problem“…

Tomas war jetzt schon ein paarmal dabei, wieder slamt er auf Englisch, er macht sich Gedanken zum Format Poetry Slam und liefert eine semi ernste Poetry Slam Analysis… euch hat es gefallen und wir freuen uns, wenn Tomas wiederkommt!

Mohamad steht ebenfalls nicht zum ersten Mal auf der textstrom-Bühne. Souverän liest er mehrere kurze Gedichte vom Handy ab. „Neue Liebe, neues Gedicht, Neues Land, neue Sicht“ und „Die Revolution ist Liebe“ … Entspannter Einzug ins Finale!

Stephan nützt seine 5 Minuten ebenfalls für mehrere kurze Gedichte: // Edit: Im Kommentar unten zeigt er sich mit der Zusammenfassung von uns nicht zufrieden. Wir danken für die Richtigstellung und laden euch ein seine eigene Interpretation im Kommentarfeld zu lesen. Nichts für ungut 🙂 //

Balqiz hat uns schon mal bei textstrom mit ihrem Text bezaubert. Dieses Mal erzählt sie uns von Animes, Japan, Synapsen und lächelnden, lügenden Menschen und langweiligen Normmenschen, zu denen wir werden, wenn wir nichf aufpassen! Viel Applaus und viel Liebe von der Jury.

Simon Tomaz erklärt uns die politischen Kategorien zur Zeit: „Blöd oder böse“… die Tagespolitik als Gulasch: Allerhand Arges wird gesagt, der Kanzler „widerspricht“ mit seinem Schweigen und löffelt brav: 1 Löffel für Russia Today, ein super Gulasch war das heut wieder

Kaddles reist aus Linz an und trägt ein berührendes Gedicht über ihre Oma vor. Deutsch, Englisch, Französisch, was hilft gegen das Abschiednehmen? Ich erinnere mich … Einzug ins Finale mit der Höchstpunkten!

Mfilinge performt charismatisch zum Thema Colours. Rainbows. Das Publikum wird ganz still beim Zuhören und schnippst innerlich mit den Fingern.

AchSoJaWurst: Das Team aus Tirol! Wir teilen alles, das Gewissen macht sich davon, Immerzu Rollenbilder, ein Pärchentext, bei dem sie dann sagt: Ich will auch mal Fussballschauen, ich will auch mal einen Orgasmus. Ums Bügeln geht’s auch 🙂

textstrom Poetry Slam März 2019

FINALE/FINALE/FINALE

Weil ja zwölf Poet_innen starten konnten, ist das Finale kurz. Drei Poet_innen haben sich klar an die Spitze gesetzt.

Henrik Szanto hat noch einen zweiten Slamtext. Was bleibt? Eine Familiengeschichte, Flucht, Identität, heimisch werden, wo kommen wir her, was bleibt?

Mohamad: wieder mit mehreren Gedichten, eins davon hat er schnell in der Pause geschrieben. Ein Gedicht auf arabisch. Ich atme dich gerne. Jesus fragte mich … ein politischer Text, der fragt, wie das heute so wären, wenn Jesus um Herberge fragte.

Kaddles erzählt von ihren Reisen und einer Begegnung. Sexarbeit, Beschneidung, Unrecht, … ein gutes Ende ist nicht in Sicht, aber das Erinnern und Geschichten erzählen… kann das helfen?

Danach alle auf die Bühne! Tosender Applaus, große Freude bei allen, wir lassen die Applauswertung im Finale ein paar Mal hin und her gehen, dann ist klar: Gewonnen hat den textstrom im März 2019 der wunderbare Henrik Szanto!
Er hat übrigens gerade einen weiteren Preis bekommen, er hat nämlich ein Buch und das hat einen sehr raffinierten Titel: Es hat 18 Buchstaben und 9 davon sind Ypsilons. (Lektora Verlag).
So wir ihr applaudiert habt, geht ihr euch das jetzt alle kaufen!

Wir freuen uns auf euch beim nächsten Textstrom Poetry Slam! Der ist im April! Und zwar am 27. April, natürlich in der Brunnenpassage!

