Archiv des Autors: clarafelis

Saison Beginn

Textstrom Poetry Slam geht in eine neue Runde!
Adina und Clara moderierten dieses Ereignis. Die eine ist frisch in das Textstrom Team gekommen und für die andere ist es vorerst die letzte Moderation. Das Publikum füllte bald den Raum und sieben Anmeldungen kamen in das Los Sackerl für die Reihenfolge.
Clara eröffnete den Reigen mit einem Brainstorming, was Slam alles sein kann und auch der Frage, hast du dir heute schon gesagt, wie sehr du dich magst.
Herr Bones nimmt das Motto seiner Oma „du kannst alles sein, was du willst“ auf um ein Generationsbild zu zeichnen und die Frage, wer er alles sein könnte, wenn er wöllte, aber eigentlich nicht sein will. Stichwort: Bonelife. 11 Punkte.
Franz plädiert für eine Legalisierung des Jollys und ruft auf die Online Petition dafür zu unterschreiben. Er erzählt aus seiner Jugend und gibt auch eine medizinische Abhandlung darüber, wofür Cannabis alles gut ist. Stichwort: Jolly. 10 Punkte.
Angela schreibt die Fanpost von und für Curse und fragt sich, wann und wo sie ihn endlich real kennen lernen könnte. Sie gibt Antworten auf seine Textzeilen und meint, Curse sei ihr Lieblingsfluch. Stichwort: Fluch. 10+1 Punkte.
Henrik macht einen Mitmachtext. Wenn er ein High Five gibt, ruft die Menge „Boom“. Henrik will mehr brennen und will Ketten sprengen. Er möchte nicht mehr träumen, sondern handeln und lodern und brennen zur richtigen Zeit. Stichwort: Feuerboom. 15 Punkte.
Giga Ritsch lernt Deutsch als Zweitsprache und gibt dazu einige Beispiele: hart wird zu hoart… Sie erklärt auch den Unterschied zwischen Wien und Wean und was es mit sich bringt, dieses Wort so oder so auszusprechen. Stichwort: Deitsch. 15+1 Punkte.
Chris Kröner berichtet über die Mundtoten und ruft auf mehr zu reden und nicht nur still zu schweigen und zu ertragen. Eine Gesellschaftskritik zu mehr verbaler Aktion. Stichwort: das erste Mal. 12+1 Punkte.
Brigitta Bachmair fragt nach dem Sinn und Unsinn und stellt fest, das es leichter ist zu wissen, was unsinnig ist. Außerdem gibt es zu viele Ratgeber für Sinnsuchende. Stichwort: Sinne. 12 Punkte.
In der Pause und nach dem Slam legte Soulcat E-Phife auf.
Das Finale eröffnet Adina mit dem Aufruf mehr Barfuss zu laufen und den Zwängen der Schuhschubladen zu entfliehen.
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Brigitta Bachmair: Sokrate’s Weltschmerz. -> 3. Platz.
Chris Kröner: hormonelle Beschwerden. -> 3. Platz.
Henrik: Cyrano de Bergerac. -> 2. Platz.
Giga Ritsch: die verruckte Wöld. -> 1. Platz.

Herzliche Gratulation an Giga Ritsch und all die anderen, die diesen Abend zu einem wunderbaren gemacht haben.

Weitere Termine:

*** Slammer.Dichter.Weiter #17: 30.09.2014 @Alte Schmiede, Wien.
Markus Köhle hat Adina Wilcke und Jonas Scheiner geladen.
Beginn: 19 Uhr
Eintritt: frei

*** Sturm auf den Turm: 16.10.2014 @Hundsturm, Wien.
Mieze Medusa und Yasmin Hafedh haben wieder viele Menschen aus nah und fern geladen.
Beginn: 20 Uhr.
VVK: 5€, AK: 7€.

*** Textstrom Poetry Slam: 22.10.2014 @Rhiz, Wien.
Moderation: Adina
Anmeldung: 19.30 Uhr, Beginn: 20.15 Uhr.

Es war eine große Freude den Abend mit Adina zu moderieren und ich freue mich schon auf nächstes Frühjahr!!!
Herzlichst,
clara felis

Tag des Buches, Abend der Texte

Es ist der 23.04. Tag des Buches und auch Shakespeares 450. Geburtstag. Wenn das nicht ein Datum zum slammen ist und das zeitgleich an vier verschiedenen Orten in Wien! Vielleicht Premiere mit solch vielen Slams in dieser Stadt zur selben Zeit. Außer vielleicht bei diverseren Slam Meisterschaften. Jedenfalls war im Rhiz gestern Textstrom angesagt. Es kamen 10 Poet_innen und manche mittels Überredenskunst. Eine Freude ist es auf jeden Fall gewesen!

textstrom4_klEröffnen durfte Mieze Medusa mit der fast abendfüllenden Thematik des rein-raus-rein-raus. Stichwort: Gurkenmaskenfallenlassen. 30 Punkte.
Mriri folgt mit einigen kürzeren und kürzest Texten und Einzeilern. Stichwort: Schenkelklopfer. 24 Punkte.
In Wolkendimensionen führt Larissa und will mit ihnen ziehen und ihre vielschichtige Dimension annehmen. Stichwort: Wolken. 26 Punkte.
Schreibi rezitiert einen Konformistenchor und erklärt, dass es nur durch Konformisten Chaos gibt, da sie sonst nicht konform sein können. Stichwort: Weltschmerzwichser. 27 Punkte.
Was ein Gigal ist, erklärt uns der mechanische Kater. Stichwort: Charakterschädel. 21 Punkte.
Macarena schreibt in einem offenem Brief über die Gesellschaft und den Mut sich gegen sie zu stellen. Stichwort: mosttouchablescreen. 25 Punkte.
Über das Plagatieren wurde schon einiges geschrieben, Simeon erklärt es anhand 164 Physikbücher, die alle den gleichen Inhalt haben, samt Zeilenumbruch und Zeichensetzung. Stichwort: Feynman. 22 Punkte.
Lina Madita führt uns ins Wartezimmer ihrer Zahnärztin und fragt sich so allerhand über die Ärztin. Stichwort: Stickeralbum. 26 Punkte.
Eine Taube, die zwischen zwei Würstelständen lebt, hat folglich einen Bierbauch. Zumindest meint das Daniel Mitic. Stichwort: Porno. 27 Punkte.
Florian Supé kommt aus Graz und erzählt und von seinem Annäherungsversuch. Stichwort: Onenightkiss. 24 Punkte.

