Schlagwort-Archive: Mieze Medusa

textstrom am Strassenfest / Juni 2018

Wir haben am Straßenfest geslamt, Markus Köhle und Mieze Medusa moderierten. Henrik Szanto war unser Feature. Das Line Up hat zu uns gefunden, wie man halt im öffentlichen Raum zusammenfindet: Zufällig, mit Glück, mit Absicht, mit Hilfe von GPS, mit vollen Textmappen!

Danke an Akitas, Verena aka Zuckergoscherl, Anna Haden, Memo, Reinhard, … supergut. Und den Rapchor haben wir uns danach natürlich auch noch angehört!
Danke fürs Kommen und bis bald!

textstrom Poetry Slam Juni 2018

textstrom Poetry Slam

Zum 14. Geburtstag gab’s Schneesturm und Liebe: textstrom im März 2018

Der Samstag, der 17. März 2018 war ein besonderer Tag. Textstrom feierte sein 14jähriges Bestehen, alle freuten sich darauf und auf den Frühling, nur der Winter hatte noch Sturm auf Lager. Egal. Gingen wir halt bei Schneefall in die Brunnenpassage. Dort ist ohnehin alles weiß und warm.

Dass sich dann tatsächlich 14 Poetinnen und Poeten anmeldeten, war für Mieze Medusa und Markus Köhle Grund genug, das Zeichen an- und alle dranzunehmen. Einen besonderen Featured Artist hatten wir uns auch geladen: Muhammet Ali Bas (Sprachkünstler aus Vorarlberger mit türkischen Eltern, in Wien lebend).
Er sorgte dafür, dass das zahlreich anwesende Publikum auch zu einem zuhörenden wurde und warf eine ornamentale Textgeburt in den Raum, die immer wiederkehrende Debatten und ein spirituelles Dilemma thematisierte. Er hat kein Problem mit dem Kanaken auf seiner Haut und seiner Brust. Das Publikum auch nicht. Es ist in Stimmung. Der Raum schreit nach mehr und bekommt Sunny.

Sunny legt ein grandioses Debüt hin. Sie spricht über das Pendeln zwischen zwei Welten, über das sich nirgends zugehörig fühlen. Sie fragt, wer oder was normal ist und die Frage überträgt sich in alle Reihen.
Simon Tomaz reinigt den Ort energetisch, bevor er diverse zukünftig mögliche Urteile verliest und sich damit mindestens einen Plastikschalensitz am Flughafen verdient.
Fatima reimt sich auf englisch und spanisch durch das Schicksal von Prinzessin Rosea und einem verlorenen, australischen Fred, Amelia ist auf den Hund gekommen und alles ändert sich vom Olé zum Hallo!
Janea Hansen nützt den von den Eltern geschenkten Massagegutschein, um auf der Liege liegend über aktuelle österreichische Missstände zu sinnieren und dann mit Furor darüber herzuziehen. Da werden Basti und Kickl gewatscht und alle anderen Würschteln in der Regierung auch ordentlich durchgewalkt. Das Publikum ist zu recht entzückt.
Katharina Wenty macht die Schizophrenie ihrer Mutter zum Thema, von Pausen vom Leben brauchen, vom Beten für den Weltfrieden und von Augen, die wie Sterne funkeln ist da die Rede und das Publikum legt noch eins drauf. Zweite Welle des Abends.
Adele hat zu ihrem ersten Poetry Slam Auftritt ihre gesamte Schulklasse mitgebracht, das ist gut für die Stimmung. Ihr geht es um das Lernen und Wissensvermittlung, um finnische Gammelmormos, französische Verben und lateinische Verzweiflung.
Lea hat in zwei Texten über Drogen und Abhängigkeit zu berichten, unterstreicht, dass wir nur ein Leben haben, nicht neun und spricht mit dem Rauchen-Text auch ein mehr als aktuelles Thema an.
Osama verschreibt sich der Fortbewegung. Erst öffentlich dann im eigenen Automobil. Die U-Bahn – das Tier, das dich durch den Moloch Stadt manövriert und dich auf den Bim-Pöbel herabblicken lässt. Bewegend!
Patricia Christine Kleinwächter slammte über Shoppingnöte und Einkaufsfreuden, über ihre Anprobierphobie und lästige Kunden an der Kassa, quasi die Leiden des Einkaufens.
Sophia (ebenfalls aus der anwesenden Schulklasse – herzlichen Dank fürs Kommen, kommt bitte wieder:) gab sich gefühlsverwirrt und schilderte die körperinterne Kommunikation bzw. Fehlschaltungen derselben im Falle vom Tappen in Gefühlsfallen.

textstrom Poetry Slam

Angesichts der Fülle von Auftretenden war eine Pause an dieser Stelle mehr als angebracht. Das Brunnenpassagen-Team sorgte, dass alle gut getränkt wurden. Lob an die Poetinnen und Poeten wurde ausgeschüttet. Es wurden sogar Bücher gekauft und zwanzig Minuten später waren alle begierig, die restlichen Jubiläums-Slammer_innen zu hören.