Mein erster Slam / 23. Februar 2019

Hui, war das ein Gewusel! Urviele Anmeldungen per Email, danke den Ko-Veranstaltungern FOMP!
Die Moderation übernehmen Tereza Hossa und Mieze Medusa. Die Aufregung ist groß, das Publikum ist größer, die Begeisterung über den ersten Text unseres Featured Poets am Größten: Euphorischer Auftrittsapplaus für Nano Miratus!

Meine Notizen sind wortreich, aber mit Pfeilen und Nummern durcheinander. Ich hoffe, ich ordne richtig zu, jedenfalls:

Claudio beginnt mit einem Text über unverarbeitete Lebensmittel, er hat Nachbarn und ein Weltfressermonster im Text.
Isabella macht Smalltalk und hat eine Mitbewohnerin, die ist auf tinder. Plötzlich irgendwas mit Party, der Freundin geht es gut, sie selbst ist socially awkward. So der Text. #fiction
Ana fragt nach dem Sinn des Lebens, worauf warten?
Daniel: Es kam aus dem Nichts, wie ein Blitz mit Stift, er hat was an die Steinwand geritzt… #reim
Connyhat einfach geschrieben was sie fühlt: Wut, „alles bricht aus meinem Körper“, erzählt vom stillen Leiden und nimmt am Ende des Textes einen Rat an: „Christine, du hattest recht!“
Astrid zuviel Liebe: will wieder leer und frei sein, „ist das Liebe oder zuviel“, schwere Augen, die sehen, dass du gehst…
Lisa Ich – war ein Schreibaby, Mitteillungsdrang wie Stuhlgang, alles muss raus. Kennt viele Arten von Schlaf, könnte den Slam verschlafen und koksshotted sich durch Parties. Schnitt im Text: Wieso wachst du nicht auf?
Tomas „are we correct in our longing“, wie geht „hope“? „we know what is at stake, our hate ist distilled in all the walls we have to build“
Hager gemeinsame Gedankenreise, Zug der Geschichte, Menschheitswissensgeschichte, personen, die im Zugabteil des Vergessens sitzen, Hager holt sie raus und bringt sie ins Rampenlicht.
Käthe baut einen Text aus fiktiven Welten!

Vielen Dank für eure fantastischen Auftritt. Gratulation an die Siegerin Isabella und bis bald bei eurem nächsten Slamauftritt!

Mein erster Slam - 23. Februar 2019

nächster Textstrom ist übrigens am 30. März 2019, in der Brunnenpassage in Wien!

Welt. Museum. Slam.

Das war richtig schön! Der Themenslam zu Kopfbedeckungen. Vielen Dank an die geladenen Poet_innen: Barbara Lehner, Adina Wilcke und Memo haben wunderbare Texte zu Thema geschrieben oder schon vorher in petto gehabt. Das Team Kirmes Hanoi hat völlig korrekt darauf hingewiesen, dass ein Bademantel schließlich eine Kapuze hat! Kirmes Hanoi haben übrigens gewonnen! Aber die Punkte sind ohnehin „not the point“!

Ganz toll waren auch die Texte von Clara Felis und Stefanie Honeder, die via offene Liste zu uns gekommen sind.

Weil wir ein bisschen stolz drauf sind, hier nochmal der Veranstaltungstext! Veranstaltet wurde der Poetry Slam von textstrom, Music & Poetry Basket und dem Weltmuseum Wien! Herzlichen Dank!

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Poetry Slam ist inszenierte Literatur. Klar spielt Mode da eine große Rolle. Denn auf der Bühne kannst du alles verstecken, außer dich selbst. Und so kommt es, dass nicht nur eine Rolle spielt, was du im Kopf hast, sondern auch auf dem Kopf.
Eine Kopfbedeckung kann alles sein. Religiöses Symbol, Tracht, Hinweis auf eine Gruppenzugehörigkeit oder persönliches Markenzeichen. Pragmatischer Umgang mit den Arbeitsbedingungen: Reisepoesie und Fönfrisur gehen nicht immer harmonisch Hand in Hand. Kopfbedeckungen haben uns auch sprachlich geprägt. Wir sagen, „ich zieh den Hut“, wenn wir über Respekt reden. „Das geht mir über die Hutschnur“, weist auf eine Grenzüberschreitung hin. „Eine Mütze Schlaf“ hilft uns beim Ausruhen. Wenn wir „unter der Haube“ sind, sollten wir eher kein aktives Tinder-Profil mehr haben.