In der Pause wird getrunken und gelacht und ein paar Münzen eingesammelt, sowie allerhand an Terminen. Dabei kommt Musik von DJ Bacchus.

Im Finale treten Lina Madita, Larissa, Daniel Mitic, Schreibi und Mieze Medusa gegeneinander an. Es gibt Einzelwertungen und zur Feier zum Tag des Buches ein Buch als Dankeschön.

textstrom2_klLina Madita: 27 Punkte.
Daniel Mitic: 28 Punkte.
Mieze Medusa: 32 Punkte.
Larissa: 34 Punkte.
Schreibi: 36 Punkte.

Gratulation an Christian Schreibi Schreibmüller und alle, die da waren und den Abend gestaltet haben!

Im Mai wird Textstrom 10 Jahre!!!

Da gibt es allerhand zu feiern. Zwischen dem 20.-29. Mai wird es 5 Slams geben, Infos folgen.
Für die Überbrückung bis dahin:

 

30.04.2014 Walpurgisslam um 18 Uhr im Landesmuseum, St. Pölten.

Mieze Medusa moderiert. El Awadalla, Yasmin Hafedh, Clara Felis und du! bist dabei. Bei Interesse eine Mail an textstrom at gmail.com schreiben. Dieser Slam richtet sich ausschließlichan Frauen.

06.05.2014 Slammer.Dichter.Weiter #15 um 19 Uhr in der Alten Schmiede, Wien.

Markus Köhle hat Stefan Dörsing und Christian Schreibi Schreibmüller mit zeitgenössischen schon toten österreichischen Dichter_innen konfrontiert. Es bleibt spannend, wer wem wie antwortet!

15.05.2014 Sturm auf den Turm um 20 Uhr im Hundsturm, Wien.

Mieze Medusa und Yasmin Hafedh haben Jule Weber, Christine Teichmann, Simon Tomaz, Elias Hirschl und Concerto Crystal eingeladen. Es gibt noch 3 weitere Startplätze und jede Menge Platz zum Lauschen und Klatschen!

 

So viele Möglichkeiten zum texten und lauschen und sich gemeinsam am gemeinsamen erleben und beflügeln freuen!
Ich freu mich und auf bald,
clara felis

Das lernen wir noch!

Am letzten Mittwoch war es wieder so weit. Der monatliche Textstrom Poetry Slam im Rhiz zu Wien. Moderiert wurde er von Mieze Medusa und Clara Felis. Es gab 19 Anmeldungen, von denen 12 auf die Startliste gelost wurden. Mit einen engagierten einer zugereisten Poetin aus Fürstenfeld war auch das Opferlamm gefunden.

Nina eröffnete den Slam mit einem Text, in dem sie keine Rollen mehr spielen will, aber die Bühne verlassen möchte, bevor sie mit ihrer Predigt den Menschen auf die Nerven geht. Da Predigten Lüge aus zweiter Hand sind.

Alice Reichmann intoniert eine Ergotherapiestunde in einer psychatrischen Anstalt. Jemensch darf sich im eigenen Vermögen künstlerisch ausdrücken. Darauf folgt Kaffee und Kuchen. Stichwort: Alliteration, 26 Punkte.

Concerto Crystal zeichnet ein Bild seiner Generation und der Motivation, durch die sie vermeintlich besticht und eh nur für sich selbst lernt. Stichwort: Softskillsau, 33 Punkte.

Osama spaziert duch ein kaltes Wien und beschreibt die eigenen Bedürfnisse und beobachtet Menschen, die andere Realitäten erleben. Stichwort: halt, 25 Punkte.

Adina beschreibt Erinnerungen, die sich einbrennen und in verschiedene Schubladen gesteckt werden und sich mit verschiedenen Emotionen verknüpfen. Stichwort: Schwester, 31 Punkte.

Für Christoph ist die Szenerie nach dem Küssen unangenehm, wenn ein betrogener Mensch auf ihn einprügeln will und appeliert an die Möglichkeit, davor schon darüber nachzudenken, was passieren könnte. Stichwort: wurscht, 17 Punkte.

Mikal macht ein Experiment und beschreibt Richard Trauner als vermeintlichen Held seiner Geschichte, auch wenn diese fiktiv ist. Stichwort: Helden, 22 Punkte.

Hannes Blamayer gibt nun endlich in Wien den Queen of Wien Text, eine Hommage an Yasmin. Stichwort: Branntwein, 30 Punkte.

Mriri erzählt einen Witz zum Torötsyndrom der Elefanten und noch viele kleine andere Sätze und Streiche. Stichwort: Bananana, 31 Punkte.

Markus Köhle beginnt mit einer Analogie zu 20 Jahre ja, natürlich! Will an nichts arbeiten und arbeitet eben daraus an etwas und gibt verschiedenste Assoziationsketten. Stichwort: Analkanal, 28 Punkte.

Christopher Hütmannsberger möchte Männlichkeit dekonstruieren und beschreibt verschiedene Beispiele durch die Zeit, an denen sich das Verständniskeit von Männlichkeit gewandelt hat. Stichwort: Schmißpenis, 34 Punkte.

Felix Kaden hat eine Vater-Sohn-Auseinandersetzung und skizziert den Beruf Sohn, der vom Vater gesponsert wird und den Sohn aber doch nicht glücklich macht. Stichwort: Super Mario, 30 Punkte.

Yasmin Hafedh ist genau 7 Jahre bei Textstrom und am Slammen und fragt sich, ob sie nicht langsam zu alt für den Scheiß ist, nachdem sie danach gefragt wurde, warum sie das immer noch macht. Stichwort: #Hypo, 32 Punkte.

In der Pause kam DJ Bacchus und machte Stimmung für das Finale.
Nach einem essenslastigen Finale und einem sehr knappem Applausfinale ergab sich folgende Reihung:
3. Platz: Mriri und Yasmin
2. Platz: Adina
1. Platz: Christopher Hütmannsberger
Gratulation an dieser Stelle, vor allem weil Christopher durch diesen Sieg einen Startplatz beim Online Poetry Slam gewonnen hat. Vorfreude auf diesen und die nächsten Slams.