Muhammet Ali Bas tat erneut seinen Job und beschwor rhythmisch und eingänglich die Menge, die sich in seinem Groove gerne badete und somit gerüstet war für mehr.

Tom Candussi wünschte sich eine andere Welt, eine Welt, in der andere Maßstäbe zählten, in der vieles verkehrt, aber richtiger liefe. Eine Welt voll liebevoller Kleinigkeiten mit mehr Herz. Das Publikum war seiner Meinung.
Benji musste uns leider in der Pause verlassen, da seine linke Linse sprang, zwar nicht davon aber entzwei und er somit einen gespaltenen Blick auf die Welt hatte, der sich am besten zuhaus, in den eigenen vier Wänden ertragen und auch wieder beheben ließ (komm bitte ganz wieder:).
Anna wetterte dann über die Generation große Jeansjacke und die sorgrsam und gut gebaute Blase derselben. Das war analytisch, unerbittlich, stark und reichte nur knapp (aufgrund der Streichwertungen) nicht fürs Final (next time!).
378 schließlich war in göttlicher Mission unter uns und präsentierte sich als die krass Auserwählte, allein, das Jüngste Gericht kam nicht, nur die Pubertät. Ein Text der weh und gut tut. Danke.

Im Finaletextstrom Poetry Slam erzählte Tom von einem Dorf, in dem sich erst das Y und dann auch noch weitere Buchstaben davon machen. Janea brannte und bat: Bitte achten Sie auf die Existenzen zwischen Erfolg und Niederlage. Und Katharina schließlich machte das große Fass Menschenhandel und Prostitution mitten unter uns und das im 21. Jahrhundert auf. Das Publikum schrie und klatschte einen Doppelsieg für Janea und Katharina herbei. Bücher, Schnäpse und Gratulationen wurden verteilt, die vorherrschende Liebe machte den draußen wehenden Wind vergessen und alle gingen gut gewärmt nach Hause.
Ein schöner Jubiläums-Textstrom-Poetry-Slam. Mieze Medusa und Markus Köhle sagen DANKE (und kommt bitte alle wieder)!

Textstrom am 24.02.2018!

Es war wieder Textstromzeit in der Brunnenpassage! Ein Poetry Slam im Zeichen der Mehrsprachigkeit und einer offenen Bühne für all jene, die sich berufen fühlen etwas vorzutragen. Trotz der Minusgrade füllten sich die Reihen und schufen einen Raum für Freude und einen Abend für und mit FreundInnen. Durch den Abend führten Adina Wilcke und Clara Felis.

Als featured Artist hatten wir Precious aus Graz zu Gast. In ihrem ersten Text pendelte sie zwischen Englisch und Deutsch, zwischen „that is…“ und „das ist…“. Ein Text über das Vergessen und der Erinnerung und die Aufzählung von Veränderung.
Erste Poetin des Abends war Mieze Medusa, die darüber berichtete eine Sprache geheiratet zu haben, darüber was Worte (nicht) sagen und den Sprachbarrieren zwischen zuviel und zuwenig.
Zweiter Poet des Abends war Florian Supé. Er suchte sich im Text in Russland und schaut wie er sich dort zurecht findet, zwischen Vorurteilen, Stereotypen und Sommersprossen.
Ann Air war die dritte Poetin und beschrieb die Schwierigkeit türkische Zahlen zu lernen und den Weg in Istanbul Simit zu kaufen und zu die Antwort zu verstehen.
Vierter Poet war Simon Tomaz. Es folgte ein Bericht über eine berittene Autobahnpolizei. Auch Pferde können eine posttraumatische Störung haben, zB Heribert Wickl mit seinem Pferd Blitzkrieg. Achtung Satire 🙂
Henrik Szanto entführte uns zu seiner Oma nach Finnland, die statt Cola und Korn, nur den selbstgebrannten Korn zur Verfügung hatte und gern der Jugend etwas über den Krieg erzählt.
Sechster Poet war Simo ben Houmane, der sich frug, was sein Wert ist, was Licht von Schatten unterscheidet. Schließlich ist es kompliziert mit der Nähe und Ferne zum eigenen Ich.
Als achter Poet kam Sebastian. Er hatte eine Text zu Freundschaft und Erinnerung und das Blut dicker als Wasser sei und vom Tränenregen nicht so leicht verwischt wird.
Neunter Poet war Mike Hornyik. Er möchte etwas sagen, aber weiß nicht was. Deshalb spricht von Nichts, weil nichts ist schließlich immer am besten und an nichts schuld.
Mohamad Alsalm beschloss den Abend mit einem Text zum Warten. Er wartet auf dich und wartet. Und die AMS-Beraterin ist dir ähnlich. Und er wartet. Und hat eine Wunderlampe in der Schultasche.