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We all Jonin! – Flawless Poetry Slam im Februar 2019

Beseelt sind wir aus dem Kosmostheater geschwebt. Der Flawless Poetry Slam am 19. Februar 2019 war Wödklasse! Beste! Begeisterung!

Das Line-Up war glitzernd vor Vielfalt, Klugheit und Wortreichtum: Trisha Radda, Elif Sahan, Tereza Hossa, Laura, Stefanie, Jonin Herzig, Clara Felis und Amanda Hinteregger.

Die Moderation hat vor lauter Begeisterung auf die Stichwörter vergessen. Was wir noch erinner: Trisha Radda hat sich über Startnummer eins gar nicht geärgert und ist auf die Bühne getanzt!
Elif Sahan hat den Prosecco mit uns geteilt UND ihrer Mama mit nach Hause genommen! (Weil sie alles kann!)
Tereza Hossa hat sich Pläne zurecht gelegt für ihr Leben als Pick Up Artist.
Laura ist extra aus Linz angereist und hat uns Coming Out Stories erzählt.
Stefanie hat ihr Workshopwissen gleich auf der Bühne umgesetzt.
Jonin Herzig ist live nochmal leiwander als auf Youtube (und hat uns schon auf Youtube ziemlich um)!
Clara Felis war sowas von in Form!
Amanda Hinteregger hat sich ihre 10-er mit entwaffnender Ehrlichkeit und klug gewälten Worten absolut verdient.

Mieze Medusa & Yasmin Hafedh raten euch: Merkt euch die Namen, ladet sie in eure Line-Ups!

Flawless Poetry Slam Februar 2019

Schaut’s euch gern die Fotos an. Manche sind von Sebastian Kokesch, manche von Mieze Medusa, manche sind scharf, manche vor Begeisterung verschwommen!

Übrigens, Lust auf gute Musik?

textstrom Poetry Slam Wien

Textstrom am 26.01.2019

Das neue Jahr wurde eingeläutet: Textstrom im Jänner in der Brunnenpassage und wir haben uns sehr gefreut über all die Menschen, die kamen und applaudierten und texteten. Durch den Abend führten Mieze Medusa und Clara Felis.

Unsere Featured Poetin war Memo, die mit ihrem Text „Wilkommen Part 2“, dazu aufrief, dass wir alle gemeinsam das Wir sind, dass die Geschichte eine Wiederholung ist, dass mensch zwar nichts lernt, aber trotzdem Optimusmus zulässt, denn der Grundtenor lautet: wir sind und gestalten.

Tomas Beck hatte sein Textstrom und Poetry Slam Debüt, ein Gedicht auf Englisch mit dem Stichwort „forgiveness“. 33 Punkte.
Markus Köhle hätte gern und wöllte gern dieses und jenes bleibt aber lieber liegen oder steht auf, je nach Situation. Stichwort „Zombies“. 39 Punkte.
Mfilinge gibt uns die Zeit zu verstehen, lässt uns Zeit die Zeit zu überstehen, dabei wird er in seiner Zeit ziemlich oft unterbrochen. Stichwort „understand“. 37 Punkte.
David Samhaber versucht sich selbst zu finden und möchte die Morgenstimmung einfangen und kann sie nicht halten und sich selbst auch nicht. Stichwort „Freunde wie du“. 37 Punkte.
Balqiz erzählt vielseitig von Kabul, von dem Ort ihrer Erinnerung, die gut und anders war und die sich beschreiben lässt. Stichwort „Apfelbaum / nur ein wenig Wasser“. 37 Punkte.
Nia Siofra gibt ein dystobisches Zukunftsbild mit synthetischem Essen im Kontrast zu jetzigem. Alles ist in Staub zerfallen. Stichwort „Guacamole“. 33 Punkte.
Ann Air beschreibt das Leben von Adele, die 1939 von Graz nach Frankreich flieht und dann 1942 abtransportiert wird. Stichwort „Myrre und Weihrauch“. 38 Punkte.
387 bietet eine Liebeslyrik an Lucas und beschreibt ein jahrhundertelanges Fallen und bringt die Gleichung Paradies = Hölle = eigenes Bett. Aber sie kommt um sich zu retten. Stichwort „gottverdammte Atombombe“. 36 Punkte.