Davor gibt es allerdings noch weitere Termine:

02.04.2014 Slammer.Dichter.Weiter #14 um 19Uhr @ Alte Schmiede, Wien
Dieses Mal werden Julian Heun und Sevi mit kürzlich verstorbenen österreichischen Dichter_innen konfrontiert. Markus Köhle führt durch den Abend.

17.04.2014 Sturm auf den Turm Slam um 20Uhr @ Hundsturm, Wien
Mieze Medusa und Yasmin Hafedh laden zum nächsten Sturm auf den Turm Slam ein. Geladene SlammerInnen: Theresa Hahl (D), Klaus Lederwasch (A), Die Karin (A), Günther „Tschif“ Windisch (A), Henrik Szanto (A)

23.04.2014 Textstrom Poetry Slam um 20.15Uhr @ rhiz, Wien
Moderation: Clara Felis und Yasmin Hafedh
DJ: Alligator Man und Bacchus

Eine geruhsame Zeit,
clara felis

Februar Reigen

Es ist der letzte Mittwoch des Monats, also die Worte zusammen suchen und gemeinsam ins Rhiz stürmen, um dort die Wortwelten auftürmen zu lassen. Zu Beginn in Begleitung von FH Studierenden, die über Slam berichten wollen. Ein Team-Slam ist angedacht gewesen, doch aufgrund diverser Gründe kamen nur zwei. Es wird daran gearbeitet werden Team Motivation zu bündeln.
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Der Opferlamm-Text setzt sich mit dem einem Zitat aus dem „Pro Homo“ Track von Sookee und Tapete auseinander. Dafür gibt es 28 Punkte.
Den tatsächlichen Slam eröffnet Ana mit einer Auseinandersetzung zum Schönheitsideal. Stichwort: fettgedruckt. 27 Punkte.
Nils aus Dresden malt ein Bilderbuch aus Worten und hinterfragt den kreativen oberflächigen Kleidungsstil. Stichwort: Ingwer. 29 Punkte.
Eike kreiselt durch die Welt und landet in Indien und lernt dort ein Malofant mit Farbpalettentatze kennen. Stichwort: Rüssel. 32 Punkte.
Mriri beginnt mit einem Witz und verschluckt sich, um sich mit sich selbst zu beschäftigen. Stichwort: Muhhhh. 29 Punkte.
Barbara führt einen Dialog mit einem Pudel und sucht nach dem Sinn des Lebens. Stichwort: Pudel. 23 Punkte.
Sophia ergründet das du und ich und wir und ich und du und das Vertrauen, dass alles einen Sinn ergibt. Stichwort: Hopserlauf. 27 Punkte.
MYLF übt die Revolution und weiß, dass es dafür Hoffen und Wagnis braucht. Stichwort: täglicher Aufstand. 27 Punkte.
Mario Tomic erinnert sich an seinen Großvater, weil er sich in der Gegenwart überlegt, was im nächsten Moment passieren könnte. Stickwort: Schnapsgedanken. 33 Punkte.
Paddi und Osama bilden sich weiter in dem sie Simon mit einem Gummiboot nach Tschernobyl fahren lassen und einen Fragekatalog an Bord haben. Stichwort: Gummiboot. 35 Punkte.
Peter baut sich aus Schlamm eine Welt und wundert sich, dass es überall braun ist. Stichwort: Schlamm. 21 Punkte.
Ahna versucht das Glück als Vogel nicht zu fangen, möchte es aber gern doch irgendwie erhaschen. Stichwort: Glück. 26 Punkte.
Pascal Optional berichet von neusten Gismethoden. Stichwort: Nikolausgis. 34 Punkte.
Rebacca weiß, dass ihr Gegenüber sie nicht mehr mag, hat dem aber viele aber-Variationen entgegen zu setzen. (Stichwort fehlt) 31 Punkte.

In der Pause wurde von DWD Musik aufgelegt und das Finale mit Jingles untermalt.
Paddi und Osama und Pascal Optional erlangen den dritten Platz.
Eike landet auf dem zweiten Platz.
Mario Tomic gewinnt.
GratulationGratulationGratulation!!!
Und herzlichen Dank an die vielen begeisterungsfähigen und vor allem rechenunterstützenden Menschen!!!

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Die nächsten Termine:
10.03.2014 Slammer.Dichter.Weiter #13 um 19Uhr @ Alte Schmiede, Wien
Dieses Mal werden Ken Yamamoto und Stefan Abermann mit kürzlich verstorbenen österreichischen Dichter_innen konfrontiert. Markus Köhle führt durch den Abend.

20.03.2014 Sturm auf den Turm Slam um 20Uhr @ Hundsturm, Wien
Mieze Medusa und Yasmin Hafedh laden zum nächsten Sturm auf den Turm Slam ein. Geladene SlammerInnen: Frank Klötgen (D), Dominika “Minkasia” Meindl (A), Osama (A), Clara Felis (A), Christian “Schreibi” Schreibmüller (A)

26.03.2014 Textstrom Poetry Slam um 20.15Uhr @ rhiz, Wien
Moderation: Mieze Medusa und Clara Felis

Abseits davon gibt es noch viele weitere Bühnen und Slams zu entdecken!
Viel Freude und auf bald!
clara felis

Zwei Streiche, 2. Streich im aus.büxen

Der zweite Streich innerhalb zwei Tage führte Textstrom am Donnerstag, 23.01. ins mobile Stadtlabor aus.büxen in den Resselpark. Ein Themenslam zum Thema: stadtillusion. Vor dem Slam wurde noch ein Süppchen kocht und es fand sich alsbald viel Publikum ein. Teilnehmede Slammer_innen waren rar gesät, aber durch Zuspruch der Moderatorin konnten noch spontane Wortspieler_innen gefunden werden.

Als Preis wurde passend zum Architekturhintergrund des Projektes ausbüxen das Buch „die Hochhausstapler“ ausgesucht:
die hochhausstapler Der Abend wurde mit einem Opferlamm der Moderatiorin zum Thema eröffnet. Es ging um Illusionen und Städte und Paläste und Träume verwirklichen.