In der Pause wurde fleißig Tee getrunken und sich über den Alltag ausgetauscht.
Nach der Pause durften wir noch mal Precious lauschen. Sie erzählte von ihrer Tante Mila, die 18 jährig ist und sich darauf vorbereitet Hausfrau zu werden, die aber dann von einem Laster angefahren wird. Nach einem zweijährigen Koma erwacht sie und alles ist anders.
Simon Tomaz ist der erste Finalist und liest den Praktikumsbericht der 13-jährigen Laura aus dem Innenministerium vor. Sie wurde sehr liebevoll herumgereicht und es gab Torte und Champagner zum Frühstück.
Mike Hornyik kotzt als zweiter Finalist sich über die Welt aus, vor allem über dich, dabei weiß er nicht so recht, wer du ist. Wahrscheinlich er selbst, denn nur mensch selbst ist seines Glückes Schmied.
Henrik Szanto beendet das Finale mit einem Text zu Katholizismus und Wien und wie eine Nonne als Kindermädchen seine Welt geprägt hat, sowie dass das Konzept von Treuepunkten ein katholisches ist.
Per Applaus wurde Henrik Szanto zum Sieg bejubelt, knapp vor Mike Hornyik und Simon Tomaz.

Wir bedanken uns fürs Kommen und diesen schönen Abend und freuen uns schon auf den nächsten Textstrom Poetry Slam in der Brunnenpassage am 17.03.!

Mehrsprachigkeit verleiht uns Flügel – textstrom im Jänner 2018

Wie schön ist denn bitte der Slam in der Brunnenpassage. Soviele neue Gesichter, einige davon sind schon keine neuen Gesichter mehr, weil sie wiederkommen und wieder mitmachen. Auch die etablierten Slammer und Slammerinnen fühlen sich willkommen und schmeißen ihren Namen in den Hut und hoffen auf Losglück. Weil uns das sowas von gefreut hat, haben wir alle 12 Starter_innen drangenommen, wir wollen ja niemanden wegschicken.

Moderation übernehmen Mieze Medusa & Yasmin Hafedh, ihr Slam-Team MYLF (Mothers You’d Like to Flow with). In ihrer Performance sprechen sie eine klare Anleitung für den Weltuntergang aus: „Wenn die Welt untergeht, dann zieh nach Wien, dort geht sie 50 Jahre später unter.“ Ist übrigens ein Zitat und zitieren darf man beim Slam. Arbeitsanweisung: Das Zitat googeln und in die Bücherei gehen, vom zitierten Menschen ein Buch ausleihen.

Startnummer 1: Adina Wilcke erzählt laut Eigenaussage Witze, über die selten gelacht wird. Es geht um Stille und ein Brett zwischen uns, das Brett vor dem Kopf…

Baghar reist atemlos durch die U-Bahn und trifft auf eine Frau, die den Tod sucht.

Maike will einmal alles, aber bitte vegan. Sie weiß, was sie will, sie will den Tellerrand entdecken und ohne Sicherung drüber fliegen.

Alina ist Elementarpädagogin und erzählt von ihrer Arbeit mit Flüchtlingskindern.

Katastrophe setzt auf die Vielsprachigkeit und erzählt auf französisch und englisch über Afrika. Stichworte: Kind, Essen, Berg

Til raucht einen Moment für sich, weil er länger nicht mehr geslamt hat und sich jetzt so freut. Dann zieht er reimend in die Schlacht, für den König, der weit weg ist. Ein Text in Computerspielästhetik.

Markus Köhle kommt zurück in die Herkunft und seine kommt darauf Ankunft ist ganz klar: Ab ins Finale.

Harlekin rockt mit einem Gedicht über die Hopi-Indianer, die keine Hobby-Indianer sind. Lord wüst ma kan Benz kaufen, übrigens auch ein Zitat. Arbeitsaufgabe: Googelt das Lied.

Fräulein Hahnkamper setzt in ihrem Text auf Körpersprache und Stimmbeherrschung. Time fly, time fly, heart speeks secret languages.

