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Genau so! – textstrom am 13.10.2018

Wow. Genauso stellen wir uns Poetry Slam vor. Vielfältig, mehrsprachig und gut gelaunt. Gestern freuten sich Markus Köhle und Mieze Medusa über alles: Als wir ankamen war bei der Brunnenpassage alles schon vorbereitet, die Bühne schaute schön aus und drie motivierte Menschen mit Slamtexten haben schon auf uns gewartet: Elif Duygu, unsere Featured Poet heute abend, Simon Tomaz, gern gesehener Gast bei textstrom Poetry Slam und Topoke, den wir schon ewig aus der HipHop-Szene kennen. 6 weitere Slammer und Slammerinnen melden sich noch an, das Publikum kommt zahlreich… Los geht’s!

Nach dem üblichen Prozedere (Jury finden, Mehrsprachigkeitspunkt erklären, Respect the poets, innere Funkyness beim Fingerschnippen bei Gänsehautmomenten channeln) geht es los mit Elif Duygu. Sie erzählt von einem Liebestrank, von Harry Potter und Herzgasse, von Erdbeermarmelade, Sex und Geld, Bushaltestellen und Kaffee. „Wie riecht Liebe für dich?“

Das Losglück hat entschieden, dass sich die Slam-Newbies auf den frühen Startplätzen tummeln. Das Publikum ist aber ohnehin gut aufgewärmt und liebevoll, deshalb passt das!
Nora hat sich spontan entschieden, lieber mitzumachen als Jury zu sein. Gut! Ihr Text erzählt vom Zuhause, wo alles zusammenfällt, von Auslandssemester und Home Sweet Home. Das Publikum mag’s, die Jury vergibt 31 Punkte.
Gulli heißt in echt anders. Sein Text handelt von unterschiedlichen Varianten der -samkeit: Von Grausamkeit und Achtsamkeit. Als er eindrücklich vom finnischen Weihnachtsfeierschweigen erzählt, fährt vor der Tür ein Kehrwagen mit ordentlich Krach vorbei. Auch das ist Slam! 34 Punkte.
Mirvat kennen wir vom „Wir schreiben uns ein“ Projekt. Sie erzählt von der Flucht ihrer Familie aus Syrien, von Schmerzvermeidungsmethode, dem Versuch die schönen Dinge zu sehen, von der Bootsfahrt bei Nacht und davon, dass es gelingen kann, sich von der Angst mit der Frage abzulenken, ob jetzt ein salziger oder ein süßer Snack helfen könnte. Eindrucksvoll und super vorgetragen. Es gibt 39 Punkte und Standing Ovations.
Lena kennen wir vom Poetry Slam in Melk und auch vom September-textstrom. Neuer Text, der mit aus der Mathematik entlehnten Sprachbildern von Freundschaft, Ehrlichkeit und Essstörungen erzählt. „Du sagst, wie gut es dir nicht geht.“ „Ich bin Sorgenexpertin.“ „Du bist wie der Börsenkurs, du stürzt manchmal ab.“ 37 Punkte & Fingerschnipsen die Menge.
Topoke ist in Sachen Mehrsprachigkeit ein Highlight. Er flowt entspannt über Heimat, Frankreich und Kongo, musikalisch und performancestark. 39 Punkte!
Andreas Plammer, &radieschen-Herausgeber, Chef des Cafe-Anno-Literaturmovements ist endlich wiedermal auf der textstrom Poetry Slam Bühne zu sehen! Ein Kickl-Western im Prater. Kickls Pferd ist auch braun, aber es kann nichts dafür, es gibt viele Cameo-Auftritte von Alt- und Aktuell-Politikern. „Wir brauchen berittene Pferde!“ 39 Punkte
Simon Tomaz ist seit 1 1/2 Monaten Neo-Lehrer. „Ich kann so nicht arbeiten“, sagt er, er verteilt Zuckerln im Schulkulturkampf, er erstellt eine Topographie der Wiener Bezirke anhand der Fotos des Bundespräsidenten. Wer hängt in deinem Klassenzimmer: Noch der Fischer, schon der Van der Bellen oder hat sich fälschlicherweise ein Hofer-Konterfei reinverirrt? 40 Punkte -> Finale
Ann Air hat wahrscheinlich als einzige Topokes Text vollständig verstanden und ist lieb zu mir und meinem Schulfranzösisch: sie wiederholt die französischen Sätze auf deutsch. Ein wunderbarer Text über Leila, die Nacht und die Heimat. Das Kreuz des Südens hinter dir gelassen. Tempelhüpfen unterm Mangobaum. In Wiener Gassen, durch die der Winterwind bläst. 42 Punkte -> Finale