textstrom Poetry Slam Januar 2019

FINALE:
Feature: Memo „parnoid“ über Selbstliebe, Spiegelbild des Selbstbildes und Fremdbildes.
→ 1. David Samhaber „paranoid / 92 Stufen“, Kontrolle vs Zufall.
→ 2. Ann Air „Istanbul / rotes Kleid“ Erinnerungen an die Vielseitigkeit Istanbuls
→ 2. Markus Köhle „letzte Worte 17“ die besten Schlussmachworte
→ 3. Mfilinge „Coconut Juice“ öffnet das Herz.

Es war ein wunderbarer Abend, Kommt wieder, wir freuen uns auf euch am 23. Februar.

Barilla – Billa – Basta – Basati — Textstrom im Dezember 2018

Die Brunnenpassage ist auch im Dezember gut gefüllt und es fühlt sich auch gut an, aufzutreten. Clara Felis und Markus Köhle moderieren und als featured poet eröffnet Kit’s’Trohpy mit – my long distance life, my longe distance love – die Bühne.

Das Publikum ist also von Anfang an auf Mehrsprachigkeit eingestimmt und so soll es auch weiter gehen. Denn mit Nummer 1 betritt ein Gast aus Italien die Bühne: Sergio Garau ist einer der Szene-Urväter Italiens. Er ist ein Performance-Derwisch, lässt das Publikum „Kauf mich!“ rufen und fragt: Bist du krank genug für mich? Das Publikum ist schon heiß und heiß geht es auch weiter. Mit dem ersten Auftritt von Fadi, der von seiner Flucht von vor drei Jahren und seinem jetzigen Leben in Wien spricht. Bernadette als Nächste führt die Naturwissenschafts-Fachsprache ein und vor, das ergibt eine ambivalente Liebeserklärung und „Kein Leben ohne phi“. Goscherl berichtet von ihren Erfahrungen aus der Arbeitswelt im Bereich Catering, es werden Kochgerüche serviert: „Ich weiß zwar weniger wie sie, dafür hab ich mehr Poesie!“ Bam! Theresa Hahl thematisierte was trennt, was Distanz ist und begibt sich an den Wendekreis der Wirklichkeit – schön. Nora widmet ihren Text den anwesenden Eltern „mam & paps – ja, ich hab’s“ mit holländischen und dänischen Einsprengseln. Katharina Wenty sprach vom Leben und vom Tod, von Luftsprüngen und Hüftschwüngen, von Bärlauch und von einem Pastellfarbenparadies. Ulli Hammer hat Geburtstag und feiert das mit einer „Eines-Tages-Baby“-Variation á la Gerhard Rühm. Memo macht den Alltagsrassismus zum Inhalt ihres Textes und gewinnt damit die Vorrunde. Denise lässt sich Zeit, sie zieht sich ihr Leben über die Beine und nimmt es selbst in die Hand. Eine grandiose Vorrunde mit viermal 14 Punkten (Sergio, Theresa, Katharina und Fadi) und 16 Punkte für Memo. Das Lost entscheidet, wer ins Finale kommt.
Kit’s’Trophy hat es als featured geschafft, Theresa und Sergio mit Losglück. Theresa lässt das Publikum die Schlüsselbünde zücken, Sergio fegt erneut über die Bühne und Memo fragt: Woher kommst du?

Theresa Hahl gewinnt, alle werden reich beschenkt, danach wird im C.I. Internationaler Slamily-Talk geführt und alle sind happy. Auf ein textstromstarkes 2019.