Der mechanische Kater nahm das Thema, um Momentaufnahmen von verschiedenen Orten in der Stadt zu beschreiben und wie die verschiedenen Realitäten nebeneinander wohnen. Sophia zerpflückte das Thema, um aus der Selbsttäuschung der vermeintlichen Stadtperfektion eine Einladung zu vollziehen, sich auf sich selbst einzulassen. Lena formt die Stadtillusion zur Wortinspiration und beschreibt dies über die morgentliche Stadtentdeckung mit dem Fahrrad hin zu Verführung durch Worte. Die gestörte Becca improvisiert zum Thema box und ausbüxen und freut sich die Stadt außerhalb der Autobox mit der freien Box des Fahrrads neu zu erkunden. Das Team Ronuk erzählt eine Geschichte über ein Maus und ein Haus und über ausbüxmöglichkeiten, die Aristoteles und den großen Alexander trifft um mittels einer Katzengeschichte zum Geschirrspüler zu tanzen bis auch das Licht ausbüxt.

Eine zweite Runde wurde versucht, doch da aufgrund der Spontanität 3/5 der Teilnehmer_innen keinen zweiten Text dabei hatten, gab es nur zwei weitere.  Sophia will nach vorne, auch wenn neue Schritte zunächst wacklig erscheinen und die Achtsamkeit erst wieder neu gelernt werden muss. Der mechanische Kater erzählt von Chicago und träumt sich beim Stadtspaziergang in einer anderen Stadt in die Straßen von Chicago.

Per Applausentscheidung durfte Sophia das übergroßformatige pinke Buch mit nach Hause nehmen.

Vielen Dank an dieser Stelle für alle beiteilgiten und applaudierenden und spontanen.
Vielen Dank ans ausbüxen und ich freue mich schon, wenn es einen zweiten Slam geben wird!
Mehr zum Projekt aus.büxen.

Vorfreudig,
clara felis

 

 

Zwei Streiche, 1. Streich im Rhiz

An zwei Tagen je einen Textstrom Poetry Slam! Wenn das nicht ein schöner Slam Auftakt für das Jahr 2014 ist, dann weiß ich auch nicht. Doch der Reihe nach.

Am Mittwoch, 22. Jänner kamen 16 Slammer_innen ins Rhiz, um zu slammen. Es wurden 12 Poet_innen gelost und einer der verliebenenen nicht gezogenen Personen meldete sich zum Opferlamm: kein geringerer als Markus Köhle, der zum Tag der Jogginghose seine Gedanken rund um dieses Kleidungsstück Lebensansichten präsentierte. Ein neues Akronym wurde in die Welt geworen: Joho!

Eröffnet wurde der Slam von Jimi Lend. Er übte Kritik an System mit der Frage: what shall boom? Welche auch gleichzeitig das Stichwort war. 23,5 Punkte. Andreas Petö bezog sich in seinem Text auf Julia Engelmann um eine neue Serie ins Leben zu rufen: Deutschland sucht den Slam Star. Stichwort: Mundart. 28 Punkte. Horst Texter nahm die neuen Medien in seinen Text auf und entwickelte einen Dialog, nachdem ein Beziehungsstatus geändert wurde. Stichwort: Beziehungsstatus. 20 Punkte. Mario Tomic kam aus Graz angereist und surfte online um offline verschiedene Inseln und Träume zu entdecken. Stichwort: Insel(t)räume. 33 Punkte. Christian Schreibi Schreibmüller begleitete einen all-you-can-eat Besuch beim Chinesen. Gustl lässt sich trotz der springenden Fließen aufgrund seines Gewichtes nicht vom Buffet abhalten. Stichwort: Chinesen. 23,5 Punkte. Henrik Szanto erzählt davon wie es ist über einen Puff zu wohnen, trotz Mandys Candylandy ist er in der großen Stadt oft einsam, da es recht schwer ist sich Leute einzladen. Stichwort: Pissarschgeige. 32,5 Punkte. Mriri gibt Kurz- und Kürzestexte zum besten. Stichworte: Fort-Setzung. 23 Punkte. Der mechanische Kater nimmt sich Luther Duktus zu Herzen und steht auf der Bühne und kann nicht anders. Stichwort: Coldplay. 27 Punkte. Aña wehrt sich in ihrem Text, der einer Freunding gewidmet ist, mit Händen und Füßen gegen einen Parasit, der in ihr wächst. Aber sie hat noch viel vor und kämpft dafür. Stichwort: Lebensmut Ekelpaket. 34 Punkte. Concerty Crystall besinnt sich auf die wahren Sinne und wundert sich, dass für Brunnen in Afrika gespendet wird, wo wir hier doch sprichwörtlich auf frisches Wasser scheißen. Stichwort: Ökofaschisten. 34 Punkte. Hannah spricht in einem Theater vor und hadert zwischen Engelchen und Teufelchen in ihrem Innern im Verhalten gegenüber Mitbewerberinnen. Stichwort: Bitchfight. 27,5 Punkte. Martin geht zu einem vermeintlichen Urologen und hat dort erstaunliche Erlebnisse. Stichwort: Routine. 27 Punkte.
In der Pause verwandelt sich Mieze Medusa von der Moderatorin zur DJane.

Im Finale, da von Lina Madita eingeläutet wurde, kamen Henrik Szanto, Mario Tomic, Concerto Crystall und Aña. Per Applaus wurde folgende Reihenfolge erkoren:
3. Platz: Henrik Szanto und Concerto Crystall
2. Platz: Aña
1. Platz: Mario Tomic

Herzliche Gratulation noch mal an dieser Stelle!
Bildeindrücke von diesem Wortfest: Textstrom bei Flickr

Der nächste Sturm auf den Turm:
20.02.14 Sturm auf den Turm @ Hundtsturm, Wien
Moderation: Mieze Medusa und Yasmin Hafedh
Geladene Slammer_innen: Lars Ruppel (D), Mario Tomic (A), Markus Köhle (A), Jonas Scheiner (A), Lina Madita (A)

Der nächste Textstrom:
26.02.14 Textstrom Poetry Slam @ rhiz, Wien
Moderation: Markus Köhle
DJ: DWD

Ich freu mich drauf!
clara felis

Klappe: Auf! Poetry: Slam!

Das Lokativ im 2. Bezirk ist slam affin und so war der Raum gefüllt mit Menschen, die für den 2. Klappe auf! Poetry Slam am 28.11. kamen. Dieses Mal mit dem Motto „a room of one’s own“. Virginia Woolfs Essay zum selbstbestimmten Raum um kreativ zu sein und seine Position als Frau zu reflektieren. Es kamen 7 Slammerinnen und ein Slammer, die einen tollen Abend formten, gemeinsam mit den vielen vielen Menschen, die den Worten lauschten. Der Rahmen für diesen Slam waren die 16 Tage gegen Gewalt an Frauen, vom 25.11.-10.12. Der Slam wurde von Klappe auf! organisiert, da viele frauenpolitische Organisationen Klappe auf! bilden, hatte sich jede Organisation kurz vorgestellt.