Fotos gibts auch!
textstrom Oktober 2018

Wir hören nochmal einen Text von Elif Duygu. Wieder geht es um die Liebe. „Lass sie reden und lass deinen Gefühlen freien Lauf!“ -> Liebe Slamszene, ladet Elif überall hin ein. Super war’s!

Wir entscheiden uns für ein Zweierfinale. Denn auf Platz drei gibt’s dreimal Gleichstand und bei 8 StarterInnen ein Fünferfinale zu machen, das geht ja nicht.
Simon Tomaz mag nicht mehr alle Buchstaben verwenden und lässt die Vokale a, e, i und u weg. Bleibt das O. Otto kokst, der Text hat natürlich einen Prolog, ein Troll kommt vor, Sowie ein Vollmond… you get the drift.
Ann Air reimt alles auf AR und erzählt vom Zimmer ausräumen, als ihr Sohn auszieht. Der Sohn sitzt im Publikum und widerspricht nicht.

Im Applausbattle stellt sich raus, was wir den ganzen Abend schon wissen: Ihr seid gut gelaunt und höflich und begeistert… -> Doppelsieg für Simon Tomaz und Ann Air!

Bleibt uns zu sagen: Danke fürs Kommen, empfehlt uns weiter und kommt am Donnerstag zu Slam im Wasserglas in den ersten Bezirk in die ÖGL!

Der nächste Slam in der Brunnenpassage ist ein Sonderformat:
Mein erster Slam riechtet sich besonders an Leute, mit wenig Slamerfahrung. Wir kooperieren mit dem Verein FOMP. Wie das am 18.11. aussieht, könnt ihr hier rausfinden!

Der nächste reguläre textstrom in der Brunnenpassage steigt am 9. Dezember 2018!

Herzlich, Mieze Medusa & Markus Köhle

Textstromtafeln beim Straßenfest Josefstadt

Poetry Slam im öffentlichen Raum! Immer eine Herausforderung. Am 15. September 2017 war es wieder soweit. Wir haben zweimal geslammt.
Immer mit dabei waren: Mieze Medusa, Markus Köhle, Andreas Plammer, Alice Reichmann und Henrik Szanto. Am Abend haben Veronika und Caro ihr Slamdebüt gegeben! Wir freuen uns darauf, dass ihr ganz oft wiederkommt!
Und danach gings ins Cafe Anno, auf einen Drink, einen Slam und auf ein &Radieschen!

Textstromtafel / Straßenfest Josefstadt

textstrom – Septembersaisonskickoff mit Gästen!

es moderierten clara felis und mieze medusa, die fotos suchen wir noch auf den diversen speichermedien. es war jedenfalls toll!

opferlamm: mriri (regen fällt und sein großvater ist metzger und vieles mehr
1. andreas plammer: lauter fragen
2. jelena: wie du dich fühlst und die frage nach normalität, wie ich mich fühl weißt du nicht
3. judith: ja nein jain, dreamteam mit dreier als experiment und dann allein, neuanfang
4. henrik: antwort auf dumme kommentare, räumt mit vorurteilen auf
5. martin weyrauch: widmet text den helden und sucht nach heldentaten
6. franz: ist ein emotionaler mönch, erzählt zwischendurchgedanken zu herz aus gedanken ans herz
7. osama: zombietext, schauen und klicken und blättern in absurdistan
8. thomas h. candussi: hirn steht kopf, hätte wäre entscheidungen
9. artem (gast aus d): er lebt deutsch und wächst doch in einer anderen kultur auf, glaube und vorurteile
10. christoph: ist außerhalb der blase und will aufwecken
11. michael d.: liest ein exzerpt aus einem längen text für hund, katze, giraffen und alles wird durchgemischt
12. thomas: zieht in die ferne und stellt fragen