Mein erster Slam! 18.11.2018

Mein erster Slam am 18.11.2018

Die Brunnenpassage war gefüllt mit Slamneulingen, alten Hasen und dem Laufpublikum, das manchmal auch reinschaut.
„Mein erster Slam“ ist ein ganz Neues Slam Format, das Menschen, die sich noch nicht ganz getraut haben, auf die Bühne zu gehen, dazu motivieren wollen. Die Regeln sind wie bei jedem Poetry Slam: 5 Minuten Zeit für eigene Texte, keine Requisiten, kein vorwiegender Gesang und diesmal nicht mehr als 3 Auftritte hinter sich!
Mit Ausnahme von 2 Teilnehmenden hatten alle ihren ersten Auftritt. Und das bei uns. In der Brunnenpassage. Mit Lärm. Mit 1000 Liebe. Und mit ohrenbetäubenden Applaus.

Henrik Szanto, seineszeichen Slampoet, Veranstalter, gute Seele und gerade wieder erschienener Autor („Es besteht aus 18 Buchstaben und 9 davon sind Ypsilons“, Lektora, 2018) und Yasmo führten mit viel Freude durch den Abend.

Aber die Moderation war gar nicht so wichtig und immer sehr kurz angebunden, denn es haben sich sage und schreibe 15 Starter*innen gemeldet. Und es tut schon so weh bei normalen Slams Starter*innen wegschicken zu müssen, aber beim ersten Slam?!

Also kamen alle 15 dran!

Zuvor hat Barbara Lehner noch Stimmung gemacht mit einem wunderschönen Text über ihren ersten Slam. Dass man die Punkte gar nicht so ernst nehmen soll, dass ihr erster Auftritt auch ihr letzter Auftritt war, was natürlich überhaupt nicht stimmt und wir sind froh darum!
Barbara komm immer gerne wieder!

Das Publikum war am Kochen, die Stimmung war beflügelnd und die Newcomer haben allesamt gerockt.

So manch eine Stimme meinte danach „Ich hätte nicht gedacht, dass das Niveau so hoch sein wird“ – aber wir meinen: erster Slam YEAH!
Und auch: das Niveau war mega hoch, die Starter*innen alle in ihrer Unterschiedlichkeit wertvoll und speziell und der Slam ein erfolgreicher Abend für alle die da waren!

Am Ende wartete ein schillerendes Finale zwischen Monika Einhorn und Nora Valentina Mitterbauer. Unter Applaus und dem Strahlen aller Auftretenden klatschte das Publikum schließlich Nora Valentina zur Siegerin. Wir gratulieren zum ersten Auftritt und freuen uns auf ein Wiedersehen mit allen!

Genau so! – textstrom am 13.10.2018

Wow. Genauso stellen wir uns Poetry Slam vor. Vielfältig, mehrsprachig und gut gelaunt. Gestern freuten sich Markus Köhle und Mieze Medusa über alles: Als wir ankamen war bei der Brunnenpassage alles schon vorbereitet, die Bühne schaute schön aus und drie motivierte Menschen mit Slamtexten haben schon auf uns gewartet: Elif Duygu, unsere Featured Poet heute abend, Simon Tomaz, gern gesehener Gast bei textstrom Poetry Slam und Topoke, den wir schon ewig aus der HipHop-Szene kennen. 6 weitere Slammer und Slammerinnen melden sich noch an, das Publikum kommt zahlreich… Los geht’s!

Nach dem üblichen Prozedere (Jury finden, Mehrsprachigkeitspunkt erklären, Respect the poets, innere Funkyness beim Fingerschnippen bei Gänsehautmomenten channeln) geht es los mit Elif Duygu. Sie erzählt von einem Liebestrank, von Harry Potter und Herzgasse, von Erdbeermarmelade, Sex und Geld, Bushaltestellen und Kaffee. „Wie riecht Liebe für dich?“