Als Opferlamm sprang die Moderation von der Bühne und wieder hinauf. Sie berichtet über den Wunsch einer Prinzessin Hofnarr zu werden und sich selbst das eigene Gewand auszuwählen. 10 Punkte.
Hannah war zum ersten Mal bei einem Poetry Slam und berichtete in ihrem Text von der Vielschicht Frau zu sein und kommt zu dem Schluss, dass es manchmal ganz schön anstrengend ist. 15 Punkte.
Simon formte die Rotkäppchen Geschichte auf Woolfs Essay, in dem die Wölfin den Raum im Wald zum Rückzug sucht. 9 Punkte.
Jedefrau erzählte von verschiedenen Altersstufen und Übergriffen mit dem Wissen, dass die jungen Burschen es doch besser wissen sollten. 11 Punkte.
Alice spielte mit Stimme und Sprache, um verschiedenen Perspektiven eines Hauses darzustellen. 14 Punkte.
Adinas Rahmenhandlung waren die Nachrichten. Dazwischen ging es um das Verhältnis einer Mutter und Tochter und die Schwierigkeit, sich nach 15 Jahren wiederzusehen, da die Mutter im Gefängnis war. 10 Punkte.
Lore brachte kleiner Stücke und Gedanken, die von Narben auf Seele und seelische Prügel handelte und der eigenen Befreiung nach 32 Jahren. 13 Punkte.
Lina spricht dich und dich und dich an und fordert mehr Respekt und Toleranz, da der Mensch viel mehr als nur ein Körper ist. 15 Punkte.
Helga ruft dazu auf, dass „a room of her own is not enough“ und die politische Partizipation für alle machbar sein sollte. 10 Punkte.
Besonders hervorzuheben ist die Stimmung im Lokativ und die wohlwollende Atmosphäre, samt den vielen beflügelnden Appläusen für die jeweiligen Poetinnen und Poet.

Das Finale:
Lore möchte auf die Gefühle hören oder nicht. 10 Punkte.
Alice erzählte von ihrer Zwangseinweisung. 14 Punkte.
Lina stellte ihre vielen verschiedenen Ich-Perspektiven vor. 15 Punkte. Und damit SIEGERIN des Klappe Auf Poetry Slam. Herzlichen Glückwunsch!
Hannah spielte mit dem Second und First Life. Analog vs Online. 10 Punkte.

Herzlichen Dank an alle teilnehmenden und interagierenden Personen! Es war ein Fest und ich freu mich auf das nächste Mal!
clara felis

Nachbericht samt Videos auf dieStandard. Danke für die Aufzeichnung und den Bericht.

Termin für den Dezember:
12.12. Slammer.Dichter.Weiter um 19 Uhr @ Alte Schmiede.
Diesmal moderiert Mieze Medusa und lädt Wolf Hogekamp und Markus Köhle ein, sich mit zeitgenössischen schon verstorbenen österreichischen Dichter_innen auseinander zu setzen.

textstrom gastspiele…

Bevor die offizielle 10. Textstrom Saison eröffnet wurde, gab es einen Radkult Bike Poetry Slam mit anschließendem Konzert von Mieze Medusa und Tenderboy. Es war die Abschlussveranstaltung des Festivals und der Hauptpreis war ein Faltrad. Genügend Motivation, um dem Thema „Fahrrad“ Wort, Text und Gedanken zu schenken.

Acht Poeten haben sich gemeldet und nach Aufforderung der Moderation haben sich spontan noch zwei Poetinnen für deine Wortspende entschlossen. Die beiden, Mieze Medusa und Jasmin, hatten gleich die ersten beiden Startplätze und improvisierten. Ein Freestyle in Prosa über die Provinz, so Mieze Medusa. Jasmin radelt eine Runde und dreht durch. Bernd berichtet vom alltäglichen Radfahren mit den üblichen Beschwerden der jeweils beteiligten. Pascal Optional wird Tom Turbo. Kosta findet der die das Fahrrad. Jimi Lend ist am Rad mit dem Citybike am Fluss. Markus Köhle erzählt sein Lebenslaufrad. Osama hat ein guten Rat auf ein gutes Rad. Concerto Crystal improvisiert ebenfalls übers Radfahren.  Timmu am Rad feat Dani rappen sich von Critical Mass in Wien auf wir brauchen kein Benzin. Spontan kam Frieda aus Schweden auf die Bühne um das Opferlamm vor dem Finale zu sein.

 

Das Applausstechen im Finale wird haarscharf für Markus Köhle entschieden. Er darf das Klapprad mit nach Hause fahren.

Schön wars im Fania! Danke für das Radkult Festival! Danke an Fanny Famos für die Co-Moderation!

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Ein weiteres Gastspiel und eine neue Spielart des Poetry Slams fand letzte Woche im Rahmen des Paris Vienne Festivals statt. An zwei Abenden gab es die Möglichkeiten mit den Musiker_innen von PomPomPommegranate gemeinsam die Performance eines Textes zu gestalten. Ein Stichwort, um der Musik eine Weisung zu geben, und der Dialog konnte beginnen.

Am Donnerstag gab es fünf Slamaffine Poeten: Alice, Adina, Pascal, Osama und Mriri. Die alle eine einzigartige Darbietung vollbrachten, jede_r auf seine/ihre Art mit der Musik umgehend. Die Musiker_innen jeweils auf den Text reagierend. Es war ein Fest.

Am Freitag gab es eine lockere Runde, eher eine Jamsession mit jeweils spontanen Bühnenbesuchen von Tini, Alica, Andrew und Flo. Auch dieser Abend durch und mit und wegen des Zusammenspiels von Text und Musik ein tolles Erlebnis. Und der Wunsch auf Wiederholung ist groß!

Danke an PomPomPommegranate! Danke an Paris Vienne! Danke an den Ost Klub!

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Ich freue mich auf neue Spielarten!
clara felis

 

Nächster Textstrom Termin:

Textstrom @rhiz am 23.10.2013
Moderation: Mieze Medusa
DJ: Mr. Wisdom
Anmeldung ab 19.30 Uhr.

 

Die Saison ist eröffnet!