Simon Tomaz erzeugt Kollateralkichern und micht sich Sorgen um österreichische Sorgen und gratis Marihuana. Auch er zieht ins Finale ein.

Memo, denkt über das Willkommen sein nach: Schön, dass du da bist, Asel. Ein Text der Sorgen macht, was los ist in unserer Heimat, wenn ein frischgeborenes Baby beschimpft wird, nur weil die Mutter Kopftuch trägt. Ab ins Finale.

Mohammad gewinnt den (inofiziellen) Preis für die beste Einleitung: „Wo ich gehört habe, dass jeder schreiben kann, da hab ich angefangen.“ Genau darum geht’s. Im Text dann um die Liebe: „Ja ja ja, ich liebe es geliebt zu werden.“

Danach bringen MYLF noch ein Plädoyer für die Mehrsprachigkeit. Im super spannenden Finale setzt sich Markus Köhle knapp vor der zweitplatzierten Memo und dem drittplatzierten Simon Tomaz durch.

Es war ein wunderschöner Abend. Wir wollen mehr von euch allen hören und freuen uns auf dich und deine Texte beim Februar-Textstrom!
Alle Fotos gibt es übrigens direkt bei unserem Flickr-Account. Gemacht hat sie übrigens die großartige Claudia Rohrauer.

textstrom Poetry Slam Januar 2018

textstrom November 2017

Clara hat wiedermal einen schönen Blogeintrag geschrieben. Lest selbst!

Am 24. November war Textstrom Zeit und auch der letzte Textstrom des Jahres.

Als Feature hatten Mieze Medusa und Clara Felis den großartigen Jahson the Scientist eingeladen, der überdies noch Release Tag seiner neuesten Platte an diesem Tag feierte. Sein erster Text erklärte, warum er sich „the Scientist“ nennt: there is a method of everything like science. Oder auch ein: dictionary = definitonary. Großer Applaus und Vorfreude auf seine zweite Runde.

Die Erste im Wettbewerb war Kathi mit dem Stichwort „hate“. Ihr Text war auf Englisch und beschäftigte sich mit der negativen Seite, bevor sie sich auf die guten Dingen fokusiert. 33 Punkte.
Die Zweite war Sophia mit dem Stichwort „schrullig“. Sie fragt sich, wie unterschiedlich die Welten sein können, die eigene, die der Großeltern, welche Zeit ist die aktuellere und gibt es „upcycling“ erst seit dem es so genannt wird? 36 Punkte.
Die Dritte war Katharina, die ein „Rezept“ für die Welt hatte, wie es sich am besten gemeinsam leben lässt. 36 Punkte.
Der Vierte war Manuel Lavoriero mit dem Stichwort „Stabreimnazi“ und gibt darin eine Speeddatinanleitung für den armen Poeten, der versetzt wurde und darauf hin das Zepter selbst in die Hand zu nehmen. 36 Punkte.
Der Fünfte war Loic mit „Rollator“. Sein Kampf die letzte Ubahn zu erwischen als Superheldenepos, wo die Oma mit dem Rollator nicht fehlen darf. 31 Punkte.
Die sechste war Ann Air mit „Russen“. Sie sucht nach dem Opium für das Volk auf einer Goareise ins Unbewusste zwischen Ruhe und den Konsumtempeln in Indien. 36 Punkte.
Siebter war Straßenpoet mit „Königshofnarr“. Ein Text an seine Flamme, es mutet kitschig an, ist aber der Hoffnung gewidmet. 31 Punkte.
Achte war Lena Rubey mit „Kokon“. Sie versucht sich in einem leeren Raum leer zu räumen und wartet darauf, dass der Raum gefüllt wird. 29 Punkte.
Der Neunte war Nano Miratus mit „Kaffee“. Laut meinen Aufzeichnungen gibt es eine Assoziatonskette mit den Stichworten: Golfsport als Ausgleich zur Polizei und Gravitation zieht runter. 36 Punkte.
Als Zehnte kommt Memo mit „U6“. Die nervige Frage, woher kommst du, beantwortet sie mit irgendwo zwischen Ägypten, Graz, Wien und U6. Dabei ist die Frage, wer bin ich, viel wichtiger. 33 Punkte.
Als Elfter kommt Ambrosio mit „Wischen“, denn Wischen ist wie Eislaufen auf verschiedenen Oberflächen. 33. Punkte.
Als Zwölfte kommt Janea Hansenmit „Hui“. Sie stellt sich der Frage, worin der Unterschied liegt mit Menschen, die immer präsent und im Licht sind, und jenen, die sich eher im Hintergrund halten. 40 Punkte.