Das Losglück hat entschieden, dass sich die Slam-Newbies auf den frühen Startplätzen tummeln. Das Publikum ist aber ohnehin gut aufgewärmt und liebevoll, deshalb passt das!
Nora hat sich spontan entschieden, lieber mitzumachen als Jury zu sein. Gut! Ihr Text erzählt vom Zuhause, wo alles zusammenfällt, von Auslandssemester und Home Sweet Home. Das Publikum mag’s, die Jury vergibt 31 Punkte.
Gulli heißt in echt anders. Sein Text handelt von unterschiedlichen Varianten der -samkeit: Von Grausamkeit und Achtsamkeit. Als er eindrücklich vom finnischen Weihnachtsfeierschweigen erzählt, fährt vor der Tür ein Kehrwagen mit ordentlich Krach vorbei. Auch das ist Slam! 34 Punkte.
Mirvat kennen wir vom „Wir schreiben uns ein“ Projekt. Sie erzählt von der Flucht ihrer Familie aus Syrien, von Schmerzvermeidungsmethode, dem Versuch die schönen Dinge zu sehen, von der Bootsfahrt bei Nacht und davon, dass es gelingen kann, sich von der Angst mit der Frage abzulenken, ob jetzt ein salziger oder ein süßer Snack helfen könnte. Eindrucksvoll und super vorgetragen. Es gibt 39 Punkte und Standing Ovations.
Lena kennen wir vom Poetry Slam in Melk und auch vom September-textstrom. Neuer Text, der mit aus der Mathematik entlehnten Sprachbildern von Freundschaft, Ehrlichkeit und Essstörungen erzählt. „Du sagst, wie gut es dir nicht geht.“ „Ich bin Sorgenexpertin.“ „Du bist wie der Börsenkurs, du stürzt manchmal ab.“ 37 Punkte & Fingerschnipsen die Menge.
Topoke ist in Sachen Mehrsprachigkeit ein Highlight. Er flowt entspannt über Heimat, Frankreich und Kongo, musikalisch und performancestark. 39 Punkte!
Andreas Plammer, &radieschen-Herausgeber, Chef des Cafe-Anno-Literaturmovements ist endlich wiedermal auf der textstrom Poetry Slam Bühne zu sehen! Ein Kickl-Western im Prater. Kickls Pferd ist auch braun, aber es kann nichts dafür, es gibt viele Cameo-Auftritte von Alt- und Aktuell-Politikern. „Wir brauchen berittene Pferde!“ 39 Punkte
Simon Tomaz ist seit 1 1/2 Monaten Neo-Lehrer. „Ich kann so nicht arbeiten“, sagt er, er verteilt Zuckerln im Schulkulturkampf, er erstellt eine Topographie der Wiener Bezirke anhand der Fotos des Bundespräsidenten. Wer hängt in deinem Klassenzimmer: Noch der Fischer, schon der Van der Bellen oder hat sich fälschlicherweise ein Hofer-Konterfei reinverirrt? 40 Punkte -> Finale
Ann Air hat wahrscheinlich als einzige Topokes Text vollständig verstanden und ist lieb zu mir und meinem Schulfranzösisch: sie wiederholt die französischen Sätze auf deutsch. Ein wunderbarer Text über Leila, die Nacht und die Heimat. Das Kreuz des Südens hinter dir gelassen. Tempelhüpfen unterm Mangobaum. In Wiener Gassen, durch die der Winterwind bläst. 42 Punkte -> Finale

Fotos gibts auch!
textstrom Oktober 2018

Wir hören nochmal einen Text von Elif Duygu. Wieder geht es um die Liebe. „Lass sie reden und lass deinen Gefühlen freien Lauf!“ -> Liebe Slamszene, ladet Elif überall hin ein. Super war’s!

Wir entscheiden uns für ein Zweierfinale. Denn auf Platz drei gibt’s dreimal Gleichstand und bei 8 StarterInnen ein Fünferfinale zu machen, das geht ja nicht.
Simon Tomaz mag nicht mehr alle Buchstaben verwenden und lässt die Vokale a, e, i und u weg. Bleibt das O. Otto kokst, der Text hat natürlich einen Prolog, ein Troll kommt vor, Sowie ein Vollmond… you get the drift.
Ann Air reimt alles auf AR und erzählt vom Zimmer ausräumen, als ihr Sohn auszieht. Der Sohn sitzt im Publikum und widerspricht nicht.