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Die Slamsommerpause winkt dem Ende entgegen.

Es ist an der Zeit wieder die Mikrofone zu verwenden und dem Publikum Möglichkeiten zum applaudieren zu geben. Gesagt getan! Gabs in der zuvorigen Woche noch den Radkult Poetry Slam, war es gestern im Rhiz soweit die neue Slamsaison einzuleiten. In diesem Jahr durfte dies Yasmin Hafedh und Clara Felis die Bühne eröffnen und die Poetinnen und Poeten wurden mit Jingles vom DJ DWD auf die Bühne gespielt.
Es gab 18 Anmeldungen, von denen 13 Poet_innen um das Spendensackerl sprachen/texteten/schrien/flüsterten…

Doch halt, zunächst eroberte Etta Streicher als featured Poet die Bühne. Ihr Text handelte vom Hotel Mama, vom einatmen, vom ausatmen, vom Paradies im noch schwangeren Bauch und vom Abnabeln. Punkte: 28,5.

Das Losglück zum ersten Starter der neuen Saison ging an Simon Tomaz. Er berichtete von baldigen Wahlen, allen voran Fayman! Und seinem tapferen Gehilfen Spindigonzales und dem Überltäter Stracherson, der die Bürgerunmut anstacheln wollte. Doch AustriaCity erwacht in ruhigem Glanz nach vollzogenen Heldentaten. Stichwort: Stahlbürste. Punkte: 26.
Zweiter auf der Bühne war Dapach, der seit einigen Monaten in Wien weilt und so seine Probleme hat, als Comedian ernst genommen zu werden, vor allem inmitten der Freundlichkeit in Wien. Stichwort: beautiful eyes. Punkte: 24.
Klaus Lederwasch erzählte kurz von den verschiedenen Hausarten verschiedener Tiere, um dann sein Drehbuch von Crabby der Winkerkrabbe vorzustellen. Die tragische Geschichte, wie Crabby seinen Vater beim Tanzen verliert und sich dann auf die Suche nach ihm macht. Stichwort: Daaaaad! Punkte: 29,5.
Der Postmaturatext von Lina Madita beschäftigt sich mit dem ich, dem du, dem wir, von dem Problem, wenn die Füsse am Boden verhaftet sind und der Kopf in den Wolken fliegt. Doch es gibt immer Entscheidungen zu treffen und Dinge zu tun. Stichwort: nichts. Punkte: 26.
Vom Erwachsenwerden handelt auch Adinas Text. Mit fünf spielt sie Superwoman, die vor ihrer Mutter aka Lex Luther fliehen will. Mit zehn erklärt der Vater ihr das Kapital. Und mit 25 kann sie immer noch mit einem Augen schielen und sich manch Mal daneben benehmen. Stichwort: schielen. Punkte: 28,5.
Ahna spricht vom verändern und der Schwierigkeit, dass Hoffnung gleich Beton ist. Auch die Politik verändert sich nicht. Es fehlt schlicht an Engagement. Stichwort: Tränengastränen. Punkte: 30.
Darauf folgte Simon Asch, der sich für die Altersführsorge interessiert und sich in Clotilde verliebt. Sie hat Demenz und er erklärt ihr immer wieder, dass er ihr Enkel ist. Mit seinem Arbeitslosengeld und ihrer Pension lässt es sich allerdings gut leben. Stichwort: Clotilde. Punkte: 26.
Die Runde vor der Pause beendete Chrisi mit ihren Gedanken zum Thema Schubladen und wie damit umgegangen wird und dass viele Menschen schön tanzen. Stichwort: Mond. Punkte 27.

In der Pause wurde mit Kleingeld geklimpert und DWD aka Concerto Crystal legte auf. Auf Grund der baldigen Wahl brachte Concerto Crystal einen Text als Zwischenfeature seine Gedanken zum Thema: wählen oder nicht wählen.
Alice wechselte nach der Pause den Zuschauerraum mit der Bühne und in ihrem Text allerlei andere Perspektiven. Sie tanzt sich nicht immer durchs Leben, sondern verschanzt sich auch manchmal dahinter. Stichwort: Tanzsaal. Punkte: 25.
Ein Einblick in das Nachleben brachte Lola, die von einer Begegnung mit Karl berichtete. Die verschwommenen Biergedanken machten das eine oder andere erträglicher. Stichwort: Schokoladenkrapfen. Punkte: 26,5.
Wie nach einer durchzechten Nacht erwacht Thomas Mayer halbseitig gelähmt und führt Überlegungen weiter fort, wie es so ist mit der Selbstzerstörung und dem Raubbau am Körper, durch diverse Lebensstile. Aber er lässt sich nicht so schnell runterkriegen. Sticherwort: Selbstzerstörung. Punkte: 23.
Mriri aka Robin warf mit vielen kleinen Gedankensprüngen um sich und war froh darüber, das Niveau zu senken. Er spielte mit der Sprache, mit dem um und mit den Wüstenrennmäusen. Stichwort: tot 8. Punkte: 30,5.
Die Vorrunde wurde mit Osama geschlossen. Er nahm sich das Thema Kuchen und Konsumzwang her, um darauf aufbauend die Köpfe der Menschen wieder selbstbestimmt werden zu lassen. Stichwort: Kuchenkonsum. Punkte: 32,5.

Etta Streicher gab in ihrem zweiten Text ein Kondom über das Mikrofon und überlegte sich allerlei rund um die Haut, das Organ Haut und die Hautreibung.
Das Finale wurde von Klaus Lederwasch, Ahna, Mriri und Osama bestritten. Per Jurywertung ergab sich folgende Reihung:textstrom02

Klaus Lederwasch ließ einen Quastenflossenfisch und einen Hai aufeinander treffen. Punkte: 34. 1. Platz!
Osama machte darauf aufmerksam, dass du anders bist und kreativ sein sollst, anstatt immer zu kopieren. Punkte: 33. 2. Platz! (höhere Streichwertung)
Ahna zog eine Bilanz ihrer Generation, der verlorenen Jugend. Punkte: 33. 3. Platz!
Mriri gab Miniaturen u.a. zu seinem Großvater, der Metzger war, und einen Mitmachtext, der mit der vielschicht von Wortbedeutungen spielte. Punkte: 31. 4. Platz!

Herzlichen Dank an alle, die da waren und allen, die nicht da waren, erzählen, dass sie da waren und hoffentlich die anderen nächstes Mal mitnehmen!