Damit ist die Vorrunde beendet. Es gibt eine kurze Pause.
Im Finale featured noch mal Jahson zum Thema worlds and wonders. fill the gap.

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Durch die Streichwertungen aus der Vorrunde und der Applauswertung kommen wir zu folgendem Trio:
2. Ann Air beschreibt in ihrem Text das Inventar des Zimmers ihres Sohnes.
1. Nano Miratus führt einen Monolog über die zerflossene Liebe, die keine Antwort gibt.
1. Janea Hansen stellt Claudia Neumann vor, ihres Zeichen Fussballkommentatorin.

Herzlichen Dank an alle, die kamen, sprachen und applaudierten. Es war ein Fest!

textstrom Poetry Slam, November 2017

textstrom Oktober 2017

Wo ist unser Kopf?
Wo sind unsere Notizen?
Es war ein großartiger Herbst, wir danken euch.

Im Oktober 2017 hatten wir bei textstrom Poetry Slam einen wunderbaren Featured Poet: Omar!
Der war ja dann auch beim Ö-Slam beim finalen Stechen! Yeah!

Markus Köhle und Mieze Medusa haben moderiert. Ich würd mich erinnern, dass der Christian Schreibmüller da war. Philipp Quell war da. Hui! Hui! Hui!

Wir tragen das nach!

textstrom Poetry Slam September 2017

So flawless war der Oktober 2017

We all flawless, der feministische Poetry Slam in Wien hat sich so über eure Texte gefreut, liebe Franziska Holzheimer, Susi Schmalwieser, Ulli Hammer, Martin Fritz, Pia Semorad, Kirmes Hanoi, Clara Felis und Jelena Blatancic. Mieze Medusa und Yasmin Hafedh freuen sich auf den November-Flawless!
Gratulation, Franziska Holzheimer, du warst ein bisschen flawlesser als die anderen und hast gewonnen!

Danke ans Kosmostheater, es war wieder richtig, richtig schön!

Flawless Poetry Slam Oktober 2017

Textstromtafeln beim Straßenfest Josefstadt

Poetry Slam im öffentlichen Raum! Immer eine Herausforderung. Am 15. September 2017 war es wieder soweit. Wir haben zweimal geslammt.
Immer mit dabei waren: Mieze Medusa, Markus Köhle, Andreas Plammer, Alice Reichmann und Henrik Szanto. Am Abend haben Veronika und Caro ihr Slamdebüt gegeben! Wir freuen uns darauf, dass ihr ganz oft wiederkommt!
Und danach gings ins Cafe Anno, auf einen Drink, einen Slam und auf ein &Radieschen!

Textstromtafel / Straßenfest Josefstadt

Letzter Slam vor der Sommerpause!

Trotz Hitze volles Haus gestern, Danke! 10 Poet_innen, einige davon neu, einige uns gut bekannt und ans Herz gewachsen.
Angetreten sind Omar, Christoph Wenzel, Philip Quell, Tom aus Graz, Ann Air, Book Woon, Sandy Gomez und Clara Felis!
Ex Aequo Sieg von Omar und Philip Quell!
Moderation von Mieze Medusa & Adina Wilcke
Brunnenpassage, wir freuen uns jetzt schon auf der nach der Sommerpause!

Hier ein paar Impressionen!
textstrom Poetry Slam Juni 2017

Slam Oida, Poetry Slam in Österreich

Slam, Oida!

Wir feiern Jubiläum! Wir freuen uns wie blöd! Wir haben ein Buch gemacht! Ihr könnt es ab jetzt im bestellfreudigen Buchhandel und direkt beim Lektora Verlag bestellen!

Slam, Oida!
15 Jahre Poetry Slam in Österreich
Markus Köhle, Mieze Medusa (HG.)
Lektora Verlag
ISBN 978-3-95461-098-3

Seit über 15 Jahren haben wir die Freude, Ehre und Arbeit in Österreich die Poetry Slam Szene mitzugestalten. Wir waren also von Anfang an dabei, wir sind immer noch unterwegs und wir sind unfassbar glücklich darüber, wie groß, vielfältig und funkelnd die Slamszene unseres Landes mittlerweile ist.