finale:
opferlamm: martin (gast aus d): schließt die augen und genießt den text über vorurteile und „natürlichkeit“
3. osama: schlittert in vergleich mit anderen und deren lebensrealität, will nicht länger ein rädchen sein, sondern ausbrechen
2. henrik: geht essen mit seinem vater
1. artem (gast aus d): über asylanten, die besser deutsch können als die muttersprachler, weltbild-halt

textstrom Poetry Slam September 2015

Große Gratulation an den Sieger des Abends, an Artem!

Ganz viele Fotos gibt es hier!

Sturm auf den Turm Slam #11 – Dreiländerslam im März

Beim Apriltermin des S/Turm-Slams sind wir ein Stück internationaler als sonst, soll heißen, die Starter und Starterinnen kommen aus drei verschiedenen Ländern. Österreich, Schweiz, Deutschland, alles am Start. Das Opferlamm wird von Team MYLF (Mothers You’d Like to Flow with) besorgt, dann geht’s direkt ins Rennen.

Startnummer 1: Andreas Plammer, Stichwort STRG + ALT + ENTF, wir kennen uns aus.
Startnummer 2: Lena, Stichwort: Atempause
Startnummer 3: Concerto Crystall, Stichwort: Arschkarte
Startnummer 4: Mona Camilla, Stichwort: klick!
Startnummer 5: Marija, Stichwort: Wir
Startnummer 6: Eike Brettschneider, Stichwort: Elefant
Startnummer 7: Laurin Buser, Stichwort: Saxophon
Startnummer 8: Sabine Sobotka, Stichwort: wachgeküsst

Im Finale: Andi Plammer, Mona Camilla, Eike und Laurin. Der Sieg geht an Eike, Gratulation und DUM-ABO und bis bald!

19.01.15 Sturm auf den Turm#1173

Fotos sind wieder von Sabine Pichler, danke schön dafür!


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Sturm auf den Turm Slam #10 – Februarwetter und gute Laune

Okay, das ist jetzt schon lang her. Das Archiv haben wir ein wenig nachlässig betrieben, aber wir versuchen uns an einer Rekonstruktion! Über Namedropping werden wir kaum hinauskommen, danke für eure Texte, danke für euer Kommen, danke an Sabine Pichler für die Photos!

Sturm auf den Turm#10_77

Opferlamm: Andreas Plammer

Startnummer 1: Jonas Scheiner
Startnummer 2: Simon Tomaz
Startnummer 3: Teresa Hossa
Startnummer 4: Giga Ritsch
Startnummer 5: Pascal Optional
Startnummer 6: David Friedrich
Startnummer 7: Rebecca Heinrich
Startnummer 8: Käthl

Gerockt wurde! Ins Finale gekommen wurde von Käthl, Teresa Hossa, Pascal Optional und David Friedrich. Gewonnen wurde vom wunderbaren David Friedrich, der hat inzwischen das DUM-ABO schon ein paar mal zugeschickt bekommen!

Das dynamische Moderationsduo Mieze Medusa & Yasmin Hafedh sagt Danke!

Yasmin Hafedh & Mieze Medusa - Foto von Sabine Pichler

Und hier noch die Fotos, danke Sabine Pichler!


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Lesestoff für den Sommer!

Die textstrom Crew war wirklich nicht faul in diesem Jahr! Und deshalb wollen wir, bevor wir euch mit Hinweis auf den Lustspielhaus Poetry Slam am 27. Juli hinweisen (es slammen für euch Markus Köhle, Torsten Sträter, Mieze Medusa, Klaus Lederwasch, Laurin Buser, Moritz Kienemann, Theresa Hahl & Dalibor Markovic) in die Sommerpause entlassen, euch ein paar Lese- und Hörtipps mit auf den Weg geben!