Im Oktober wird wieder geslammt und zwar:
Textstrom @rhiz am 23.10.2013
Moderation: Mieze Medusa
DJ: Mr. Wisdom
Anmeldung ab 19.30 Uhr.

Dazwischen:
Der Ö-Slam 2013: am 4./5.10.2013 in Salzburg!!!

Poetry Jam Session beim ParisVienneFestival am 10./11.10.2013 im Ost-Klub!!!
Zum Festival.
Informationen zur Poetry Jam Session.

Freude auf die Vorfreude des nächsten Zusammentreffens!
clara felis

Sand im Getriebe

Am Freitag gastierte textstrom goes im aparat. Vorgegebenes Thema war „Sand im Getriebe“. Es haben sich vier Slammer eingefunden und in zwei Runden einen Text zum Thema und zu anderen dargeboten.

textstrom_aparat

Die Atmosphäre war gemütlich und hatte beinahe einen Campingplatzflair mit Wohnwagen im Hintergrund und Leselampe auf der Bühne. Durch den Abend führt Clara Felis. Aufgelegt wurde später von Il Rakete aka. Boris.

Boris eröffnete den Abend mit einem Text zu verschiedenen Arten der Information. Durch die verschiedenen Kommunikationsebenen gibt es zeitweise eine Überlagerung, so dass die Informationen oft gar nicht mehr wahrgenommen werden können. In der zweiten Runde sang er das Beatles Lied „a tast of honey“. Punkt: 21.

Schwani brachte zuerst einen Text, wie er durch die Gassen Wien schlendert und von Menschen einen Abos für WWF, Amnesty International, Greenpeace etc. verkauft bekommt, was teilweise nervig sein kann. Der zweite Text handelte von der Frage, wie es einem wirklich geht und ob das auch artikuliert wird. Punkte: 22.

Andi Pianka erzählte davon was passiert, wenn ein Witz vorbei kommt und sich möglicherweise als Witz verkleidet oder nicht. So kommt per Fekter ein Sparpaket oder eben du den und ich wen anders. Der zweite Text kleckste mit Wikileaks und dass alles aus der Tube kommt. Er nahm das Textblattt als Corpus Delicti und wusste, was du letzten Sommer gemacht hast. Punkte: 29.

Nicolas fasst in seinem ersten Text die Themen Twilight, Oblivion und Roland Emerisch zusammen. Im zweiten sprach er vom täglichen Unglück und den Freuden und Hipstern mit Bärten, wodurch Schubladen nicht mehr so leicht zu bedienen sind. Punkte: 22.

So gewinnt Andi Pianka den textstrom goes aparat.

Herzlichen Dank an die Slammer, das Publikum und den aparat! Auf dass dort bald wieder ein Slam stattfinden möge.

 

Die nächsten textstrom Gelegenheiten:

Dienstag, 28.5.2013 – Slammer Dichter Weiter in der Alten Schmiede
Markus Köhle lädt Renato Kaiser (CH) und Klaus Lederwasch (Ö-Slam Champ) zum Freundschaftsspiel.

Mittwoch, 29.5.2013 – textstrom goes das Bach, Bachgasse 21, 1160 Wien
Wir feiern Slamgeburtstag: Poetry Slam deluxe mit Renato Kaiser, Klaus Lederwasch, Yasmin Hafedh und und und.

Mittwoch, 26.6.2013 textstrom poetry slam im rhiz-
Moderation: tba.

Ab 1. Juni findet der BusBimSlam in den 23. Wiener Gemeindebezirken statt!!!

 

Ich freu mich drauf.
clara felis

fast neun!

Der Mai geht dem Ende entgegen und daher hieß es wieder ab zum Textstrom Poetry Slam, allerdings mit einer kleinen Veränderung, da der Slam am vorletzten Mittwoch im Rhiz abgehalten wurde. So wird erst nächsten Mittwoch Geburtstagsgefeiert. Textstrom wird nämlich neun und zur Vorbereitung darauf gab es acht Slammer_innen. Dieses Fast-Geburtstagsfest wurde von Studierenden der FH St. Pölten festgehalten, um eine Mehrkameraproduktion aus diesem Slam zu schneiden.

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Aufgewärmt wurde das Publikum und die Jury mit einem Text von Yasmin Hafed mit den Gegensätzen Film und Realität; Buch und Film; Fantasie und Film; Innen- und Außenperspektive… Yasmin sah sehr viele verschiedene Dinge, oftmals zur Realität gewordene Filmszenen. Stichwort: Nemo, Punkte: 23,5.

Den Reigen des Wettbewerbes eröffnete Ana mit verschiedenen Formen des klick klick, ob in der Realität oder der virtuellen Welt und auch klick klick des Selbst- und Fremdbildes. Stichwort: face to face, Punkte: 19,5.

Zweifaltspinsel brachte ein paar Gedichte zu Athen und seine Gedanken dazu. Gegensätze zwischen Geschichte und Alltag. Er möchte Athen melken und ein Schluck davon nehmen. Danach folgte eine zufällige zugefallene Zufallsbegegenung mit einem Zufallsfreund in der Wüste. Abschließend dichtete er über die Bedeutung von Hellas und Greek. Stichwort: Athen, du Sau!, Punkte: 18.

Schwani fragte sich und sein Gegenüber, wie es wem geht. Auf der Suche nach einer ehrlichen Antwort ohne das übliche Geplänkel, weil wir uns meistens verhalten verhalten und dadurch Türen geschlossen halten. Stichwort: Origame, Punkte: 26.

Osama berichtete vom Schlafen und fiel von Traum zu Traum und erwachte aus diesen vielschichtigen Traumwelten und fragt sich, wo die Realität wirklich ist. Stichwort: Traum/Intextion, Punkte: 29,5.

Concerto Crystal wandelte die Szenerie in ein Wirtshaus und erzählte einen Innerenmonolog über das Aufregen und Anklagen im Innern, sobald der Bürgermeister kommt, wird aber gleich wieder anders gehandelt. Stichwort: Baggage, Punkte: 22,5.

Peter Wurm telefonierte in seinem Text des Nächstens von einer Station des Otto Wagner Spitals mit Pavillion 10. Stichwort: OWS, Punkte: 17,5.