Slam Oida

In diesem Buch haben wir 42 Slamtexte ausgewählt, die einen bunten Querschnitt bieten. So schreiben wir: Vom Wiener Schmäh, vom Leben am Land, von der Härte der Berge und Täler, von den Abenteuern einer Winkerkrabbe, von der Liebe, von Bobo-Verhipsterung und von Fragen, die uns gestellt werden: Wo kommst du her? Wer befreit unterdrückte Rufnummern? Wo siehst du dich in fünf Jahren?
Auch im Buch: Jede Menge Slamwissen. Hier werden wichtige Fragen beantwortet: Ab wann gehöre ich dazu? Ist der Wettbewerb nicht ein bisschen unfair? Kannst du mir 10 Tipps für meinen gelungenen Auftritt geben? Ja darf man das? Ja, das darf man.

Mit Texten von: 378, Adina Wilcke, Agnes Maier, Alice Reichmann, Andi Plammer, Anna-Lena Obermoser, Benji, Christine Teichmann, Christopher Hütmannsberger, Clara Felis, Darling, David Samhaber, David Scheid, Elias Hirschl, Florian Supé, Helene Ziegler, Henrik Szanto, Janea Hansen, Jonas Scheiner, Käthl, Klaus Lederwasch, Ksafa, Fisch, Mario Tomic, Markus Köhle, Markus Koschuh, Martin Fritz, MC Stoner, Mieze Medusa, Mona Camilla, Mriri, Rebecca Heinrich, Sara Bonetti, Sarah-Anna Fernbach, Sevi, Simon Tomaz, Stefan Abermann, Tom aus Graz, Ulli Hammer, Yannick Steinkellner, Yasmin Hafedh

Das wird gefeiert! – 15 Jahre Slam in Österreich on tour

Muss man Slam live sehen? Müssen nicht, aber es zahlt sich aus. Wir sind ohnehin immer unterwegs, wir haben „Slam, Oida!“ ohnehin ab jetzt mit dabei…
14.10.2017 – Brunnenpassage, Wien (im Rahmen von textstrom Poetry Slam)
18.10.2017 – Kultum, Graz
30.10.2017 – Wagner’sche Buchhandlung, Innsbruck
07.11.2017 – Stifterhaus, Linz
02.12.2017 – Musilhaus, Klagenfurt
Februar 2018 – Literaturhaus, Salzburg
Wir freuen uns auf euch!
 

textstrom Kick-Off in der Brunnenpassage… #euphorie

Wir sind immer noch völlig baff davon, wie schön es in der Brunnenpassage war!

Aber der Reihe nach: Ja, Nach 12 Jahren ist textstrom Poetry Slam umgezogen. Vom rhiz, unserer bisherigen Heimat für 12 unfassbar schöne Jahre, sind es aber eh nur ein paar Schritte zur Brunnenpassage! Also, gleiche U-Bahnstation und dann zu Fuß und am Sonntag, dem 20. März haben dort schon ganz aufgeregt die beiden Slam-Urgesteine Mieze Medusa und Markus Köhle auf euch gewartet.

Also ab jetzt: textstrom Poetry monatlich im KunstSozialRaum Brunnenpassage (Brunnengasse 71/Yppenplatz,
1160 Wien)

Weg zur BrunnenpassageMieze Medusa, Markus Köhle, textstrom Poetry Slam

Was ist neu?

    Wir haben einen Fokus auf Mehrsprachigkeit. Dieses mal haben wir die Jury einen Mehrsprachigkeits-Extrapunkt vergeben lassen. Mal sehen ob das jedes Mal gleich ist, oder ob wir experimentieren.!)
    Statt bisher 12 werden ab jetzt 10 Startplätze werden vergeben, immer noch 2 Runden, jeweils 5 Minuten Zeit. Dafür gibt es jedes Monat eine_n Featured Poet. (Ja, okay, beim Kick-Off sind wir wieder weich geworden, waren es also 13 Starter_innen, ihr seid so toll!) (Ja, natürlich wird das Featuren bezahlt!)

Als Feature hatten wir Mario Tomic geladen, der ist krank geworden, aber inzwischen wieder fit. Yeah! Unser Motto ist ja immer so: Keine Probleme, nur Lösungen und wir sagen total herzlich Danke an Christopher Hütmannsberger, der eingesprungen ist und als Opferlemming und vor dem Finale wunderbare Spoken Word Texte auf Deutsch und Englisch vorgetragen hat!
textstrom Poetry Slam @ Brunnenpassage

Startnummer eins hat Peter aus der Schweiz. Der widmet dem kranken Mario Tomic eine Extrazeile in seinem Gedicht: Angina kommt vor. Mir blieb noch das Bild: Tampos sind Korken fürs Mädel.