Im Applausbattle stellt sich raus, was wir den ganzen Abend schon wissen: Ihr seid gut gelaunt und höflich und begeistert… -> Doppelsieg für Simon Tomaz und Ann Air!

Bleibt uns zu sagen: Danke fürs Kommen, empfehlt uns weiter und kommt am Donnerstag zu Slam im Wasserglas in den ersten Bezirk in die ÖGL!

Der nächste Slam in der Brunnenpassage ist ein Sonderformat:
Mein erster Slam riechtet sich besonders an Leute, mit wenig Slamerfahrung. Wir kooperieren mit dem Verein FOMP. Wie das am 18.11. aussieht, könnt ihr hier rausfinden!

Der nächste reguläre textstrom in der Brunnenpassage steigt am 9. Dezember 2018!

Herzlich, Mieze Medusa & Markus Köhle

textstrom Saison Kick Off September 2018

Endlich wieder Textstrom. Endlich wieder Poetry Slam in der Brunnenpassage. Der Sommer war schön aber auch ganz schön lang. Textstrom geht in die 15. Saison, acht Poetinnen und Poeten sowie Featured Poet Kolja Fach sorgen für einen gelungenen Auftakt und Mieze Medusa und Markus Köhle moderieren.

textstrom September 2018

Kolja Fach macht Deutsch-Rap á la Haftbefehl zum Thema und unterzieht die Lyriks einer gestrengen Analyse. Das lockert das Publikum auf und es kann los gehen.
Nadja entscheidet sich kurzfristig auf die Bühne zu gehen und nicht Jury zu sein. Erster Auftritt, Startnummer eins. Wo geht die Reise hin?, fragt sie sich und beantwortet dies vorerst mit: Wir kämpfen uns vom Boden nach oben!
Katharina Wenty widmet sich Frauenschicksalen in Favoriten, Indien und dem Tschad und wird sich so einen der Finalplätze sichern.
Richard Lee berichtet von Nichmischbarem und von motions not trackable. Der Aufruf zuzuhören und durchzuatmen kam an und brachte ihn ebenfalls ins Finale.
Lena hatte von einem Du & Ich zu erzählen, das kein Wir mehr war, womit es nichts mehr zu verlieren gab. Reinhard wiederum vertextete einen Hofmobiliendepot- und einen Wien-Besuch, da fuhren 93 Kutschen auf und wurde sich „angebiedermeiert“.
Thomas Mayer Phantasönlich hatte ein Geheimnis zu hüten und er tat dies ausdauernd und die Zeit sprengend.
Pippilotta rief dazu auf, ein bissl aufzustehen, denn es „warat wegen der Freiheit“, das ist einen Finalplatz wert.
Luxus schließlich macht den Bart zum Inhalt seiner fünf Minuten im Rampenlicht und verrät jede Menge Situationen, in denen es sich lohnt, sich durch den Bart zu fahren. Das Publikum fährt drauf ab und hievt Luxus mit 30 Punkten (und der ersten Welle des Abends) mit Höchstwertung ins Finale.

Nach der Pause ist Kolja Fach wieder an der Reihe, er geht es sportlich an und verbiegt sich beim MacFit in Dresden, um uns davon zu erzählen.
Pippilotta hatte was zu sagen und zwar, dass das was Mama sagt, was Papa sagt und was andere sagen wuarscht ist. Richard Lee zweiteilte seinen Text über Sublimierung in zwei Teile und nahm in einem davon Alzheimer-Patient-Perspektive ein. Katharina Wenty präsentierte eine Ikarus-Version: „Flieg nicht zu hoch, flieg nicht zu tief, flieg geradeaus, nicht schief“ und bekam dann doch zu viel Sonne ab. Luxus zu guter Letzt machte Depressionen, Suizid und Körperfunktionen zum Thema und wir wissen nun alle, dass unser Herz täglich circa 86.000 Mal schlägt.

Die Jury wurde im Finale entlastet, das gesamte Publikum durfte entscheiden, wer den September-Textstrom für sich entscheidet. Und das Publikum machte es uns leicht. Pippilotta ist die Siegerin des Abends!

Bericht von Markus Köhle!