Mriri gab viele Kleinigkeiten zum Besten und betonte u.a. Beton zu mögen und asphaltierte seine Meinung, die Natur nicht zu mögen. Desweiteren war der 9 das N neu. Stichwort: Asphalt, Punkte: 19,5.

Klaus Urban las ein paar seiner Satzromane vor und berichtete von den Leitplanken, die zu Leid planken wurden. Danach erzählte er von dem kleinen Reim, der aus der Reimform brechen und anders sein wollte. Stichwort: Sinn des Lebens, Punkte: 28.

Damit schafften es folgende Slammer ins Finale:
Concerto Crystal, Schwani, Klaus Urban und Osama.

Das Finale war durchrtänkt mit Texten zu Körperflüssigkeiten in verschiedenester Form und Farbe. Die Jury kürte Klaus Urban zum Sieger von Textstrom im Mai.

Nach dem Slam legten Alligator Man und Bacchus auf.

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Die nächsten Textstrom Gelegenheiten:

Freitag, 24.5.2013 – >textstrom goes aparat , Zwölfergasse 9, 1150 Wien.
Thema: Sand im Getriebe.
Anmeldung: 20.30 Uhr, Beginn: 21 Uhr.
Moderation: Clara Felis

Dienstag, 28.5.2013 – Slammer Dichter Weiter in der Alten Schmiede
Markus Köhle lädt Renato Kaiser (CH) und Klaus Lederwasch (Ö-Slam Champ) zum Freundschaftsspiel.

Mittwoch, 29.5.2013 – textstrom goes das Bach, Bachgasse 21, 1160 Wien
Wir feiern Slamgeburtstag: Poetry Slam deluxe mit Renato Kaiser, Klaus Lederwasch, Yasmin Hafedh und und und.

Mittwoch, 26.6.2013 textstrom poetry slam im rhiz-
Moderation: tba.

Und ganz wichtig!!! Es sei daran erinnert, dass ab dem 1. Juni wieder der BusBimSlam stattfindet. Slam geht auf die Reise durch die 23 Wiener Gemeindebezirke. Am 1. im 1. um 1 Uhr, am 2. im 2. um 2 Uhr, am 3. im 3. um 3 Uhr. Mehr dazu unter BusBimSlam.

 

Danke für den schönen Abend und ich freu mich auf die nächsten fulminaten Slams!
auf bald,
clara felis

Wohnzimmersession

schenke_3

Am Montagabend hieß die ausgewählte Location für den Textstrom goes Schenke.
Die Schenke ist ein Kost-nix-Laden und Café und möchte Menschen abseits des Konsums wieder einen Raum zum Austausch anregen. Daher war das gewählte Thema „geldlos“. Auf die Bühne mussten alle mit ohne Schuhe und konnten danach erst ihre Texte performen.
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Es kamen fünf Slammer (hier muss leider ich nicht gendern, da es tatsächlich nur Slammer gab). Die Reihenfolge wurde ausgelost und es gab zwei Runden.

Als Opferlämmin brachte Clara Felis einen Text, der sich darum bemüht die Zwang und das Korsett des Geldes zu durchbrechen.

Beendet und begonnen wurde der tatsächliche Slam mit Andi Pianka. Ein Text zum Thema darüber, dass nicht alles glänzt, was Gold ist. Was Vati kann, darf Muter nicht. Gott wurde zu Word, Microsoft Word. Ai wei-wei-nende Arbeitskräfte. Ein zweiter Text zum Gründonnerstag, an welchem die Grünen in Kärnten ins Parlament einzogen. Textstrom kommt aus der Bierdose, ob 16er Blech oder Gösser. Es gleibt beim Pferd Ex Equo, aus den Kühen Metan und mit Taurin wird geflogen. Stichworte: Ai wei-wei-nend und Wandlung, Punkte: 25,5.

Als Zweiter und Vorletzter erklomm Concerto Crystal die Bühne. Ein Text über die Geldlosigkeit und wie damit umgegangen wird. Eine Publikumsfrage zum Thema China, war „kineats mir 100 schilling borge?“ Der zweite Text behandelte die Frage nach der Muse und wie der Flow zum schreiben kommt. Und dass der Fluss zur Freiheit führt. Stichworte: China und Südbahnhof, Punkte: 25.

Die Mitte beider Runden bildete Markus Köhle. Sein erster Text war über Ratschläge und den Ratschlag zu machen, was jemensch selbst möchte. Freelancer of Mind. Der zweite Text war die Frage „Na, Hund?“ und was sind das für Leute, die immer die Anderen sind. Stichworte: Ich mach, was ich will und Sackerl, Punkte: 28,5.

Ein Mal Vorletzter und ein Mal Zweiter war Nova. Sein erster Slamauftritt und erster Text war über die Geldlosigkeit, die er in vier Phasen einteilte, die analog zum Aufwachsen eines Menschen gesehen werden könnte. Der zweite Text ließ die Zuhörenden einen Tag als Fahrradbot_in erleben, der grau begann und dann doch mit Sonne endete. Stichworte: Phase 4 und Fahrrad, Punkte: 24.

Die erste Runde beendend und die zweite Runde begann Simon Tomaz. Er griff die Geschichte vom Zauberer von Oz-stria auf in der Hauptrolle Dorothe, Mizzi und den üblichen Verdächtigen. Der zweite Text war sein Zukunftsprotokoll, in dem ein Bär Russland regierte und die USA zu Österreich gehörte. Stichworte: Nicht und Assinger, Puntke: 28.

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Markus Köhle gewinnt textstrom goes Schenke.

Als kurzes Feature zwischen den Runden kam Kitti auf die Bühne. Sie berichtete in einem kurzen Text davon ein Surviver zu sein und Liebe zu verbreiten mit dem Gefühl der Wertschätzung und Wohlwollen. Im zweiten Text nahm sie die Zuhörenden mit auf die Reise sich als Straßenmusiker_in zu fühlen.

Es war ein toller Abend mit einem gemütlichen und feinen Slam, einem tollen Publikum und einer schönen Location. Dankeschön. Wiederholung erwünscht.

Textstrom macht weiter die Runde:

Samstag, 04.05.2013 textstrom goes Stadtfest @ Heldenplatz, Wien
Mit: Mieze Medusa, Markus Köhle, Yasmin Hafedh, Moritz Beichl & Karin Zky!

Mittwoch, 22.05.2013 textstrom @ rhiz, Wien
Moderation: tba

Vielen Dank an alle Beteiligten und auf bald.
clara felis