Andyal Gyula ist natürlich perfekt besetzt für unsere Idee der Mehrsprachigkeit. Er bringt eine Text auf deutsch und dann auf ungarisch in dem schleichende Fremde Tänze tanzen, die in Palästen getanzt werden. Dann springt er in die Luft.
textstrom Poetry Slam @ Brunnenpassage

Martin Bachler erzählt uns, dass Poetry Slam für ihn wie Radfahren ist, wenn man es lange nicht macht, dann stürzt man und schlägt sich das Knie auf. Seine Mehrsprachigkeit: lateinische Einsprengsel, er zitiert Homer, und fragt: Is er jetzt home, er? Andi Pianka, der Seltenslammer, der wohl alle Slam-Locations im Umland unserer schönen Großstadt kennt, hat einen neuen Slamtext, der euch begeistert. Ab ins Finale!
Lieblingssatz aus der Erinnerung zitiert: Die Wallstreet, die Straße, an der lang niemand die Absicht hatte, eine Mauer aufzubauen…

Textstrom Kick-Off in der Brunnenpassagetextstrom Poetry Slam @ Brunnenpassage

Lisa, die wir beim Workshop des Flawless Poetry Slams schon kennengelernt haben, wohnt in Ottakring, hat ein Fake-Lächeln für den Lehrer, der sie (die Klasse) für dumm hält. Ein Fehler. Vom Lehrer natürlich!

textstrom Poetry Slam @ Brunnenpassagetextstrom Poetry Slam @ Brunnenpassage

Walter Ego erzählt von Fichtenbäumen und Police Alarms, it’s not, it appears, so simple!
378 war Flawless bei Flawless Poetry Slam. Ihr gefällt’s so gut in Wien, dass sie immer noch da ist! Wißt’s eh: „Hundewelpen: gut. Hundewelpen anzünden: schlecht.“
textstrom Poetry Slam @ Brunnenpassagetextstrom Poetry Slam @ Brunnenpassage

Hatschi Bratschi Luftballon erzählt von digital divide und dem Schweizer Taschenmessern unseres Jahrhunderts, dem Handy. Weiß er eigentlich, dass er wie ein Text von Lisa Eckhart heißt?
Es folgt Simon Tomaz der uns von interspezialer Kommunikation erzählt und Quallen das Autofahren beibringt.

textstrom Poetry Slam @ Brunnenpassagetextstrom Poetry Slam @ Brunnenpassage

Danach gönnen wir uns eine Pause, die letzten drei Slammer_innen kommen danach, plus knackiges Dreier-Finale.

Nach der Pause eröffnet Alice Reichmann, die Mehrsprachigkeit als Mehrstimmigkeit auslegt. Ihr kennt auch aus, rastet aus und seid restlos begeistert. -> Finale!

Benji disst das Mühlviertel, ohne zu wissen, das Mieze Medusa da her kommt. Es schadet ihm nicht. Er kommt dem Mikro wiedermal deutlich zu naher, soll heißen, er verbeißt sich in ihm!
Tereza Hossa lässt sich beim Kika küchentechnisch beraten, dort arbeitet ein Steinkellner, den ruft sie dann an, weil Liebeskummer.

Clara Felis kann in vielen Sprachen Danke sagen, dafür sagen wir Danke. Sie liest die Stadt, kennt grauen Alltag, ist im Auftrag des Gebens und Empfangens unterwegs.

Interlude: Christopher Hütmannsberger. Also nochmals Feature. Sehr schöner neuer Slamtext, Christopher, mögest du gut gebucht sein den Rest des Jahres.

Jetzt aber Finale!
Andi Pianka ist der Killer des Ts, der T-Quilla, der Killa des Tees, also kein Kaffee.. Außerdem kommt Zeus im Text vor, der mit einer Gazelle was macht.
Benji beginnt die Geschichte über sein Privatleben mit „mein Beruf“ um gleich darauf „meine Mutter“ zu sagen. Ist Benji also ein Familienmensch?
Alice Reichmann bringt wiedermal ihren inneren Professor Erdberg zum Sprechen, äußert sich über Barcelona, Weltpolitik und das Demonstrationsrecht. Ihr rastet wieder aus!