Ping Pong Poetry – die neuen besten Slamtexte mit CD
Markus Köhle & Mieze Medusa, Milena Verlag
Ping Pong Poetry  - die neuen besten Slamtexte mit CD - Markus Köhle & Mieze Medusa

Mit den Klassikern:
– „Mama, aber nicht nur!“,
– „Scheißzeit“,
– „Eduard Zimmermann“,
– „wie’s mir geht“,
– „Schleich di“,
aber auch jeder Menge Lesebühnentexte oder der einene oder anderen Ovidinterpretation!

Und dann liegt dem wunderbaren Büchlein ja auch noch eine CD bei, eine Liveaufnahme aus dem rhiz. Euer Klatschen & Johlen ist also auch für die Nachwelt festgehalten!

Bestellt es im Buchhandel des Vertrauens oder direkt beim Verlag!

Auf den Spuren der Lyrik beim Poetry Slam
Clara Felis, Lektora Verlag

Clara Felis - Auf den Spuren der Lyrik beim Poetry Slam

Ein Vergleich der US-amerikanischen und der deutschsprachigen Poetry-Slam-Szenen

Wer sich im Sommer intellektuell mit Poetry Slam beschäftigen will (und wir empfehlen das Benützen der hirneigenen grauen Zellen ja sowieso immer uneingeschränkt!), dem sei Claras brandneues Buch ans Herz gelegt!

Sie vergleicht die amerikanische und die deutschsprachige Poetry Slam Szene und tastet sie auf poetische Einflüsse ab. Denn: Nicht jeder Slamtext ist poetisch. Und was heißt poetisch denn überhaupt?

Mit vielen Textbeispielen und Analysen!

Bestellt es im Buchhandel des Vertrauens oder direkt beim verlag!

Miss Lead – It’s tea time

Miss Lead - It's tea time

Wer sich hinter dem Alter Ego Miss Lead versteckt, könnt ihr auf dem wunderbaren Cover sofort erkennen!
Miss Lead ist auf der aktuellen fm4 Soundselection drauf und außerdem gerade Soundpark Band des Monats…

Die Tracks heißen „It’s Tea Time“ und „Prisoner of Subconscience“ (wer hat’s erfunden? Wien, nicht Brixton, gell!), „Yasmo is dead feat. Yasmo“ oder „No one feat. P.tah“ oder „Move it out“ oder „Ancient Spirits feat. Ruffian“

Download it at bandcamp – pay as you wish!

Fauler Zauber
Andreas Plammer, Milena Verlag

Fauler Zauber, Andreas Plammer

Der treueste Büchertischbetreuer der Welt hat auch einen Roman veröffentlicht! Nicht dieses Jahr zwar, aber Bücher haben ja kein Ablaufdatum wie die Milch!

Der beste und amüsanteste Wiener Rotlichtmilieu-Krimi seit der Erfindung des Nachtclubs. 400 Seiten Zwielicht, Spannung, bezahlte Drinks, unbezahlter Sex – und Alkohol satt.

Und auch große Weisheiten werden hier verhandelt:
Die Männer springen eher auf die Straße, die Frauen in den Lichthof! Oder so! Nachlesen! Für die Gänsehaut im Gänsehäufl!

Bestellt euch das Buch im Buchhandel des Vertrauens oder – eh schon wissen – direkt beim Verlag!

Und für alle von euch, die ihr im Sommer in Wien bleibt…. (Recht habt ihr, im Winter muss man wegfahren!) …damit euch nicht fad wird, ein Vorschlag: Überprüft, ob der trinkfesteste Wienführer wirklich so gut recherchiert wurde, wie von uns behauptet!

Wien schön trinken
mit Texten von Andreas Plammer, Markus Köhle, Mieze Medusa & vielen anderen, Milena Verlag

Wien schön trinken

Andi Plammer hat selbstredend über das Cafe Anno geschrieben, das rhiz wurde von jemand anderem in Literatur verwandelt, Mieze Medusa gibt einen Geheimtrinktipp preis. Markus Köhle dagegen macht sich auf Spurensuche in einer Szenerie, für die Wien aber wirklich bekannt ist: Die Kaffeehausliteratur!

Bestellt euch das Buch im Buchhandel des Vertrauens oder – ein letztes Mal – direkt beim Verlag!

Passt auf euch auf, erholt euch gut und wir sehen uns im Herbst! Spätestens!
Mieze Medusa