Völlig verdient heißt die Siegerin des ersten textstrom Poetry Slams in der Brunnenpassage genauso wie die Siegerin des letzten textstrom Poetry Slams im rhiz (im Jänner): ALICE REICHMANN!

textstrom Poetry Slam @ Brunnenpassage

Hier übrigens Höchstwertung mit Mehrsprachigkeitsextrapunkt!
textstrom Poetry Slam @ Brunnenpassage

textstrom Poetry Slam @ Brunnenpassagetextstrom Poetry Slam @ Brunnenpassage

textstrom Poetry Slam @ Brunnenpassage

Wir sind sehr dankbar, für diesen geglückten Ortswechsel und freuen uns auf alle weiteren textstrom Poetry Slams!

textstrom Poetry Slam @ Brunnenpassage

textstrom Poetry Slam – Saisonstart September 2016

Juhu,

Alle ausgehungert. Alle vom Slamsommerloch verschlungen. Alle froh, dass endlich wieder Herbst und textstrom Poetry Slam im rhiz. Da ist es auch egal, wenn es ausnahmsweise ein Montag ist. 18 Anmeldungen, 12 kommen dran. Ein Team und zwei FixstarterInnen mit dabei. Mieze Medusa und Markus Köhle moderieren, Martin legt auf und es kann sogar pünktlich begonnen werden. Was für ein Saisonstart!

textstrom Poetry Slam September 2016

Ulli macht das Opferlamm und fordert ein Dirndl- und Lederhosenverbot. Damit ist die kritische Latte schon mal hoch gelegt und es kann beginnen.
Til liefert einen misanthropisch-pessimistischen Kommentar zu so ziemlich allem, beweist Reimgespür, hat schwarzen Humor und das Publikum voll auf seiner Seite. Mit der Nummer 1 und 36 Punkten wird er ins Finale einziehen ? Bravo!
Clara Felis hebt hervor, dass das Geschlecht nicht entscheidend ist. Es geht um das Vielseitigkeitsgeschenk Mensch und das Gewicht von Glück. Damit leitet sie einen Reigen von Texten zum Thema Zwischenmenschliches ein.

Team Großdeutschland berichtet von der harten Liebschaft zwischen Frauke und Hans-Christian ? Sitchwort: Nazisex. Darling geht es zarter an. Echtes Kennenlern-Interesse und was dich besonders macht, ist ihr Thema. Stichwort: Wrack!
Elena bettet dich in Fragezeichen und gibt sich stark, stark wie Jeanne D’Arc ? Finale!
Raider verblüfft mit seinem Textaufbau, steigert sich mächtig rein und kommt schließlich zu einer Überraschenden Entladung und dem Stichwort: Plottwist.
Thomas Mayer präsentiert einen Vater-Sohn-Konflikt-Text und vielen fällt dazu Kafka ein.
Ingrid allerdings hat’s mehr mit Goethe und remixt dessen Erlkönig.
Max hat Stress. Er eilt von der Bühne und sucht Zettel, um dann abwechselnd von diesen und vom Smartphone abzulesen. Da zerbrechen Spiegel, sind Schatten nicht ernst zu nehmen, entwickelt sich wer endlich zum Soziopathen und das alles spielt im Ironiemandsland.
Tom aus Graz begibt sich in die Welt der Werbeslogans. Benutzt 69 davon, um vom Paul-Hubert-Pascal-Dreier zu berichten. McMoments for everybody ? Finale.
Barbara Lehner erzählt von Martin dem Swingerclub-Fan und Helga der Gartenzwergfreundin. Martin will nicht stören und sucht ein bisschen Glück. Helga hat ein Faible für stellvertretende Schriftführer vom Kleingartenverein ?Zur goldenen Zukunft?, allein die Gegenwart bleibt für beide auf der Strecke.
Philipp Quell ist ab sofort Wahlwiener und diesmal noch mit einem Text über Freundschaften am Start, der angereichert durch schwäbische Redeweisen ist. Es geht um Schwerpunktversetzungen und Kniebeugen in Gurkenfeldern ? Finale. PAUSE. Musik von DJ Martin und ein Mensch, der so viel spendet wie noch nie. Danke Paul!

Im Finale geht’s bunt her und drunter und drüber.
Elena eröffnet mit einem Internatszeitzärtlichkeitsbekundungstext. Stichwort: Busengalerie.
Philipp gibt sich nachhaltig, sieht Abfall als Chance und betreibt Beziehungsrecyceling.
Tom hat einen ordentlichen Weltenkater, genährt von den zahlreichen Anschlägen im vergangenen Jahr, dabei möchte er doch nur sagen können: Je suis moi.
Til liest aus einem nicht chronologisch aber pathologisch geführten Gartentagebuch. Ich schreib nur: Pyromanie ist wieder da und da sind auch Landschaftsplaner, die aus Löchern klettern.
Mehr als abwechslungsreich dieses Finale, unterschiedlichste Themen und Vortragsweisen und schließlich drei Drittplatzierte und ein Sieger: Philipp Quell
Der bedankt sich bei den ModeratorInnen, deren Namen er nicht weiß, wir werden’s ihm nie vergessen und freuen uns alle auf den textstrom Poetry Slam im Oktober. So long: Keep on slamming.